Pressespiegel

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10.06.2016
Presseartikel

Schülerwettbwerb econo=me. Was Schülern zum Thema Geld einfällt

Wie würde die Welt ohne Geld aussehen? Über 3.000 Schüler haben sich im Auftrag der Flossbach von Storch Stiftung, dem Institut für Ökonomische Bildung und "Handelsblatt macht Schule" darüber Gedanken gemacht - und sind dabei zu kreativen Ideen gekommen.

So lautete das Thema für die Sekundarstufe I: "Ohne Moos nichts los. Unsere Welt ohne Geld – wie sähe die aus?" Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden (Dormagen, NRW) lieferten nach Ansicht der Jury das beste Ergebnis.

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Gewinner aus Halle

"Geld regiert die Welt. Was braucht es, damit unser Geldsystem funktioniert?" – so lautete das Thema für die Sekundarstufe II. Mit ihrem Kurzfilm "Pecuniae Aenigma – wie funktioniert unser Geldsystem?" sicherten sich Schüler der 11. Kasse des Georg-Cantor-Gymnasiums aus Halle (Saale) den ersten Platz.

"Den Jugendlichen ist es gelungen, die Zusammenhänge unseres Geldsystems über ganz einfache Darstellungsmittel und Erklärungen sehr greifbar zu machen“, begründete Professor Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung, den Juryentscheid.

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Die Beiträge können auf der Webseite von "Handelsblatt macht Schule" gelesen, gehört und angesehen werden: www.econo-me.de .

10.06.2016
Presseartikel

Jugendliche mit Migrationshintergrund schwieriger in Ausbildung

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Frage: Das Institut für Ökonomische Bildung widmet dem Thema Ausbildung eine ganze Tagung. Steht es so schlecht um die Berufsausbildung?

Schröder: Die Tagung wird gemeinsam mit der Oldenburgischen IHK und Handwerkskammer Oldenburg sowie dem Verein wigy e. V. ausgerichtet, weil wir vor Herausforderungen stehen, die die Akteure in Bildung und Wirtschaft betreffen. Einerseits gibt es auf dem Markt viele offene Ausbildungsstellen, andererseits viele Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden.

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Schröder: Das Thema Berufsorientierung spielt eine zentrale Rolle. So ist das Praktikum eine wichtige Methode zur Förderung der ökonomischen Bildung. Schülerinnen und Schüler bekommen Einsichten in das Wirtschafts- und Arbeitsleben, aber auch in die eigene Berufsorientierung. In der Schule sollte geklärt werden: Unter welchen Fragestellungen möchte ich das Unternehmen analysieren? Oder: Passt der ausgesuchte Platz zu meinen Talenten und Interessen? Die Betriebe sollten das Praktikum als Gelegenheit zu nutzen, den Jugendlichen vielfältige Einblicke in die Wirtschafts- und Arbeitswelt sowie potenziell geeignete Berufsfelder zu ermöglichen.

Zu berücksichtigen sind auch die Förderprogramme und Akteure, die Schulen und Unternehmen unterstützen, Jugendliche von der Berufsfindung bis zum Ausbildungsabschluss zu begleiten. Allerdings fällt es mittlerweile selbst Fachleuten schwer, noch den Überblick über die ganzen Angebote zu behalten, was zu Effizienzproblemen im beruflichen Übergang führt. Auch hierüber werden wir sprechen müssen.

Prof. Dr. Rudolf Schröder ist Leiter des Bereichs Berufs- und Studienorientierung am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Universität Oldenburg. Am 17. Juni veranstaltet das IÖB eine Tagung zum Thema Ausbildung.

18.05.2016
Presseartikel

Über Zukunft des Einkaufens Reden. Sommervorlesung im Oldenburger Institut IÖB - Wirtschaftsredaktion verlost die Karten

[...] Wie wird man wohl in Zukunft einkaufen? Wo liegen die Chancen von immer mehr Handel „online“, auch über mobile Geräte? Und was sind die Risiken, etwa im Hinblick auf die Innenstädte, die Märkte oder auch die Sicherheit der Nutzerdaten und Manipulationsmöglichkeiten im Internethandel?

Dies ist das spannende Thema bei der diesjährigen Gartenvorlesung und Diskussion aus der Reihe „1 x 1 der Wirtschaft“, die das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und die Wirtschaftsbildungsinitiative wigy am 16. Juni (17.30 Uhr, Einlass ab 17 Uhr) im Institutsgarten in Oldenburg ausrichten wird.

Titel der Veranstaltung: „Alles bleibt anders: Verbraucherverhalten zwischen Kontinuität und Wandel im Online-Zeitalter“. [...]

