Pressespiegel

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04.06.2007

KGS arbeitet mit Uni zusammen

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Die ökonomische Bildung soll fortentwickelt und damit verbessert werden, Betriebs- und Praxistage werden gemeinsam gestaltet, für die Schülerfirmen werden Konzepte erarbeitet, die Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit der Schüler soll gestärkt werden: Das ist Inhalt der Kooperationsvereinbarung, die jetzt von Prof. Dr. Manfred Hübner, Institut für ökonomische und technische Bildung an der Uni Oldenburg, und Gerd Kip, Leiter der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede unterzeichnet wurde. An der Zusammenarbeit sind auch die HS/RS Osternburg und die HS/RS Kreyenbrück beteiligt.

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Quelle: Nord-West-Zeitung
URL: http://www.nwz-online.de/

30.05.2007

Hochkarätiger Beirat unterstützt das Oldenburger Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) - Jahrestreffen am 08. Juni 2007

Ein mit hochrangigen Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Schulen besetzter Beirat des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) findet sich zum Jahrestreffen zusammen. Der Einladung des wissenschaftlichen Leiters und Oldenburger Professors für ökonomische Bildung Hans Kaminski folgt unter anderem Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissen­schaft und Kultur. Die Mitglieder begleiten und unterstützen die Arbeit des IÖB und beraten insbesondere im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsbestre­bungen des jungen An-Instituts der Carl von Ossietzky Universität Olden­burg. Das Ziel der Förderung ökonomischer Bildung als Allgemeinbildung re­alisiert das An-Institut in der Regel über Public Private Partnership Pro­jekte. Dies spiegelt sich in der Zusammensetzung des Beirats wider: Dr. Bleckmann, Jörg (OLB AG), Dr. Brinker, Werner (EWE AG) (Vorsitz), Dr. Burkard, Karl-Josef (Studienseminar Oldenburg/AGO), Dr. Empter, Stefan (Bertelsmann Stiftung), Prof. Dr. Krol, Gerd-Jan (Universität Münster, Insti­tut für Ökonomische Bildung), Lemke, Thomas (Rechtsanwälte Kramer Lemke Wilken) (stellv. Vorsitz), Prof. Dr., Schneidewind, Uwe (CvO Univer­sität Oldenburg), Stratmann, Lutz (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur).

24.05.2007

Die Wirtschaft erkunden

Deutschlands Jugend versteht zu wenig und Unternehmen. Private Initiativen versuchen, mit Online Bildung und Planspielen Abhilfe zu schaffen. Aber dauerhaft kann nur ein eigenes "Wirtschaft"; das allgemeine Wissensniveau Wirtschaft ist spannend, macht aber auch viel Arbeit, hätte Karl Valen­tin vielleicht gesagt. Die Zusam­menhänge der Ökonomie erscheinen äu­ßerst komplex. Obwohl das Auf und Ab der Märkte jeden Einzelnen - direkt oder indirekt - betrifft, ist das Verständnis mangelhaft. Es fehlt gerade bei jungen Leuten am Basiswis­sen: Was etwa besagt das Prinzip von Angebot und Nachfrage? Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der deut­schen Banken (BdB) ergab, dass gerade ein­mal 35 Prozent der 14- bis 24-Jährigen das simple Grundprinzip der Marktwirtschaft kor­rekt erklären konnten. 65 Prozent wussten bei "Angebot und Nachfrage"

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Mit seinem Oldenburger Institut für ökonomische Bildung (IÖB) kämpft Kaminski seit rund 25 Jahren für mehr Wirtschaft in den Schulen. Inzwischen äußern laut BdB-Studie gut drei Viertel der Jugendlichen und Eltern den Wunsch nach mehr wirtschaftlichen Inhalten in den Lehrplänen. Die Einführung eines speziellen Fachs Wirtschaft, für die Kaminski wirbt, stößt aber auch auf Vorbehalte und instinktive Abwehr - gerade bei Lehrern an Gymnasien, die den „hehren Bildungstem­pel" rein halten wollten, meint Kaminski. In Deutschland gebe es in bestimmten Kreisen noch eine Stimmung, „dass alles Ökonomi­sche per se kritisch zu betrachten und daher politisch zu bändigen" sei.

