Pressespiegel

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08.10.2007

KOLUMNE: Knochenharte, tägliche Arbeit

Über 41 Mio. Treffer bei einer bekannten Suchmaschine sind ein Beleg: Corporate Social Responsibility (CSR) ist wichtig. Wirtschaft und Bildung haben unterschiedliche Eigenlogiken: Vordergründig ist Wirtschaft auf Effizienz, Erfolg, Gewinn ausgerichtet; Bildung vordergründig auf die Entwicklung von Fähigkeiten‚ Fertigkeiten und der Persönlichkeit.

Zwar besitzen Wirtschaft und Bildung eigene Codes - sie sind dennoch existenziell aufeinander verwiesen. Was für den einen trivial, ist für den anderen leider immer noch eine Provokation: Wirtschaft und Bildung haben eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung für Kinder und Jugendliche. Die je eigene Leistungsfähigkeit hat der Bewältigung gesellschaftlicher Weiterentwicklungen zu dienen. Beide Bereiche brauchen einander, sie müssen nicht nur übereinander, sondern miteinander reden und handeln.

Dieses Verständnis der Beziehung zwischen Wirtschaft und Bildung ist in Deutschland, vorsichtig formuliert, entwicklungsfähig. Es muss über den Kern dieser Beziehung einen Diskurs geben, bevor auch der Begriff CSR auf dem Grabbeltisch der üblichen Schlagworte landet. Dabei geht es auch um die Veränderung von Haltungen in der gegenseitigen Wahrnehmung.

Erfreulicherweise gibt es in der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft in den letzten Jahren viele positive Entwicklungen. Die Versuche gegenseitiger ideologischer Übertölpelungen werden auch geringer. Bildungsvertreter nehmen zunehmend zur Kenntnis, dass Unternehmen auch eine gesellschaftliche Rendite erwarten und als attraktive Interaktionspartner wahrgenommen werden wollen. Unternehmen erkennen in wachsendem Maße, dass der Erfolg einer gemeinsamen Aktivität noch nicht über eine Pressemitteilung sichergestellt ist.

Das Lernen der Jugendlichen unterliegt nicht kommunikationspolitischen, sondern vor allem auch lerntheoretischen und entwicklungspsychologischen Bedingungen. Und das ist knochenharte, tägliche Arbeit unter nicht immer günstigen Rahmenbedingungen.

Quelle: Handelsblatt
URL: www.handelsblatt.de

02.10.2007

Was Hänschen nicht lernt

Im Land der Dichter und Denker sind Geld und Finanzen keine sehr geschätzten Gesprächsthemen. Viele Menschen geben offen zu, keine Ahnung von Wirtschaft zu haben. (...)

Ohne Eigeninteresse oder Engagement seitens der Eltern lernen die Heranwachsenden meist nicht die Grundprinzipien: „Schüler haben oft keinerlei Vorstellung, wie ein Betrieb funktioniert", beobachtet Anke Papke, Direktorin des Bankenverbands. (...)

Je weiter sie in den Schulstufen nach oben kommen, desto weniger Wirtschaft wird in der Regel unterrichtet", fasst Hans Kaminski die Lage zusammen. Der Professor für Wirtschaftsdidaktik an der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität befasst sich seit längerem mit dem Phänomen mangelnder Wirtschaftskompetenz. (...)

Das Engagement der Wirtschaft hält Kaminski für wichtig: „Aber solche Veranstaltungen finden oft ohne Einbindung in ein Gesamtkonzept statt. Bei Happenings sinkt die Lernkurve recht schnell." Und völlig uneigennützig engagieren sich manche Unternehmen auch nicht.(...)

Quelle: Börse Online

URL: www.boerse-online.de

03.09.2007
Presseartikel

Rezension: Mehr Wirtschaft in die Schule

Initial für dieses Buch war eine Podiumsdiskussion der Stiftung „Jugend und Bildung" im Jahr 2006.

Die Stiftung, Herausgeberin des Bandes „Mehr Wirtschaft in die Schule" weiß, wie ökonomische Bildung derzeit in Deutschland organisiert ist. Wirtschaft ist immer noch eine Herausforderung für den Unterricht, wie es im Untertitel heißt, und wird nicht systematisch an den Schulen unterrichtet. Ökonomische Bildung ist in allen  Bundesländern unterschiedlich im Unterricht repräsentiert.

