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2019

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01.04.2019

Economic Youth Summit 2019 in Frankfurt am Main – Digital World

Am 11. und 12. März 2019 war es zum vierten Mal soweit: Die feierliche und zugleich inhaltliche Jahresabschlussveranstaltung des Programms „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“, der Economic Youth Summit (EYS), fand in Frankfurt am Main zu aktuell brisanten wirtschaftsethischen Fragestellungen statt. Unter dem Jahresmotto „Digitale Assistenten“ widmete sich die diesjährige Abschlussveranstaltung der Fragestellung: „Digital World – wohin geht die Reise in der Zukunft?“

Nach einem ersten begeisternden Get together, durchgeführt von step into action, haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Veranstaltungstag zunächst inhaltlich mit den digitalen Themenfeldern e-Life, e-School, e-Mobility und e-Health auseinandergesetzt, um diese in Kombination mit den grundlegenden Themen des Programms (Wirtschaft und Ethik) am Abend unter Anleitung des Rap-Künstlers Alexander Wassilenkos künstlerisch aufzubereiten.

Der Morgen des zweiten Tages begann mit einer Begrüßung durch Peter Kleinschmidt (PwC GmbH WPG) und einem digitalen Auftakt, welcher ein Meinungsbild der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum aktuell stattfindenden digitalen Strukturwandel einholte. Im Anschluss bereiteten die Schülerinnen- und Schülerdelegationen der am Programm beteiligten Schulen aus Baden-Württemberg und Bayern unter Leitung des Centrums für angewandte Politikforschung engagiert einen Business-Lunch mit Expertinnen und Experten vor. Hierfür arbeiteten sie inhaltliche Projektideen zu den vier digitalen Themenfeldern vom Vortag aus. Anschließend sind diese im Rahmen des Business-Lunches einem Reality-Check durch Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik unterzogen worden. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an:

Carla Dossenbach (Mitgründerin und Koordinatorin bei step into action)

Andri Heimann (Unternehmensentwicklung bei step into action)

Alia Pagin (Medienpädagogin und Lehrbeauftragte bei Digitale Helden gGmbH)

Martin Stiller (Bereich politische Kommunikation für die Fraport AG)

Christoph Stürmer (Industrie-Analyst des Prognoseteams PwC Autofacts)

Dirk Heuser (Leiter Marketing & Kommunikation Urban Institute GmbH)

Antonio Jorba (Leiter IT-Operations bei COUNT+CARE)

Vivienne Mekhzoum (Projektmitarbeiterin des Kompetenzzentrums für Telemedizin & E-Health des Landes Hessen)

Sven Rolka (Projektmitarbeiter des Kompetenzzentrums für Telemedizin & E-Health des Landes Hessen)

Thomas Hilgenberg (Techniker Krankenkasse Landesvertretung Hessen)

Der Reality-Check gipfelte in einem Experten-Spotlight, welcher informative Einblicke in die derzeitigen Entwicklungen und das Innovationspotenzial der vorgestellten Schülerinnen- und Schülerideen bot. Sie erhielten viel positives Feedback für ihre Kreativität und das Engagement. Darüber hinaus sind die Vorteile und Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung sowie wirtschaftsethische Fragen deutlich geworden.

Für die Lehrkräfte wurde ein vom Institut für Ökonomische Bildung moderiertes Begleitprogramm zu dem unterrichtlichen Themenschwerpunkt „Nachhaltiger Tourismus der Zukunft (einschl. eMobility-Konzepte)!?“ organisiert. Einen informativen Einblick in die derzeitigen Entwicklungen bot sich den Lehrkräften durch eine eigenständig durchgeführte Expertenbefragung. Mit Professorin Dr. Kerstin Wegener (Studiengangsleitung Tourismusmanagement an der Frankfurt University of Applied Sciences) diskutierten sie die ökologische und soziale Dimension, die Möglichkeiten staatlicher Eingriffe und Unternehmensstrategien in Zeiten der Digitalisierung im nachhaltigen Tourismus.

Den Abschluss des Programmjahres bildete die feierliche Übergabe der Programmzertifikate für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte durch Lutz Roschker (Vorstand PwC-Stiftung) und Dr. Philipp Bocks (Geschäftsleiter Programmbereich der Karl Schlecht Stiftung).

