Aktuelle Meldungen

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2020

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04.02.2020

Die eigenen Ziele und Strategien im Blick

Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) hat in einem konstruktiven Prozess mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) – wie alle anderen niedersächsischen An-Institute auch – Zielvereinbarungen zur strategischen Weiterentwicklung formuliert. Hintergrund ist die Fokussierung des Beitrags der An-Institute auf die jeweils zu bearbeitenden ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die übergeordneten Ziele des IÖB in diesem Zusammenhang liegen in der Stärkung des Wissenstransfers, dem Ausbau von Kooperationen und der Konkretisierung des eigenen Forschungsprofils.

Mit Unterzeichnung der Zielvereinbarung durch Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler und dem wissenschaftlichen Leiter des IÖB - Prof. Dr. Dirk Loerwald – stehen die Eckpfeiler für die kommenden fünf Jahre fest. Neben dem Erhalt des Bewährten, gilt es zukunftsfähige Elemente aufzubauen und zu stärken. Besonderes Augenmerk kommt der empirischen Lehr-Lern-Forschung zuteil, deren Etablierung bereichsübergreifend als zentrales Entwicklungsziel des IÖB verstanden wird. Darüber hinaus wird das IÖB den Transfer von Erkenntnissen in verschiedene Zielgruppen professionalisieren, die Grundlagenforschung mit Bezug zum Praxisfeld intensivieren und die nationale und internationale Verbundforschung systematisch ausbauen.

Die individuell mit dem IÖB vereinbarten Schwerpunkte sind Teil der Unterzeichnung von Zielvereinbarungen mit anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen des MWK. Mehr dazu unter dem Link hier.

23.01.2020

Besuch aus dem Landtag am IÖB

Im Rahmen ihres Seminars im Modul „Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Europäische Union“ begrüßten Eike Kruse und Arne Stemmann am Mittwoch (22.01.2020) den Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Stephan Siemer (CDU) zu einem Gastvortrag am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB).

Auf dem Foto (v. l.): Arne Stemmann, Dr. Stephan Siemer (CDU), MdL und Eike Kruse

Unter dem Titel „Europäische Union – aktuelle Herausforderungen und Probleme“ berichtete Herr Siemer aus der Perspektive der niedersächsischen Landespolitik, welche Relevanz wirtschafts- und europapolitische Themen gegenwärtig besitzen. Besonders deutlich wurde dies am Beispiel des bevorstehenden BREXIT und der weiterhin offenen Frage, wie die zukünftige Kooperation zwischen der EU und Großbritannien aussehen könnte.

Im Hinblick auf die zukünftige Rolle Europas in der Welt verwies Herr Siemer auf Prognosen zur demographischen Entwicklung und die Konkurrenz in einer globalen, vernetzen Wirtschaft durch aufstrebende Volkswirtschaften wie China oder Indien. Als Problem in der Europäischen Union wurde die fehlende Einigkeit der Mitgliedsstaaten in der Migrationspolitik beschrieben, aber auch die weiterhin bestehende Problematik der Staatsverschuldung und die mangelnde Bereitschaft zu Reformen angeführt, so beispielsweise in Italien.

Nach einem ca. 30-minütigen Vortrag von Herrn Siemer folgte ein reger Austausch mit den Studierenden des Seminars, die etwa zum Umgang mit der veränderten Handelspolitik unter US-Präsident Donald Trump Fragen stellten oder zur Klimapolitik, die auf europäischer Ebene von der neuen EU-Kommission unter dem Motto „Green Deal“ gerade auf die politische Agenda gesetzt wird.

In seinem Fazit versuchte Herr Siemer abschließend zu verdeutlichen, dass angesichts der zukünftigen Herausforderungen eine konstruktive Zusammenarbeit der Nationalstaaten notwendig sei, um gemeinsame Lösungen zu erreichen. Für die weitere Diskussion im Seminar lieferte der Gastvortrag wertvolle Impulse, wie die Reflexion des Praxiskontaktes im Anschluss an die Veranstaltung zeigte.

