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2019

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23.01.2019

„Marketing Digitally“ – ein neues Projekt zum Thema „Digital Literacy in Entrepreneurship“

Wenige Tage vor dem Jahreswechsel reisten Mitarbeiter der Internationalen Abteilung des IÖB nach Konya, in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mitten in der Türkei . Dort nahmen sie an der Auftaktsitzung des Projektes „MARKETING DIGITALLY“ teil, das im Rahmen des EU-geförderten Programms Erasmus+ in den kommenden zwei Jahren realisiert wird.

Das Projekt „MARKETING DIGITALLY“ zielt auf die Entwicklung der Kompetenzen von Lehrkräften und Multiplikatoren sowie auf die Erweiterung des Lernangebotes innerhalb der horizontalen und sektoralen Prioritäten der EU und speziell des Erasmus+-Programms ab. Mit seinem speziellen Fokus, das aktuell in der EU als neues Entwicklungsfeld verstanden wird, unterstützt das Projekt - je nach Partnerland – benachteiligte Gruppen, die ihre Fähigkeiten im Bereich des digitalen Marketings verbessern wollen. In der Türkei wären es z. B. junge benachteiligte Unternehmerinnen und Unternehmer (oder auch ältere Schülerinnen und Schüler aus strukturschwachen Regionen, Menschen mit Migrationshintergrund). Entstehende Produkte sollen außerdem die Kompetenzen der Lehrkräfte mit Hilfe von speziellen Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien unterstützen. Das nachhaltige Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer E-Learning-Plattform sowie die Gründung eines Multiplikatoren-Netzwerkes im Bereich „Teaching Digital Marketing for Socially Disadvantaged Entrepreneurs“.

Die heutige Lage auf dem sowohl europäischen als auch internationalen Arbeitsmarkt lässt sich im Hinblick auf die Verbreitung der digitalen Technologien durch die ständig steigende Nachfrage nach IT-Kenntnissen und der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen beschreiben. So werden in Europa bis 2020 schätzungsweise 765.000 Arbeitsplätze im IT-Bereich unbesetzt bleiben. Auf der anderen Seite erzeugen jetzt schon europäische Unternehmen immer größere Anteile ihres Umsatzes im Internet. Infolgedessen geraten digitale Schlüsselkompetenzen immer mehr in den Fokus diverser europaweiter Bildungsinitiativen. Diese Thematik bildet ebenfalls die Kernidee des Projektes „MARKETING DIGITALLY“ ab, das von den Partnern aus der Türkei, Portugal, Spanien, Italien und Deutschland realisiert wird. Die Projektpartner sind fest davon überzeugt, dass die Digitalisierung von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung neuer Berufe sein wird und sich daraus entsprechend Anforderungen an einschlägigen Fähigkeiten ableiten lassen.

Am Rande der Arbeitsgespräche konnten Projektteilnehmer die weltberühmte türkische Gastfreundschaft und Küche genießen. Außerdem bekamen sie einen ersten Einblick in die Geschichte und Kultur des Landes und der Region.

Über das erste Projekttreffen wurde in der regionalen Presse ausführlich berichtet (auf Türkisch):

Zeitungsbericht: http://www.memleket.com.tr/dijital-pazarlama-toplantisi-yapildi-1597002h.htm

Video: https://youtu.be/-0RZRVQYp2s

Das nächste Projekttreffen findet im April 2019 in Oldenburg statt.

Bildnachweis: IÖB

18.01.2019

Handelsblatt Newcomer: Ausgabe 52

Heute erscheint die 52. Ausgabe des Handelsblatt Newcomers, der kostenlosen Wirtschaftszeitung für Jugendliche aller Schulformen ab der Jahrgangsstufe acht. Und mit der ersten Ausgabe im neuen Jahr begrüßt der Newcomer auch herzlichst seinen neuen Partner, die Deutsche Börse.

Aus aktuellem Anlass befasst sich der Newcomer mit der Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G durch die Bundesnetzagentur. In diesem Zusammenhang wird die Relevanz eines schnellen Netzes für den Wirtschaftsstandort Deutschland geschildert. Ähnlich bedeutend ist der technologische Fortschritt – insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Die Bundesregierung bezeichnet KI als „Querschnittstechnologie“, insofern ist davon auszugehen, dass sich alle Bereiche der Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und des Alltagslebens den Einflüssen der KI langfristig anpassen werden müssen.