Die Autoren Hans Kaminski und seine Kollegen vom Institut für Ökonomische Bildung an der Uni Oldenburg wollen mit ihrem Buch daher ein Curriculum für das Schulfach Wirtschaft schaffen.

(...)


Die Autoren liefern Schulleitern und Fachlehrern wertvolle Argumentationshilfen. Konzepte und Unterrichtsbeispiele informieren darüber, welche Wege Lehrer einschlagen können.

(...)

Quelle: Handelsblatt

URL: www.handelsblatt.de

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27.08.2007

Warum wissen wir so wenig über Wirtschaft?

Um die ökonomische Bildung ist es in Deutschland schlecht bestellt. Vor allem Jugendliche haben große Wissenslücken. Denn im Klassenraum lernt der Nachwuchs nicht, wie die Wirtschaft funktioniert.

Soziale Marktwirtschaft? Nie gehört. Globalisierung? Keine Ahnung. Angebot und Nachfrage? Nur ein blasser Schimmer. Wenn es um Ökonomie geht, sind viele Deutsche ratlos. Das wirtschaftliche Wissen, oder besser: Unwissen, gerade vieler Jugendlicher ist erschütternd.

(...)

"Ökonomische Bildung findet in Schulen nur zufällig, nicht systematisch statt", erklärt Hans Kaminski, Professor für Wirtschaftswissenschaft und Didaktik an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, den Bildungsnotstand. "Bei den Schulplanern der Bundesrepublik steht sie nicht sehr hoch im Kurs". Wirtschaftliche Kenntnisse sollen gefälligst die Unternehmen und die berufsbildenden Schulen vermitteln; die allgemeinbildenden Schulen sind dafür zu fein.

(...)

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

URL: www.faz.net

20.08.2007
Presseartikel

Finanzkenntnisse junger Menschen bleiben mangelhaft

Den Unterschied zwischen Aktien und festverzinslichen Papieren kann nach einer Studie der Commerzbank nur etwa die Hälfte der Deutschen richtig erklären. Dies ist nur ein Beleg dafür, dass die finanzielle Allgemeinbildung dringend verbessert werden muss.

(…)

Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) fordert daher schon seit zehn Jahren die flächendeckende Einführung des Schulfachs Wirtschaft. „Die nicht vorhandenen wirtschaftlichen Kenntnisse in breiten Teilen der Bevölkerung sind einer der „Die Kultusminister haben akzeptiert, Hauptgründe für die niedrige Aktionärsquote in Deutschland“, sagt Franz-Josef Leven vom DAI.

dass Wirtschafts- und Finanzkenntnisse  Teil der Allgemeinbildung sind“, sagt Anke Papke vom Bankenverband. Es reiche aber nicht aus, ökonomische Lehrinhalte an andere Fächer anzudocken. Nach einem Ergebnis der Jugendstudie 2006 des Bankenverbandes fordern selbst drei Viertel der Schüler, Wirtschaft als eigenes Schulfach zu etablieren.

Im Moment fehlen dafür noch qualifizierte Lehrer. Zehn Bundesländer beteiligen sich daher an dem Projekt „Ökonomische Bildung online“. In einer Mischung aus Online- Kursen und Präsenzveranstaltungen können Lehrer dort Zusatzqualifikationen erlangen. Mehr als 400 Lehrer haben an den von der Universität Oldenburg entwickelten Fortbildungen bereits teilgenommen. „Gerade beim Thema Finanzen ist schlechter Unterricht gefährlich“, sagt Institutsleiter Hans Kaminski „Der Flaschenhals bleibt daher zurzeit die Lehrerqualifikation.“

(…)

Quelle: Handelsblatt

URL: www.handelsblatt.de

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16.08.2007

Neuerscheinung: Mehr Wirtschaft in die Schule - Herausforderung für den Unterricht

