Pressespiegel

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19.06.2007

Beim neuen Schulfach noch Qualifikationsprobleme

FRAGE: Herr Professor Kamins­ki, vergangene Woche fand in Ganderkesee eine Messe von 21 Schüler-Firmen aus der Re­gion statt. Da müsste Ihnen - weil Sie sich seit Jahrzehnten für mehr Wirtschaft in der Schule einsetzen - doch das Herz höher geschlagen haben!

KAMINSKI: Das ist ein wirklich gutes Zeichen. Schließlich tra­gen Erfahrungen in Schülerfir­men dazu bei, zu erkennen, dass Unternehmen nicht Teu­felszeug sind. Wichtig sind aus unserer Sicht die Einbin­dung solcher Projekte in ein schulisches Gesamtkonzept der ökonomischen Bildung und fundierte Betreuung.

FRAGE: Wirtschaft wurde 2006 auch in der Sekundarstufe I der Gymnasien fest verankert - eine alte Forderung aller, die die ökonomische Bildung vo­ranbringen wollen. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

KAMINSKI: Gut! Das neu einge­führte Fach Politik/Wirtschaft ist aus unserer Sicht zwar nur die zweitbeste Lösung, weil es kein eigenes Fach Wirt­schaft gibt. Aber das neue Fach ist verpflichtend ab Klasse 8, und es ist eine Gleichwertigkeit beider Fach-Komponenten festgeschrieben worden. Insgesamt sind wir einen großen Schritt vo­rangekommen!

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Quelle: Nord-West-Zeitung
URL: http://www.nwz-online.de/

18.06.2007

Konzepte für den Berufsübergang

Wir stehen zu unseren Hauptschülern!"- unter diesem Motto trafen sich auf Einladung der IHK rund 120 Fachleute aus der Wirtschaft, den Schulen, der Universität Oldenburg und aus dem Niedersachsischen Kultusministerium. „Wir wollen zur Versachlichung der Debatte über die Hauptschulen beitragen", so IHK-Ausbildungsexperte Dr. Thomas Hildebrandt, Hauptschüler durften keinesfalls pauschal ausgegrenzt werden. IHK-Präsident Dr. Karl Harms: „Der Ausbildungspakt sieht vor, dass wir allen, die wollen und können, Qualifizierungsangebote machen. Wir werden sie mitnehmen! Diese kurze Formel habe wohlweislich nichts mit einer Schulform zu tun, betonte Harms.

Denn nicht die besuchte Schulform, sondern die individuelle Leistungsbereitschaft und Motivation der jungen Menschen müsse Einstellungskriterium in Unternehmen sein, so der Tenor der Veranstaltung. „Wir haben keine Probleme mit Hauptschülern m der Ausbildung", bestätigte Andreas Meyer, Personalchef von Nanu-Nana, Oldenburg.

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„Die Gestaltung von Betriebs- oder Praxistagen stellt die Lehrkräfte der niedersächsischen Hauptschulen vor besondere Herausforderungen", erläuterte Prof. Dr. Hans Kaminski. Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung in Oldenburg, So sei es nicht immer möglich, ausreichend Patze in Betrieben für alle Schülerinnen und Schüler zu finden. Eine methodische Alternative stelle hier die Gründung und Organisation von Schülerfirmen unter Einbindung von Unternehmensexperten dar.

Quelle: Oldenburgische Wirtschaft (Juni 2007)
URL: http://www.ihk-oldenburg.de/download/owi2007_06_gesamt.pdf

11.06.2007

Mehr wissen über Wirtschaft

Oldenburg - Der Beirat ruft die Wirtschaft zu Engagement auf. Das ist über die Initiative „Wigy“ möglich.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) ist zuversichtlich, dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in Oldenburg auch künftig eine verlässliche finanzielle Basis verschaffen zu können. Bis 2009 kann das An-Institut der Universität Oldenburg auf Mittel der VW-Stiftung setzen. Er sei „bemüht“, für die Zeit danach eine Lösung zu finden, „und optimistisch, dass das gelingt“, sagte Stratmann am Freitag bei einer Sitzung des Beirates des IÖB.

Das IÖB sei extrem erfolgreich, so der Minister. Das zeige sich auch bei den Drittmitteln. Sie machen 80 Prozent des Etats aus.