So gibt es bislang in keinem Bundesland ein eigenes Fach Wirtschaft. „Oft wird ökonomisches Wissen in Kombinationsfächer ge­packt, aber das sind Kompromisslösungen", kritisiert die IÖB-Geschäftsführerin Kathrin Eggert. An bayerischen Gymnasien gibt es das Fach „Wirtschaft und Recht", in Sachsen-Anhalt ein Wahlpflichtfach „Wirtschafts­lehre", in Niedersachsen heißt die vormalige politische Bildung jetzt „Politik-Wirtschaft". Trotz der reflexartigen Ablehnung durch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) habe sich das neue Fach so weit bewährt, sagt Eggert. Weitere Bundesländer planen, wirtschaftliche Themen in den Lehrplä­nen aller Schularten stärker zu verankern.

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So löblich die privaten Initiativen sind: Sie allein werden kaum dem allgemeinen ökonomischen Bildungsnotstand abhelfen. Dazu be­dürfte es eines eigenen Schulfachs, beharrt Wirtschaftspädagoge Kaminski. „Wenn man die gegenwärtigen ordnungspolitischen Debatten oder die Stellungnahmen zur Globali­sierung verfolgt, so kann man das alles doch ohne eine gewisse ökonomische Bildung gar nicht verstehen." Ungebildete Bürger seien anfällig für Scheinargumente und Manipulation. „Die Welt hat sich dramatisch verändert, die Schule muss sich ebenfalls verändern.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
URL: www.faz.net

24.05.2007

Wirtschaft sieht die Hauptschule mit im Boot

Mit einem Be­kenntnis zu den Schülern, die die Hauptschule besuchen, hat sich die Oldenburgische Wirtschaft zu Wort gemeldet. Unter dem Motto „Wir stehen zu unseren Hauptschülern"; haben sich etwa 120 Fach­leute aus der Wirtschaft, den Schulen, der Universität und dem Kultusministerium auf Einladung der IHK getroffen.

„Wir wollen zur Versachli­chung der Debatte über die Hauptschulen beitragen", so der für Ausbildung zustän­dige IHK-Geschäftsführer Dr. Thomas Hildebrand (siehe auch Interview). Hauptschü­ler dürften„keinesfalls pau­schal ausgegrenzt werden".

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Der Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung in Ol­denburg, Professor Dr. Hans Kaminski, machte auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: „Die Gestaltung von Betriebs­und Praxistagen stellt die Lehrkräfte an den Hauptschu­len vor besondere Herausforderungen" - etwa bei der Su­che nach ausreichenden Plät­zen in Betrieben. Eine Alterna­tive könne „die Gründung und Organisation von Schülerfirmen unter Einbindung von Unternehmensexperten" sein, sagte Kaminski.

Quelle: Nord-West-Zeitung
URL: http://www.nwz-online.de/

29.04.2007
Presseartikel

Wirtschaftswissen aus dem Internet

Was müssen Unterrichtsmaterialien für ökonomische Bildung können? Sie sollten unter anderem didaktisch aufbereitet sein, aktuelle Themen umfassen und auch die Lebenswirklichkeit der Schüler mit einbinden. Die Handelsblatt-Redaktion hat sich einige der aktuellen Unterrichtsmaterialien von Verbänden, Institutionen und Initiativen zum Thema Kredite, Rente, Unternehmen im Wandel und Geld angeschaut, die neben bewährten Angeboten wie dem der Initiative Wirtschaft & Gymnasium, WiGy e.V. (www.wigy.de) existieren. Viele Materialien sind kostenlos im Internet als Downloads erhältlich.

Einem aktuellen Thema widmet sich die Initiative Handelsblatt macht Schule (www.handelsblattmachtschule.de) in ihrer neuen Unterrichtseinheit Unternehmen und Strukturwandel, die gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg erstellt wurde und mit Unterstützung der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young entstanden ist. Der 136 Seiten starke Band ist für Schüler der Sekundarstufe II gedacht.

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Quelle: Handelsblatt
www.handelsblatt.de

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26.04.2007

Für das Leben lernen wir

Was im Unterricht gepaukt wird, hat oft wenig mit der Praxis zu tun. "Das brauch ich doch nie wieder!", stöhnt so mancher Schüler. Genau umgekehrt ist es mit der ökonomischen Allgemeinbildung: "Warum lerne ich das nicht?