Weitere spannende Themen sind die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, Reed Hastings Erfolg mit seiner Streaming-Plattform Netflix, die Vor- und Nachteile durch die Nutzung digitaler Plattformen, der Lehrermangel in Deutschland sowie die Probleme für unsere staatliche Rentenversicherung durch den demografischen Wandel.

Der Newcomer wird seit 2008 in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt bundesweit herausgegeben. Lehrkräfte finden kostenlose Bestellmöglichkeiten unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

18.12.2018

Berufsorientierung im deutsch-polnischen Grenzraum: Das IÖB unterstützt die Realisierung eines dreijährigen Projektes (2018-2021)

Das Projekt „Grenzenlos lernen – grenzenlos arbeiten – grenzenlos leben“ wird im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung INTERREG durchgeführt. Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Förderung eines komplexen Angebots im Bereich der Berufsorientierung für Kinder und Jugendliche aus den grenznahen Regionen der Lebuser Woiwodschaft und des Bundeslandes Brandenburg durch die fachliche und fachdidaktische Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer. Dazu werden unter anderem wissenschaftlich fundierte und praktisch hilfreiche Materialien sowie die Informationen zur Berufsorientierung aufbereitet, die die Lehrpersonen in der Gestaltung der schulischen Berufsorientierung unterstützen. Neben dem Institut für Ökonomische Bildung sind am Projekt folgende sechs Projektpartner beteiligt: IHK Projektgesellschaft mbH (Koordinator, Frankfurt/Oder), Handwerkskammer (Frankfurt/Oder), Lubuska Sieć Innowacji, Wojewódzki Zakład Doskonalenia Zawodowego, Wojewódzki Ośrodek Metodyczny (alle drei aus Gorzów Wielkopolski) und die Gemeinde Strzelce Krajeńskie.

Ansprechpartner des INTERREG-Projekts in Oldenburg sind Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski und Dr. Vitali Altholz.

22.11.2018

„Schüler sollten grundlegende Zusammenhänge der Wirtschaft verstehen!“ – Interview mit Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski

In einem Interview mit dem Beratungsportal finanzen.de spricht Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski über die Bedeutung der ökonomischen Bildung und über den wigy e. V.: „In unserem Verständnis ist ökonomische Bildung Allgemeinbildung, Bildung für alle Kinder und Jugendlichen sowie ein Beitrag zum selbstbestimmten Handeln im Alltag als Verbraucher, Erwerbstätiger, Wirtschaftsbürger, Kreditnehmer oder Anleger. Sie gibt Auskunft über Handeln unter Knappheitsbedingungen. Ständig werden auch die Schüler mit Knappheit konfrontiert – bei der Jobsuche, an der Tankstelle, beim Einkaufen. Wer im Alltag selbstbestimmt agieren will, wer die Welt verstehen und mitgestalten will, der muss die Grundlogik der Wirtschaft verstehen.“

Im Wirtschaftsunterricht geht es dabei „vor allem um grundlegende Zusammenhänge von Wirtschaft und Gesellschaft. […]“ Wer zum Beispiel über den Brexit mitreden wolle, solle wenigstens zwischen einer Zollunion und einer Freihandelszone unterscheiden können. „[…]Wir reden hier über das kleine Einmaleins der Wirtschaft und darüber, Zusammenhänge zu verstehen und Einordnungen vornehmen zu können“, betonte Prof. Kaminski.

Dürfte Prof. Kaminski einen freien Wunsch an die Landesregierung richten, wäre es: „Den bildungspolitischen Flickenteppich in der Bundesrepublik aufzulösen. […]“ Dazu gehört auch, Lehrpläne für Wirtschaftsunterricht zu entwickeln, die für ganz Deutschland Gültigkeit haben. „Die Notwendigkeit ökonomischer Grundkenntnisse ist unabhängig von den höchst „feinsinnigen“ Unterscheidungen im Bildungsföderalismus.“

Hier gelangen Sie zum vollständigen Interview:

https://www.finanzen.de/news/18911/schueler-sollten-grundlegende-zusammenhaenge-der-wirtschaft-verstehen