Die offizielle Programm-Homepage finden Sie unter: www.wirtschafts-forscher.de

20.03.2019

12. Tag der ökonomischen Bildung in Oldenburg zum Thema Strukturwandel

Knapp 160 Lehrkräfte, Referendare und Interessierte kamen auf Einladung des VÖBAS e. V. am vergangenen Freitag, den 15. März 2019 zum 12. Tag der ökonomischen Bildung nach Oldenburg. In diesem Jahr stand die Tagung unter dem Thema: „Strukturwandel. Die Weltwirtschaft von morgen“.

Nach Grußworten von Prof. Dr. Dirk Loerwald, Professur für Ökonomische Bildung und stellv. Geschäftsführer des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) sowie Michael Math aus dem niedersächsischen Kultusministerium hielt Herr Prof. Dr. Werner Abelshauser aus der Universität Bielefeld einen Fachvortrag zum Thema „Die wahre Revolution. Strukturwandel in historischer Perspektive“.  

Während dieser die aktuellen Veränderungsprozesse in die Kontinuitäten deutscher Wirtschaftsgeschichte einordnete, betonten in der anschließenden Podiumsdiskussion Dr. Thomas Hildebrandt (Oldenburgische Industrie- und Handelskammer), Johannes Katzan (IG Metall), Kristjan Messing (Agentur für Arbeit) und Prof. Dr. Rudolf Schröder (Universität Oldenburg/IfÖB) eher die disruptiven Tendenzen des digitalen Wandels. Dessen Herausforderungen machen neue Geschäftsmodelle, neue Formen der Arbeitsorganisation, neue Beratungskonzepte und erhebliche Bildungsanstrengungen erforderlich.

Nach einer Mittagspause wurden in sechs verschiedenen Workshops die Auswirkungen der Digitalisierung am Beispiel der Automobilbranche und des Finanzsektors sowie mit Blick auf den Wirtschaftsunterricht, das Betriebspraktikum und die berufliche Orientierung vertieft.

Der in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen aktive Lehrerverband VÖBAS hat sich zum Ziel gesetzt, die ökonomische Bildung an allen allgemein bildenden Schulen zu fördern, die Fortbildung und den Erfahrungsaustausch der Lehrkräfte zu unterstützen sowie die fachlichen Interessen seiner Mitglieder zu vertreten.

Ein ausführlicher Tagungsbericht und Workshopmaterialien finden sich auf der Homepage (http://www.voebas.de/) in der Rubrik „Tag der ökonomischen Bildung Niedersachsen/Bremen“.

Foto links: Prof. Dr. Werner Abelshauser

Foto rechts: Podiumsdikussion, v. l. n. r.: Dr. Thomas Hildebrandt, Prof. Dr. Rudolf Schröder, Prof. Dr. Werner Sbelshauser, Dr. Michael Koch (Moderation/IÖB), Kristjan Messing, Johannes Katzan

© IÖB/wigy e. V.

11.03.2019

Herausforderungen der Digitalisierung im Zentrum des 6. Tag der ökonomischen Bildung in Münster

Die Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft, Schule und Politik standen im Zentrum des 6. Tags der ökonomischen Bildung NRW, zu dem am 07. März 2019 knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung des VÖBAS e. V. und des gastgebenden IÖB Münster zusammengekommen waren.

In ihrer Eröffnungsrede setzte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Anja Karliczek, deutliche politische Akzente und riet, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen: „Wir müssen weiter intensiv in Bildung und Forschung investieren! Wir müssen lernen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Dabei möchten wir die Menschen beim Lernen unterstützen. Die Lehrenden und die Lernenden. Fangen wir mit den Schülern an. Unsere jungen Menschen wachsen in der digitalen Welt auf. Wir müssen sie nun in die Lage versetzen, sie gestalten zu können.“ Neben einer digitalen Bildung, die sich nicht in einem „Unterricht mit digitalen Mitteln“ erschöpfen dürfe, sondern deren kritische Reflexion einschließen müsse, bedürfe es zudem einer dem Verständnis grundlegender wirtschaftlicher Zusammenhänge dienenden ökonomischen Bildung.

