Pressespiegel

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12.05.2016
Presseartikel

Wie kauft man in Zukunft ein?

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Frage: Das IÖB und Wigy setzen auch in diesem Jahr die Reihe der Sommervorlesungen zum 1x1 der Wirtschaft fort. Was treibt Sie an?

Kaminski: Es ist nicht nur spannend, sondern aus unserer Sicht auch notwendig, Themen, die die Menschen aktuell bewegen, leicht verständlich aufzubereiten und dann aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Dazu halten wir selbst einen Impulsvortrag und wir laden Experten ein, mit dem Publikum zu diskutieren.

Frage: Das Thema 2016?

Kaminski: Eines, das sehr gut zu Oldenburg und seiner wunderschönen Innenstadt passt – der Handel. Das Online-Geschäft hat auch vor Oldenburg nicht Halt gemacht. Die Frage ist, welche Geschäftsmodelle tragen und wie die Verbraucher jetzt und in Zukunft einkaufen werden.

Frage: Warum dieses Thema?

Kaminski: Uns geht es immer darum, die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten wirtschaftlichen Handelns deutlich zu machen. Die digitale Welt hat das Käuferverhalten in den letzten 20 Jahren radikal verändert. Unternehmensseitig gibt es neue Geschäftsmodelle und veränderte Wettbewerbsstrukturen. Die staatliche Aufsicht steht vor neuen Aufgaben, etwa, den Verbraucher vor Cyberkriminalität zu schützen. Wir wollen Licht in die Zusammenhänge bringen.

05.05.2016

Diskussion um Schulfach Wirtschaft: Wissenschaftler dafür – Löhrmann dagegen

Ökonomische Bildung ist Teil der Wirtschafspolitik, ebenso wie der Verbraucherbildung. Aber braucht es dazu ein eignes Schulfach Wirtschaft? In Siegen diskutierte Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann mit Wissenschaftlern. Während die Ministerin das Thema fächerübergreifend behandelt sehen will, sprachen sich die anwesenden Wirtschaftswissenschaftler eher für ein eigenständiges Fach aus. Einig waren sich alle darin, dass man die Lehrer nicht allein lassen dürfe. [...]

[...] Auf Einladung des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) und des Zentrums für ökonomische Bildung (ZöBiS) der Uni Siegen diskutierte Löhrmann mit Professor Hans Jürgen Schlösser (ZöBiS), Professor Hans Kaminski (Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung an der Uni Oldenburg) und Marianne Demmer (ehem. stellv. Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft). In einem Punkt waren sich alle einig: Ökonomische Bildung ist wichtig, der Tweet der 17 Jahre alten Schülerin Naina („Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen“) sei ein deutliches Signal gewesen. [...]

[...] Neben der Frage, ob ein „Schulfach Wirtschaft“ oder die übergreifende Verflechtung der Themen sinnvoller ist, diskutierte die Runde auch darüber, wie Lehrkräfte künftig qualifiziert werden sollen und was gelehrt werden soll. „Was ist ökonomische Bildung? Wie soll sie etabliert werden? Und wie qualifizieren wir dafür? Das sind die entscheidende grundsätzlichen Fragen“, sagte Professor Kaminski. Seine Lösung wäre ein gemeinsames Curriculum der Länder und eine starke fachliche Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Kaminski: „Wer nicht über die fachlichen Kompetenzen verfügt, macht Populismus. Wir müssen die Fachfremdheit reduzieren, sonst lassen wir die Lehrer allein.“ [...]

02.05.2016
Presseartikel

Ein Volk von Ökonomie-Analphabeten

Forscher schlagen Alarm: Die Mehrheit der Bevölkerung hat große Wissensdefizite über Ökonomie und Finanzen. Mehr Bildung wäre nötig. Doch die Schulpolitik bewegt sich quälend langsam. Wie dünn die Kenntnisse sind, hat eine große Umfrage einer Gruppe von Wissenschaftlern mit dem Psychologen und Risikoforscher Gerd Gigerenzer gezeigt [...]. [...] Die 24 Fragen an die Versuchsteilnehmer waren überwiegend simpel, teils etwas anspruchsvoller. [...] Große Unsicherheit gab es aber beispielsweise bei der Frage, welchen Effekt eine Dollar-Aufwertung auf die deutsche Wirtschaft habe. [...]

[...] Doch mit einem Schulfach Wirtschaft tut sich Deutschland nach wie vor schwer. Die meisten Bundesländer haben höchstens Mischfächer mit Namen wie „Politik-Wirtschaft“, „Arbeit, Wirtschaft, Technik“ oder „Wirtschaft und Recht“. „Es gibt fast 30 verschiedene Bezeichnungen und starke ideologische Kämpfe um die Lehrinhalte“, sagt Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg. Er wirbt seit Jahren dafür, ein Schulfach Wirtschaft mit ausreichend Lehrstunden fest zu verankern. Doch der deutsche Bildungsföderalismus macht dies schwierig - ebenso gibt es Vorbehalte von Seiten der Lehrergewerkschaften. Lange Zeit hieß es auch, am Gymnasium habe - getreu dem humanistischen Bildungsideal - so etwas schnöde Materialistisches wie Wirtschaft nichts verloren. „Das ändert sich aber, das Interesse der Elternschaft und der Schüler nimmt zu“, beobachtet Kaminski. [...] 

[...] Relativ gute Kenntnisse haben die Schüler beim Thema Sparen. Besonders schwach sind die Kompetenzen hingegen in den Bereichen Schulden, Versicherungen und Steuern sowie beim Thema Geldpolitik. [...]