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Beiratsvorsitzender Dr. Werner Brinker würdigte die „ausgesprochen effiziente“ Arbeit des An-Instituts. In der Zentrale an der Oldenburger Bismarckstraße herrsche „eine Atmosphäre, die vor Kreativität nur so strotzt“. Dort sind 25 Mitarbeiter beschäftigt.

Brinker appellierte an die Unternehmen der Region, die Arbeit des Instituts – etwa durch den Beitritt zur Initiative Wigy (ursprünglich: Wirtschaft an Gymnasien) – nachhaltig zu unterstützen.

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Quelle: Nord-West-Zeitung
URL: http://www.nwz-online.de/

11.06.2007
Presseartikel

Was aus Schülerideen werden kann

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Der Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung in Oldenburg, Professor Hans Kaminski, erklärt, dass Schülerfirmen erst dann wirksam werden, wenn sie an der Schule in ein Gesamtkonzept der ökonomischen Bildung eingebunden sind und nicht nur eine Sonderveranstaltung darstellen: „Dazu braucht man die Begleitung qualifizierter Lehrkräfte."
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Quelle: Handelsblatt
URL: www.handelsblatt.de

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04.06.2007
Presseartikel

Ökonomie mit Energie

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Energie und Ökonomie sind auch ein spannendes Thema für den Unterricht, weil neben den großen weltumfassenden Themen wie Klimawandel oder Atomausstieg viele Alltagsfragen der Schüler berührt werden. Die Initiative „Handelsblatt macht Schule" und das Institut für Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) richten deshalb den bundesweiten Wettbewerb „Ökonomie mit Energie" aus, um Schüler mit dem Thema Energiewirtschaft vertraut zu machen. Schüler sind bis Herbst aufgerufen, sich mit dem Thema Energie in ihrer Familie und an ihrem Ort zu beschäftigen: Wie kann man Energie sparen? Was machen meine Stadt, mein Dorf oder meine Schule, um die Strom oder Heizkosten zu drosseln? Welche Familienmitglieder und Freunde sind im Haushalt eigentlich schon auf „grünen Strom" umgestiegen. Wie entwickeln sich die Preise von Treibstoffen auf dem Weg von der Ölquelle bis zur Zapfsäule? Welches Budget hat meine Familie für Energie im Haushalt?

Bis zum 30. September können sich Schülerteams ab der zehnten Klasse bewerben. Einsendeschluss ist der 31. Oktober. Mitmachen können Arbeitsgruppen mit fünf bis zehn Schülern, die von einem Lehrer betreut werden. Auch mehrere Teams einer Klasse können an dem Wettbewerb teilnehmen. Die Gruppen bringen ihren Beitrag zum Thema „Ökonomie mit Energie" in Form: in Texten, Interviews, Film- oder Audiobeiträgen sollen die Arbeitsergebnisse zusammengefasst werden. Gefragt ist auch eine saubere Recherche, denn die Schüler sollen ihre Medienkompetenz unter Beweis stellen.

Es gibt Preise im Wert von insgesamt 20 000 Euro zu gewinnen. Die besten Schülerteams werden außerdem nach Berlin eingeladen. Dort findet am 28. und 29. November der  Handelsblatt Jahreskongress „Wirtschaft und Schule – Partner für die Zukunft" statt.

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Quelle: Handelsblatt

URL: www.handelsblatt.de

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04.06.2007

KGS arbeitet mit Uni zusammen

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Die ökonomische Bildung soll fortentwickelt und damit verbessert werden, Betriebs- und Praxistage werden gemeinsam gestaltet, für die Schülerfirmen werden Konzepte erarbeitet, die Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit der Schüler soll gestärkt werden: Das ist Inhalt der Kooperationsvereinbarung, die jetzt von Prof. Dr. Manfred Hübner, Institut für ökonomische und technische Bildung an der Uni Oldenburg, und Gerd Kip, Leiter der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede unterzeichnet wurde. An der Zusammenarbeit sind auch die HS/RS Osternburg und die HS/RS Kreyenbrück beteiligt.