Geld regiert die Welt, erfahren die Heranwachsenden immer früher und intensiver: Das Werbeflimmern und -rauschen der TV- und Radiosender will schon die Kleinsten zum Konsum verführen. Das Girokonto fürs Taschengeld ist beinahe Standard. Mancher hat sogar schon Aktien, und vom ersten Auszubildendengehalt, so suggeriert die Versicherungsindustrie, sollte schon mal ein Teil in die eigene Privatrente fließen.

"Der junge Mensch muss lernen: Welche Konsequenzen hat es für mich, wenn ich Konsument bin oder Aktienbesitzer", erläutert der Oldenburger Bildungsprofessor Hans Kaminski. Oder auch Handybesitzer. Beinahe jeder Schüler läuft mit einem Mobiltelefon herum. Hier zeigen sich Gefahren eines unbedachten Umgangs besonders deutlich: Denn immer mehr Schüler verschulden sich durch SMS und Co.

Mit einer ökonomischen Allgemeinbildung hat der Jugendliche das Rüstzeug, den Alltag zu meistern. Er lernt verantwortungsvolles Handeln. Schüler brauchen Wirtschaftswissen für ihre aktuelle Lebenssituation genauso wie für später, für Ausbildung und Beruf, für Geldanlage und Altersvorsorge.

Wir brauchen ein eigenständiges Schulfach Ökonomie", fordert deshalb Kaminski. Dafür engagiert sich der Wirtschaftsdidaktiker seit fast 40 Jahren. Zwar haben viele Bundesländer Wirtschaftsthemen durchaus im Lehrplan verankert. Aber häufig seien ökonomische Themen nur Spiegelstriche auf dem Lehrplan anderer Fächer. Hier ein bisschen Wirtschaft im Politik-Unterricht, dort etwas im Fach Sozialwissenschaften.

Das führt oft dazu, dass bei Zeit- oder Kapazitätsmangel gerade ökonomische Themen schnell gestrichen werden. Problematisch ist auch, dass Wirtschaft bei solchen Misch-Fächern meist von fachfremden Lehrern unterrichtet wird.

Finanzielle Analphabeten

"Wirtschaft an deutschen Schulen kommt immer noch zu kurz", mahnt Bildungsprofessor Kaminski. Es wundert daher wenig, dass es so viele finanzielle Analphabeten gibt. Zahlreiche Studien zeigen, dass Schüler und junge Erwachsene erhebliche Wissenslücken bei Finanz- und Wirtschaftsthemen haben. Eine Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken ergab: Nur jeder Dritte weiß das Prinzip von "Angebot und Nachfrage" annähernd richtig zu umschreiben. Nur vier von zehn Jugendlichen konnten erklären, was die Inflationsrate ist.

"Nur wer als junger Mensch einen soliden Grundstock an ökonomischer Bildung erwirbt, kann als Erwachsener, als mündiger Verbraucher, darauf aufbauen", mahnt daher auch Manfred Weber, Vorstand des Bankenverbandes. Schließlich gelte auch in puncto Finanzkompetenz: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr."

Unternehmen fördern Schulprojekte

Andernorts ist man weiter. In den USA ist "Economics" als Schulfach eine Selbstverständlichkeit. In England bietet inzwischen jede zweite Schule strukturierten Wirtschaftsunterricht an.

Es gibt aber auch viel versprechende Entwicklungen in Deutschland: "Bayern ist sehr fortschrittlich. Es gibt dort seit Jahrzehnten ein Fach 'Wirtschaft und Recht' an den Gymnasien", lobt Kaminski. In Niedersachsen ist an Haupt- und Realschulen das Fach Wirtschaft Pflicht. Es gibt dort sogar einen eigenen Studiengang: "Wir haben derzeit 560 Studenten, die später ökonomische Bildung vermitteln wollen", so der Oldenburger Professor.