[...] Wie in den Vorjahren bietet das Team von IÖB und wigy eingangs einen Impulsvortrag an: Dr. Claudia Verstraete (IÖB) wird die Chancen und Risiken des Wandels in der Handelslandschaft herausarbeiten. Im Vorderergrund steht dabei die Sichtweise des Verbrauchers. [...]

[...] Dr. Michael Koch, Leiter des Projektmanagements beim Institut IÖB, wird die Diskussion wie üblich moderieren. [...]

12.05.2016
Presseartikel

Wie kauft man in Zukunft ein?

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Frage: Das IÖB und Wigy setzen auch in diesem Jahr die Reihe der Sommervorlesungen zum 1x1 der Wirtschaft fort. Was treibt Sie an?

Kaminski: Es ist nicht nur spannend, sondern aus unserer Sicht auch notwendig, Themen, die die Menschen aktuell bewegen, leicht verständlich aufzubereiten und dann aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Dazu halten wir selbst einen Impulsvortrag und wir laden Experten ein, mit dem Publikum zu diskutieren.

Frage: Das Thema 2016?

Kaminski: Eines, das sehr gut zu Oldenburg und seiner wunderschönen Innenstadt passt – der Handel. Das Online-Geschäft hat auch vor Oldenburg nicht Halt gemacht. Die Frage ist, welche Geschäftsmodelle tragen und wie die Verbraucher jetzt und in Zukunft einkaufen werden.

Frage: Warum dieses Thema?

Kaminski: Uns geht es immer darum, die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten wirtschaftlichen Handelns deutlich zu machen. Die digitale Welt hat das Käuferverhalten in den letzten 20 Jahren radikal verändert. Unternehmensseitig gibt es neue Geschäftsmodelle und veränderte Wettbewerbsstrukturen. Die staatliche Aufsicht steht vor neuen Aufgaben, etwa, den Verbraucher vor Cyberkriminalität zu schützen. Wir wollen Licht in die Zusammenhänge bringen.

05.05.2016

Diskussion um Schulfach Wirtschaft: Wissenschaftler dafür – Löhrmann dagegen

Ökonomische Bildung ist Teil der Wirtschafspolitik, ebenso wie der Verbraucherbildung. Aber braucht es dazu ein eignes Schulfach Wirtschaft? In Siegen diskutierte Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann mit Wissenschaftlern. Während die Ministerin das Thema fächerübergreifend behandelt sehen will, sprachen sich die anwesenden Wirtschaftswissenschaftler eher für ein eigenständiges Fach aus. Einig waren sich alle darin, dass man die Lehrer nicht allein lassen dürfe. [...]

[...] Auf Einladung des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) und des Zentrums für ökonomische Bildung (ZöBiS) der Uni Siegen diskutierte Löhrmann mit Professor Hans Jürgen Schlösser (ZöBiS), Professor Hans Kaminski (Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung an der Uni Oldenburg) und Marianne Demmer (ehem. stellv. Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft). In einem Punkt waren sich alle einig: Ökonomische Bildung ist wichtig, der Tweet der 17 Jahre alten Schülerin Naina („Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen“) sei ein deutliches Signal gewesen. [...]

[...] Neben der Frage, ob ein „Schulfach Wirtschaft“ oder die übergreifende Verflechtung der Themen sinnvoller ist, diskutierte die Runde auch darüber, wie Lehrkräfte künftig qualifiziert werden sollen und was gelehrt werden soll. „Was ist ökonomische Bildung? Wie soll sie etabliert werden? Und wie qualifizieren wir dafür? Das sind die entscheidende grundsätzlichen Fragen“, sagte Professor Kaminski. Seine Lösung wäre ein gemeinsames Curriculum der Länder und eine starke fachliche Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Kaminski: „Wer nicht über die fachlichen Kompetenzen verfügt, macht Populismus. Wir müssen die Fachfremdheit reduzieren, sonst lassen wir die Lehrer allein.“ [...]

02.05.2016
Presseartikel

Ein Volk von Ökonomie-Analphabeten

Forscher schlagen Alarm: Die Mehrheit der Bevölkerung hat große Wissensdefizite über Ökonomie und Finanzen. Mehr Bildung wäre nötig. Doch die Schulpolitik bewegt sich quälend langsam. Wie dünn die Kenntnisse sind, hat eine große Umfrage einer Gruppe von Wissenschaftlern mit dem Psychologen und Risikoforscher Gerd Gigerenzer gezeigt [...]. [...] Die 24 Fragen an die Versuchsteilnehmer waren überwiegend simpel, teils etwas anspruchsvoller. [...] Große Unsicherheit gab es aber beispielsweise bei der Frage, welchen Effekt eine Dollar-Aufwertung auf die deutsche Wirtschaft habe. [...]