15.01.2020

Tage der ökonomischen Bildung 2020 in Oldenburg und Münster

Der VÖBAS e. V. (Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen) richtet in 2020 erneut die Tage der ökonomischen Bildung für Lehrkräfte aller ökonomisch bildenden Fächer aus.

Der 13. Tag der ökonomischen Bildung für Bremen und Niedersachsen findet am 20. März 2020 von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum Thema „Klimawandel als Herausforderung für die ökonomische Bildung“ statt. Die einführenden Fachvorträge halten:

  • Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance, zum Thema: „Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende“ sowie
  • Prof. Dr. Nick Lin-Hi, Professur für Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta, zum Thema „Klimaschutz 4.0: „Warum wir Disruptionen brauchen und Wirtschaftsethik neu gedacht werden muss“.

Am Nachmittag wird die Tagungsthematik in fünf praxis- und unterrichtsbezogenen Workshops konkretisiert und vertieft.

Der 7. Tag der ökonomischen Bildung NRW steht ebenfalls unter dem Titel „Klimawandel als Herausforderung für die ökonomische Bildung“. Er findet am 10. März 2020 von 08.30 bis 15.30 Uhr in der Universität Münster statt. Die einführenden Fachvorträge halten:

  • Prof. Dr. Barbara Praetorius, Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie, zum Thema „Ökonomische Herausforderungen des Klimawandels“ sowie
  • Prof. Dr. Franziska Birke, Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, zum Thema: „Globale Umweltprobleme und Umweltpolitik in der ökonomischen Bildung – fachdidaktische Ansätze“.

Im Anschluss werden fünf praxis- und unterrichtsbezogenen Workshops die Tagungsthematik konkretisieren und vertiefen.

Programm und Anmeldung unter: http://www.voebas.de/

05.12.2019

AG BFN Tagung zur Beruflichen Orientierung in Münster

Am 25. und 26. November 2019 fand an der WWU Münster die Tagung „Entwicklungen und Perspektiven in der Berufsorientierung - Stand und Herausforderungen“ statt, welche von der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) ausgerichtet wurde.

Das AG BFN-Forum widmete sich verschiedener Handlungs- und Forschungsfelder von Berufsorientierung, in denen Berufswahl als lebenslange Laufbahngestaltung verstanden wird. Die Berufliche Orientierung erfordert die Einbindung unterschiedlicher Institutionen und Akteur*innen der allgemeinen und beruflichen Bildung. Im Fokus standen dabei die Diagnostik in der Berufsorientierung, die berufliche Entwicklung über die Lebensspanne und die Förderung erfolgreicher Laufbahnen, Konzepte domänenspezifischer Beruflicher Orientierung sowie die Akteur*innen in der Berufsorientierung.

Auch Mitarbeiter*innen aus dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) konnten im Rahmen der Tagung ein neues Projekt vorstellen, das sich mit der selbständigen Erwerbsarbeit im Rahmen der Beruflichen Orientierung befasst und von der Hermann-Leverenz-Stiftung finanziert wird. Ziel des Projektes ist es, die Auseinandersetzung mit selbständiger Erwerbsarbeit im Rahmen der Beruflichen Orientierung zu stärken, wobei auch die fachdidaktischen Schnittstellen zur ökonomischen Bildung beleuchtet werden sollen. Hierfür werden u. a. verschiedene Unterrichtsmaterialien sowie Lehrerhandreichungen konzipiert, die in der Schulpraxis evaluiert werden sollen. Die schulpraktische Umsetzung findet an gymnasialen Schulformen in Bremen statt. Da selbständige Erwerbsformen im Rahmen der schulischen Beruflichen Orientierung bisher eine untergeordnete Rolle spielen, soll mithilfe des Projektes ein Reflexionsprozess gefördert werden, der die Selbständigkeit als mögliche Anschlussalternative bzw. als berufliche Option befördert.  

Weiterführende Informationen über das AG BFN-Forum in Münster erhalten Sie hier.