Weil der öffentlichen Hand das Geld fehlt für mehr ökonomische Bildung, greift die Privatwirtschaft ein. Es gibt zahlreiche Projekte und Initiativen zum Beispiel vom Institut der deutschen Wirtschaft oder der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Die Fondsindustrie fördert über ihren Branchenverband BVI Schulprojekte. Am bekanntesten ist wohl das "Planspiel Börse" der Sparkassen.

Schüler hochmotiviert

Man muss zwar berücksichtigen, dass einzelne private Unternehmen diese Projekte nicht ganz uneigennützig finanzieren. "Aber ohne Public Private Partnerships sähe es sehr viel schlechter aus", lobt Kaminski das Engagement der privaten Initiativen. "Größtenteils machen wir gute Erfahrungen - direkte Einflussnahme kommt sehr selten vor."

Das Interesse für wirtschaftliche Themen ist bei Schülern durchaus da. Viele wollen ein Schulfach Ökonomie. Gut 80 Prozent der befragten Jugendlichen befürworteten mehr "Wirtschaft in der Schule", ergab die Banken-Studie.

Es scheint, als merken die Heranwachsenden im Bereich der Wirtschaft am besten: Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Oder wie es der ehemalige Chrysler-Chef Lee Iacocca sagte: "Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer."

Autorin: Bettina Seidl

Erschienen in der ARD Themenwoche: „Kinder sind Zukunft!“ im Kapitel „Kinder sind Gold wert! Die Wirtschaft braucht den Nachwuchs und der Nachwuchs die Wirtschaft"

http://www.ard.de/zukunft/kinder-sind-zukunft/kinder-sind-gold-wert/wirschaft-als-schulfach/-/id=520620/nid=520620/did=562952/15hw6o1/index.html

Plädoyer für das Schulfach Ökonomie

07.02.2007

„Mehr ökonomische Bildung an Schulen"

OLDENBURG - Nur vier von zehn Jugendlichen wissen, was Inflationsrate bedeutet oder gar wie das Prinzip von Angebot und Nachfrage funk­tioniert.

Ökonomische Bil­dung muss verstärkt in Schulen auf Kurs gehen, und zwar am besten mit Unterstützung aus der Wirtschaft. So lautete die einhellige Forderung der Teilnehmer einer Podiumsdis­kussion vor 200 Gästen im ehemaligen Landtag in Olden­burg. Eingeladen dazu hatte der Oldenburger Energieversorger EWE, der bereits zum vier­ten Mal den mit 19 000 Euro dotierten Journalistenpreis „Oldenburger Feder" vergab.

Bundesweit gesehen steht Niedersachsen - auch wegen der Einführung des Pflichtfa­ches Politik/Wirtschaft an Gymnasien - zwar nicht schlecht da, meinte Professor Dr. Hans Kaminski, Leiter des Instituts für Ökonomische Bil­dung (IÖB) der Uni Oldenburg. Dennoch wünschte er sich ebenso wie Dr. Karl-Josef Burkard, Lehrer und Vorsitzender des Verbandes für öko­nomische Bildung an Niedersachsens Schulen, einen Boom von Wirtschaftslehre als eigenem Unterrichtsfach.

Quelle: Nord-West Zeitung

URL: http://www.nwz-online.de/

06.02.2007

"Oldenburger Feder"

SIEBEN JOURNALISTEN sind in dieser Woche mit der Ol­denburger Feder" für 2006 ausgezeichnet worden - ei­nem mit insgesamt 19 000 Eu­ro dotierten Journalistenpreis der EWE.

„Brauchen wir Öko­nomie als Lehrfach in der Schule?"; hieß die vorgegebe­ne Frage, zu der, die Autoren ihre Beiträge einreichten. EWE-Chef Dr. Werner Brinker (Mitte) überreichte die Federn an Siegerin Monica von Wysocki für eine Serie im Handelsblatt sowie an das zweitplatzierte Redaktionsteam von „Börse Online". Dritter wurde der Oldenburger Journalist Robin Keppel (r.) für einen Beitrag auf der Internet-Plattform CSR-news.net. Den Sonderpreis Hörfunk erhielt Stefan Schmid vom Bayerischen Rundfunk. Auch Fernseh-Moderatorin Julia Westlake (1.), die durch den Abend führte, und Jury-Chef Berndt Schramka (S.v.l.) gratulierten.

Quelle: Oldenburger Sonntagszeitung