[...] Anders als hierzulande ist das Verhältnis der Amerikaner und Briten zur Wirtschaft und zu „Economics“ in der Schule deutlich positiver. In Großbritannien gibt es seit Jahrzehnten ein reguläres Schulfach Ökonomie. [...]

[...] Das Forscherteam um Gigerenzer hatte differenziert herausgearbeitet, in welchen Bevölkerungsgruppen die ökonomische Bildung noch am höchsten ist. Männer mit höherem Schulabschluss hatten bessere Kenntnisse als Frauen und Geringergebildete. Wer viel Fernsehen schaute und wenig Zeitung las, schnitt schlechter ab. [...]

29.04.2016

Big Data im Handelsblatt Newcomer

"Big Data, jeder kennt diesen Begriff. Aber was ist damit genau gemeint? Die druckfrische 38. Ausgabe des Handelsblatt Newcomer nimmt sich dem Thema in schülergerechter Sprache an. Außerdem ist das Thema Flüchtlingskrise wieder auf der Agenda. Unter der Frage „Ein Europa der Zäune?“ wird erörtert, was eine Aufhebung des freien Grenzverkehrs für EU-Bürger und Unternehmen bedeutet. Mit weiteren Artikeln, z. B. zum Weltstar Adele oder zum US-Wahlkampf, sollen Lehrkräfte Hilfestellung und Anreize erhalten, aktuelle Themen im Unterricht zu behandeln. Die Wirtschaftszeitung für Schüler ab Klasse 8 wird seit 2008 in Kooperation zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt herausgegeben."

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

05.03.2016
Presseartikel

Zukunft des Geldes Thema für Unterricht. „Tag der Ökonomischen Bildung“ in Oldenburg – Bundesbank-Volkswirt: Letztlich zählt Realzins

[...] Vöbas ging es darum, über einige Aspekte der Zukunft des Geldes mehr zu erfahren und sie über Workshops für die Lehrkräfte zur Nutzung im Unterricht aufzubereiten. Anschauliche Beispiele gaben etwa Heike Winter (Bundesbank) mit dem Thema: „Wie Internet und Smartphones das Bezahlen verändern“; oder der Oldenburger Lehrer Jörn Beineke (Cäcilienschule) mit „Historischen und aktuellen Finanzkrisen im Unterricht“. Initiator Burkard forderte „nachhaltig implementierte Wirtschaft“ an Schulen mit eigenem Fach und bei Integrationsfächern (etwa zusammen mit Politik) einen „verbindlichen Kernbestand ökonomischer Anteile“. [...]

[...] Ein Schwerpunkt beim „Tag der ökonomischen Bildung“ war auch das Bildungssystem selbst. Der Oldenburger Professor Dirk Loerwald (Institut IÖB) betonte das Ziel, Schülern neben instrumentellem Wissen zur Alltagsbewältigung auch Wissen über Strukturen sowie Werte zu vermitteln. In Oldenburg werde gerade mit Förderung aus Berlin ein „ökonomisches Lernlabor“ eingerichtet. Dort solle die „Lernwirksamkeit“ erforscht werden. [...]

[...] Roland Henke, Referent im Landes-Kultusministerium, unterstrich das Wirtschaftsbildungsziel „als mündiger Konsument leben zu können“, das sich in einer Vielzahl von Fächern wiederfinde. An Bedeutung gewinne zurzeit die Berufs- und Studienorientierung. Keine Hoffnung machte Henke auf mehr Unterrichtsstunden etwa für Politik/Wirtschaft.

25.02.2016
Presseartikel

Maritime Wirtschaft macht Schule

Die innovativen und spannenden Seiten der Logistik in die Schulen tragen: Neben der Wissensvermittlung erfüllt das Schul- und Bildungsprojekt „Maritime Wirtschaft & Logistik“ auch diese Aufgabe. In Kooperation mit der maritimen Wirtschaft aus Norddeutschland erstellt das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Unterrichtsmaterialien, die an die Schulen verteilt werden. [...]

[...] Ein Hauptziel des Projekts ist es, dem angehenden Nachwuchs das breite Spektrum der Logistikberufe
zu vermitteln – und die innovativen Facetten der Aufgaben rund um IT, Automatisierung und technologische Innovationen hervorzuheben. [...]

22.02.2016
Presseartikel

Handbuch für Bildungspaten erhältlich. Elfte Qualifizierungsrunde beginnt im April – 25 Oldenburger dabei

Seit 2009 wird das Projekt „Bildung für alle – BildungsPaten“ von der Agentur „Ehrensache“ im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements geleitet und koordiniert. Jetzt gibt es mit Unterstützung des Vereins „Bildung für Kinder Oldenburg“ und dem „Institut für Ökonomische Bildung“ der Uni Oldenburg“ zum Projekt eine Beschreibung in Form eines Handbuchs, das über Thematik, Umsetzung und Erfolg des Projekts berichtet. [...]

[...] Ziel des Projekts ist die Sprachbildung und die Inte-gration der jungen Generation „im Sinne einer Willkommenskultur und die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe“, wie es heißt. [...]

 

 

22.02.2016
Presseartikel

Chefökonom der Bundesbank unterrichtet Lehrer. Tag der ökonomischen Bildung am 4. März – „Zukunft des Geldes und Krise der Geldpolitik“

Große Lehrerfortbildung zur Geldpolitik: Um die „Zukunft des Geldes und die Krise der Geldpolitik“ geht es am 9. Tag der ökonomischen Bildung, der am 4. März in der Universität Oldenburg stattfindet. [...]

[...] Veranstalter der Tagung, die sich an Lehrkräfte aller Schulformen richtet, ist der Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen (VÖBAS).