Wissenschaftler und Praktiker vom Oldenburger Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) vermitteln in Praxisratgeber Grundlagen zur Gestaltung des Faches Wirtschaft in Schulen.
"Die Ökonomie beherrscht das öffentliche Leben und beeinflusst die private Existenz und ist damit im gesellschaftlichen wie im privaten Raum allgegenwärtig. Deswegen gehört die Ökonomie unbedingt in die Schule", fordert Steffen Flath, Staatsminister für Kultus in Sachsen in seinem Grußwort. Untermauert wird diese Forderung durch Ergebnisse aktueller Studien. So haben nach Informationen der Schufa schon 18-19-Jährige Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1.800 Euro. Wie aber können Schule und Unterricht unseren Jugendlichen eigenverantwortliches Wirtschaften, einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld und eine nachhaltige Zukunftsvorsorge beibringen? In ihrem Praxisratgeber mit beiliegender CD-Rom erhalten Lehrer einen aktuellen Überblick über Wissenschaft und Forschung sowie eine Fülle konkreter Anregungen und Materialien für den Unterricht. Wie der Titel bereits verspricht, ist "Mehr Wirtschaft in die Schule" mit der Forderung nach einem eigenständigen Unterrichtsfach "Ökonomie" verbunden, gibt aber auch die nötigen Impulse zu ihrer Erfüllung. Die Autoren stellen vor, wie ein Curriculum "Wirtschaft" an allgemein bildenen Schulen auszusehen hätte. Damit könnte Ökonomie zusammenhängend und der Komplexität des Themas gerecht werdend in einem eigenständigen Schulfach unterrichtet werden. Herausgegeben wird das Werk von der Stiftung Jugend und Bildung sowie vom Bundesverband deutscher Banken, dem BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. sowie dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

15.08.2007
Presseartikel

Wenn Lehrer auf Zeit Wirtschaft unterrichten

Dass Wolfgang Glauner wieder zur Schule geht, hat er dem Projekt „Mitarbeiter machen Schule“ zu verdanken. Nur manchmal natürlich und dann auch nur als „Lehrer auf Zeit“. Die Mitarbeiterbesuche in den Schulen werden von der Initiative „Handelsblatt macht Schule“ organisiert. Ziel ist es, Schüler der Sekundarstufe II mit Leuten aus der Praxis zusammenbringen.

(...)

Für das Verständnis des komplexen Themas sei es wichtig gewesen, dass sich die Schüler mit dem Unterrichtsband „Unternehmen und Strukturwandel“ auf den Unterrichtsbesuch vorbereiten konnten. Der im Frühjahr erschienene Band wurde von „Handelsblatt macht Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ökonomische Bildung in Oldenburg entwickelt.

Wolfgang Glauner war erstaunt, wie intensiv sich die Schüler bereits mit dem Thema auseinander gesetzt hatten. Die Interesse der Schüler, sich mit dem Thema Wirtschaft zu beschäftigten nehme insgesamt zu, so Rauschnabel. 20 Schüler der 12.Klasse hätten das Neigungsfach Wirtschaft gewählt. Die Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde hat extra eine Zusatzausbildung gemacht, um das Fach unterrichten zu können.

Wolfgang Glauner war erstaunt, wie intensiv sich die Schüler bereits mit dem Thema auseinander gesetzt hatten. Die Interesse der Schüler, sich mit dem Thema Wirtschaft zu beschäftigten nehme insgesamt zu, so Rauschnabel. 20 Schüler der 12.Klasse hätten das Neigungsfach Wirtschaft gewählt. Die Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde hat extra eine Zusatzausbildung gemacht, um das Fach unterrichten zu können.

(...)

Quelle: Handelsblatt
URL: www.handelsblatt.de

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15.08.2007

Die Milliardensummen,

die die Zentralbanken in den Geldmarkt gepumpt haben, sollen Engpässe bei der Liquidität der Banken verhindern. "Ängste und plötzliche Risiken lassen jede Bank vorsichtiger handeln, um nicht später mit großen Verlusten konfrontiert zu werden", so Prof. Dr. Hans Kaminski vom Institut für Ökonomische Bildung (IÖB).

(...)

Damit der Geldmarkt nicht "austrocknet", führen die Zentralbanken frisches Geld zu.

Quelle: Nord-West-Zeitung

URL: http://www.nwz-online.de/