[...] Doch mit einem Schulfach Wirtschaft tut sich Deutschland nach wie vor schwer. Die meisten Bundesländer haben höchstens Mischfächer mit Namen wie „Politik-Wirtschaft“, „Arbeit, Wirtschaft, Technik“ oder „Wirtschaft und Recht“. „Es gibt fast 30 verschiedene Bezeichnungen und starke ideologische Kämpfe um die Lehrinhalte“, sagt Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg. Er wirbt seit Jahren dafür, ein Schulfach Wirtschaft mit ausreichend Lehrstunden fest zu verankern. Doch der deutsche Bildungsföderalismus macht dies schwierig - ebenso gibt es Vorbehalte von Seiten der Lehrergewerkschaften. Lange Zeit hieß es auch, am Gymnasium habe - getreu dem humanistischen Bildungsideal - so etwas schnöde Materialistisches wie Wirtschaft nichts verloren. „Das ändert sich aber, das Interesse der Elternschaft und der Schüler nimmt zu“, beobachtet Kaminski. [...] 

[...] Relativ gute Kenntnisse haben die Schüler beim Thema Sparen. Besonders schwach sind die Kompetenzen hingegen in den Bereichen Schulden, Versicherungen und Steuern sowie beim Thema Geldpolitik. [...]

[...] Anders als hierzulande ist das Verhältnis der Amerikaner und Briten zur Wirtschaft und zu „Economics“ in der Schule deutlich positiver. In Großbritannien gibt es seit Jahrzehnten ein reguläres Schulfach Ökonomie. [...]

[...] Das Forscherteam um Gigerenzer hatte differenziert herausgearbeitet, in welchen Bevölkerungsgruppen die ökonomische Bildung noch am höchsten ist. Männer mit höherem Schulabschluss hatten bessere Kenntnisse als Frauen und Geringergebildete. Wer viel Fernsehen schaute und wenig Zeitung las, schnitt schlechter ab. [...]

29.04.2016

Big Data im Handelsblatt Newcomer

"Big Data, jeder kennt diesen Begriff. Aber was ist damit genau gemeint? Die druckfrische 38. Ausgabe des Handelsblatt Newcomer nimmt sich dem Thema in schülergerechter Sprache an. Außerdem ist das Thema Flüchtlingskrise wieder auf der Agenda. Unter der Frage „Ein Europa der Zäune?“ wird erörtert, was eine Aufhebung des freien Grenzverkehrs für EU-Bürger und Unternehmen bedeutet. Mit weiteren Artikeln, z. B. zum Weltstar Adele oder zum US-Wahlkampf, sollen Lehrkräfte Hilfestellung und Anreize erhalten, aktuelle Themen im Unterricht zu behandeln. Die Wirtschaftszeitung für Schüler ab Klasse 8 wird seit 2008 in Kooperation zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt herausgegeben."

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auch unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

05.03.2016
Presseartikel

Zukunft des Geldes Thema für Unterricht. „Tag der Ökonomischen Bildung“ in Oldenburg – Bundesbank-Volkswirt: Letztlich zählt Realzins

[...] Vöbas ging es darum, über einige Aspekte der Zukunft des Geldes mehr zu erfahren und sie über Workshops für die Lehrkräfte zur Nutzung im Unterricht aufzubereiten. Anschauliche Beispiele gaben etwa Heike Winter (Bundesbank) mit dem Thema: „Wie Internet und Smartphones das Bezahlen verändern“; oder der Oldenburger Lehrer Jörn Beineke (Cäcilienschule) mit „Historischen und aktuellen Finanzkrisen im Unterricht“. Initiator Burkard forderte „nachhaltig implementierte Wirtschaft“ an Schulen mit eigenem Fach und bei Integrationsfächern (etwa zusammen mit Politik) einen „verbindlichen Kernbestand ökonomischer Anteile“. [...]

[...] Ein Schwerpunkt beim „Tag der ökonomischen Bildung“ war auch das Bildungssystem selbst. Der Oldenburger Professor Dirk Loerwald (Institut IÖB) betonte das Ziel, Schülern neben instrumentellem Wissen zur Alltagsbewältigung auch Wissen über Strukturen sowie Werte zu vermitteln. In Oldenburg werde gerade mit Förderung aus Berlin ein „ökonomisches Lernlabor“ eingerichtet. Dort solle die „Lernwirksamkeit“ erforscht werden. [...]

[...] Roland Henke, Referent im Landes-Kultusministerium, unterstrich das Wirtschaftsbildungsziel „als mündiger Konsument leben zu können“, das sich in einer Vielzahl von Fächern wiederfinde. An Bedeutung gewinne zurzeit die Berufs- und Studienorientierung. Keine Hoffnung machte Henke auf mehr Unterrichtsstunden etwa für Politik/Wirtschaft.