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Quelle: Nord-West-Zeitung
URL: http://www.nwz-online.de/

30.05.2007

Hochkarätiger Beirat unterstützt das Oldenburger Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) - Jahrestreffen am 08. Juni 2007

Ein mit hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Schulen besetzter Beirat des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) findet sich zum Jahrestreffen zusammen. Der Einladung des wissenschaftlichen Leiters und Oldenburger Professors für ökonomische Bildung Hans Kaminski folgt unter anderem Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissen­schaft und Kultur. Die Mitglieder begleiten und unterstützen die Arbeit des IÖB und beraten insbesondere im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsbestre­bungen des jungen An-Instituts der Carl von Ossietzky Universität Olden­burg. Das Ziel der Förderung ökonomischer Bildung als Allgemeinbildung re­alisiert das An-Institut in der Regel über Public Private Partnership Pro­jekte. Dies spiegelt sich in der Zusammensetzung des Beirats wider: Dr. Bleckmann, Jörg (OLB AG), Dr. Brinker, Werner (EWE AG) (Vorsitz), Dr. Burkard, Karl-Josef (Studienseminar Oldenburg/AGO), Dr. Empter, Stefan (Bertelsmann Stiftung), Prof. Dr. Krol, Gerd-Jan (Universität Münster, Insti­tut für Ökonomische Bildung), Lemke, Thomas (Rechtsanwälte Kramer Lemke Wilken) (stellv. Vorsitz), Prof. Dr., Schneidewind, Uwe (CvO Univer­sität Oldenburg), Stratmann, Lutz (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur).

24.05.2007

Die Wirtschaft erkunden

Deutschlands Jugend versteht zu wenig und Unternehmen. Private Initiativen versuchen, mit Online Bildung und Planspielen Abhilfe zu schaffen. Aber dauerhaft kann nur ein eigenes "Wirtschaft"; das allgemeine Wissensniveau Wirtschaft ist spannend, macht aber auch viel Arbeit, hätte Karl Valen­tin vielleicht gesagt. Die Zusam­menhänge der Ökonomie erscheinen äu­ßerst komplex. Obwohl das Auf und Ab der Märkte jeden Einzelnen - direkt oder indirekt - betrifft, ist das Verständnis mangelhaft. Es fehlt gerade bei jungen Leuten am Basiswis­sen: Was etwa besagt das Prinzip von Angebot und Nachfrage? Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der deut­schen Banken (BdB) ergab, dass gerade ein­mal 35 Prozent der 14- bis 24-Jährigen das simple Grundprinzip der Marktwirtschaft kor­rekt erklären konnten. 65 Prozent wussten bei "Angebot und Nachfrage"

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Mit seinem Oldenburger Institut für ökonomische Bildung (IÖB) kämpft Kaminski seit rund 25 Jahren für mehr Wirtschaft in den Schulen. Inzwischen äußern laut BdB-Studie gut drei Viertel der Jugendlichen und Eltern den Wunsch nach mehr wirtschaftlichen Inhalten in den Lehrplänen. Die Einführung eines speziellen Fachs Wirtschaft, für die Kaminski wirbt, stößt aber auch auf Vorbehalte und instinktive Abwehr - gerade bei Lehrern an Gymnasien, die den „hehren Bildungstem­pel" rein halten wollten, meint Kaminski. In Deutschland gebe es in bestimmten Kreisen noch eine Stimmung, „dass alles Ökonomi­sche per se kritisch zu betrachten und daher politisch zu bändigen" sei.

So gibt es bislang in keinem Bundesland ein eigenes Fach Wirtschaft. „Oft wird ökonomisches Wissen in Kombinationsfächer ge­packt, aber das sind Kompromisslösungen", kritisiert die IÖB-Geschäftsführerin Kathrin Eggert. An bayerischen Gymnasien gibt es das Fach „Wirtschaft und Recht", in Sachsen-Anhalt ein Wahlpflichtfach „Wirtschafts­lehre", in Niedersachsen heißt die vormalige politische Bildung jetzt „Politik-Wirtschaft". Trotz der reflexartigen Ablehnung durch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) habe sich das neue Fach so weit bewährt, sagt Eggert. Weitere Bundesländer planen, wirtschaftliche Themen in den Lehrplä­nen aller Schularten stärker zu verankern.

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So löblich die privaten Initiativen sind: Sie allein werden kaum dem allgemeinen ökonomischen Bildungsnotstand abhelfen. Dazu be­dürfte es eines eigenen Schulfachs, beharrt Wirtschaftspädagoge Kaminski. „Wenn man die gegenwärtigen ordnungspolitischen Debatten oder die Stellungnahmen zur Globali­sierung verfolgt, so kann man das alles doch ohne eine gewisse ökonomische Bildung gar nicht verstehen." Ungebildete Bürger seien anfällig für Scheinargumente und Manipulation. „Die Welt hat sich dramatisch verändert, die Schule muss sich ebenfalls verändern.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
URL: www.faz.net