Nach dem Fachvortrag von Dr. Alexander Del Toro Barba, Machine Learning Product Specialist bei Google Europe, über aktuelle Trends des Maschinenlernens und der künstlichen Intelligenz folgte eine Podiumsdiskussion, in der Dr. Alexander Del Toro Barba, Dr. Vera Demary (Institut der deutschen Wirtschaft Köln), Petra Maier (Verbraucherzentrale NRW) und Theo Wübbels (Agentur für Arbeit Ahlen-Münster) die Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft, Schule und Politik aus Sicht der verschiedener Perspektiven kontrovers erörterten. Großen Anklang fanden die im Anschluss stattfindenden unterrichtsbezogenen Workshops „Entwurf des neuen Kernlehrplans Wirtschaft-Politik für die Sekundarstufe I des Gymnasiums“, „Kostenlos, aber nicht umsonst. Apps und Datensammler“ sowie „Abschaffung des Lehrers? Die Veränderung der Lehrerrolle im digitalen Zeitalter“.

Ein ausführlicher Tagungsbericht und Workshopmaterialien finden sich auf der Homepage (http://www.voebas.de/) in der Rubrik „Tag der ökonomischen Bildung NRW 2019“.

Die Eröffnungsrede von Frau Karliczek (MdB) können Sie hier nachlesen.

Foto links: Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Foto rechts: Podiumsdiskussion, v. l. n. r.: Petra Maier, Theo Wübbels, Dr. Karl-Josef Burkard, Dr. Vera Demary, Dr. Alexander Del Toro Barba

© wigy e. V.

01.03.2019

IÖB, IfÖB und wigy auf der DeGÖB-Tagung vertreten

Auch in diesem Jahr nahmen Mitarbeiter*innen aus dem IÖB, dem IfÖB und des wigy e. V. an der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung (DEGÖB) teil, die vom 25. bis 27. Februar an der TU Dortmund zum Rahmenthema „Ökonomische Bildung und Innovation“ stattfand.

Im Rahmen des Auftakts wurde Eike Kruse, Mitarbeiter des IfÖB, für das auf sein Promotionsthema bezogene Poster „Lernaufgaben und kognitive Aktivierung in der ökonomischen Bildung“ mit dem ersten Platz im von der Joachim-Herz-Stiftung ausgeschriebenen Posterwettbewerb gekürt. Ziel der in diesem Zusammenhang am nächsten Tag durchgeführten Postersession war die Vorstellung von Forschungsarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der wissenschaftliche Austausch mit allen Teilnehmer*innen. Auch Tina Fletemeyer (ebenfalls IfÖB) stellte im Zuge dessen ihr Poster zu ihrem Promotionsthema „Überzeugungen von Lehrpersonen zur Beruflichen Orientierung“ vor.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen beider Institute nutzten darüber hinaus das Zusammentreffen für die Vorstellung innovativer Forschungsprojekte aus Oldenburg. So präsentierten Prof. Dirk Loerwald, Eike Kruse und Markus Allbauer die Ergebnisse einer Interventionsstudie zum Einfluss ausgewählter Gestaltungsparameter auf den Lernerfolg, zu deren Erforschung Experimente im Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung (OX-Lab) durchgeführt wurden. Weiter setzte sich Dr. Michael Koch in einem Workshop mit der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in der ökonomischen Bildung als Instrument und Gegenstand von Innovationsprozessen, unter der Beachtung internetgestützter Umsetzungsformen, auseinander. Stephan Friebel-Piechotta erläuterte ausgewählte Ergebnisse seiner Studie zu Vorstellungen von Wirtschaftslehrpersonen zum Modelldenken im Ökonomieunterricht. Und in Form eines Symposiums diskutierten Prof. Rudolf Schröder, Prof. Thomas Retzmann (Universität Duisburg-Essen) und weitere Kolleg*innen Forschungsfragen und -vorhaben zur inklusiven Beruflichen Orientierung.

Während der insgesamt dreitägigen Veranstaltung konnten so aktuelle Entwicklungen und Themen im Bereich der ökonomischen Bildung erörtert und diskutiert sowie ein reger Austausch mit den Kolleg*innen angestoßen werden.

Bildnachweis: IÖB