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2018

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02.07.2018

STABILe Unterstützung für die berufliche Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

Unternehmen und Schulen sind nicht selten überfordert, die berufliche Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung angemessen zu unterstützen, weil dem Ausbildungs- und Lehrpersonal Werkzeuge für eine individuell passende Wahl des beruflichen Einsatzbereiches fehlen, welche die Selbsteinschätzung der besagten Zielgruppe angemessen berücksichtigen.

Genau hier setzt das Oldenburger Konsortium im Rahmen des dreijährigen BMBF-Projektes STABIL (Selbstbestimmung und Teilhabe für Alle in Berufswahl und BerufsbILdung) an: Die Unternehmen TARGIS GmbH (Koordinator), embeteco GmbH & Co. KG, die Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V. sowie die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik) und das Institut für Ökonomische Bildung gGmbH wollen mit ihrem gebündelten pädagogischen und technischem Knowhow einen entscheidenden Beitrag zur Selbstbestimmung und beruflichen Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung leisten.

Zur Unterstützung der beruflichen Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung wird von den Partnereinrichtungen ein digitales, interaktives Assistenzsystem auf der Basis von Bildsymbolen entwickelt sowie in Unternehmen und Schulungseinrichtung erprobt und implementiert. Im Sinne einer Unterstützten Kommunikation können Menschen mit geistiger Beeinträchtigung im Gespräch mit dem Lehr- und Ausbildungspersonal ihre beruflichen Interessen und Talente besser reflektieren, sodass passende (theoriereduzierte) Ausbildungsberufe oder Arbeitsplätze und die damit verbundenen Unterstützungsbedarfe zielgerichteter bestimmt werden.

Das IÖB wird vor allem die Implementation des digitalen Assistenzsystems in Schulen und Unternehmen in Verbindung mit der Entwicklung von Lehr-/Lernmaterialien und Fortbildungsmaßnahmen unterstützen.

27.06.2018

Wirtschaftsraum Europa – Warum freier Handel allen nützt

„Die Europäische Union ist heute der am stärksten integrierte Wirtschaftsraum weltweit, ein Wirtschaftsraum der Superlative sozusagen. Und im Rest der Welt gibt es allerorts Bestrebungen, der Europäischen Union nachzueifern, Wirtschaftsräume zu integrieren und den Handel untereinander anzukurbeln. Aber warum eigentlich? Warum wollen alle mitmachen beim internationalen Handel?“

Diese und viele weitere Fragen rund um Europa werden in der „Bürgerinformation Nr. 10 Wirtschaftsraum Europa – Warum freier Handel allen nützt“ beantwortet, die die Wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg – DER KLEINE KREIS e.V. in Zusammenarbeit mit dem IÖB herausgegeben hat, das sich für die Konzeptionierung sowie die inhaltliche Gestaltung verantwortlich zeichnete.

Vor allem einer jungen Zielgruppe soll verständlich erklärt werden, warum das heutige Europa und die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion keineswegs selbstverständlich und deshalb umso schützenswerter sind. Mit Bezügen zum „echten“ Leben in Europa in Form der fiktiven Familie Janssen wird in einer verständlichen Sprache die Geschichte der Europäischen Union bis heute dargestellt und dabei insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung und ihre Bedeutung für Wohlstand und Freiheit beleuchtet.

Für die Vertiefung einzelner Themenfelder enthält die Bürgerinformation zahlreiche Links, die zu weiterführenden Informationen im Internet führen, u. a. auch zu verschiedenen Audio- und Video-Dateien.

Druckexemplare der Bürgerinformation können einzeln oder auch als Klassensatz per E-Mail über info@derkleinekreis.org bestellt werden, ein Download im PDF-Format ist über folgenden Link möglich: www.derkleinekreis.org/wirtschaftsraum-europa/

Broschüre Wirtschaftsraum Europa

22.06.2018

1x1 der Wirtschaft zur Zukunft der Automobile

Gemeinsam mit dem wigy e. V. und in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung organisierte das IÖB bereits zum 17. Mal die beliebte Veranstaltung im Institutsgarten, diesmal unter dem Titel „Mein Auto, dein Auto, unser Auto – Wie bewegen wir uns in der Zukunft?“. Bei herrlichem Sonnenschein begrüßte Professor Dirk Loerwald, stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des IÖB, die rund 120 Gäste der diesjährigen Gartenvorlesung und machte gleich zu Anfang deutlich, das die Automobilbranche in Deutschland erheblich zum Wohlstand beitrage und dass die Deutschen ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Auto haben.  

Die fachliche Einführung in das Thema hat Professor Jorge Marx Gómez, Inhaber der Professur für Wirtschaftsinformatik, übernommen. In einem Impulsreferat stellte er unter anderem heraus, dass städtische Anbieter und Nutzer von Carsharing-Konzepten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, ländliche Gegenden hier jedoch vor großen Problemen stehen. Genau an dieser Stelle setzt sein aktuelles Forschungsprojekt NEMo – „Nachhaltige Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum“ an. Ein zentrales Ziel dieses Projektes ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu Mobilitätsanbietern zu machen und Angebot und Nachfrage mittels einer App zusammenzubringen.

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion tauschten Ulf Koschig (Vierol AG), Klaus Göckler (cambio CarSharing Oldenburg) und Professor Bernd Müller (Oldenburger Amt für Verkehr und Straßenbau) ihre Positionen aus. Während Ulf Koschig sich sicher war, dass die Menschen nicht auf ein eigenes Auto verzichten werden, solange sie es sich leisten können, hielt Klaus Göckler dagegen, dass sich die Zeiten ändern und das Auto für immer mehr Menschen kein Statussymbol mehr darstelle. Bernd Müller stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass sich in den letzten 20 Jahren viel im Bereich der Mobilität geändert hat. Der Besitz eines Autos sei nicht mehr das Erstrebenswerteste, sondern die Flexibilität in der Mobilität. Deshalb sei die Frage, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Mobilität in Zukunft zu sichern, eine der wichtigsten für die Infrastruktur einer Stadt und einer Region.

Fest steht, dass die Automobilindustrie Deutschlands erfolgreichste Branche ist, von der viele Arbeitsplätze in Deutschland abhängen. Am Ende waren sich dann auch alle Diskutanten darin einig, dass man den Menschen die Wahl lassen sollte und ihnen dafür eine flexible Nutzung vielfältiger Verkehrsangebote bieten müsse.

Bei Bratwurst und Bier diskutierten die Gäste und Diskutanten noch lange im Garten des IÖB über dieses spannende Thema.

Ein Video der Veranstaltung finden Sie hier.

     

v. l.: Klaus Göckler (cambio), Ulf Koschig (VIEROL AG), Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski (IÖB), Prof. Dr.-Ing. habil. Jorge Marx Gómez (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB), Dr. Michael Koch (IÖB), Prof. Dipl.-Ing. Bernd Müller (Stadt Oldenburg)

Fotos: IÖB/Markus Hibbeler

11.06.2018

Abschaffung des Bargelds?! – Schüler aus Oldenburg und Kiel gewinnen Schülerwettbewerb econo=me

Am Donnerstag den 07.06.2018 wurden in Köln die Gewinner des bundesweiten Schülerwettbewerbs econo=me gekürt. Erneut war dabei das IÖB für die inhaltlich-didaktische Ausgestaltung, die Auswertung der Beiträge sowie die inhaltliche Vorbereitung der Jurysitzung verantwortlich.

Das Oberthema, das die Schülergruppen in diesem Schuljahr bearbeiten sollten, lautet „Abschaffung des Bargelds?!“. Eingereicht wurden der Jury Beiträge in ganz unterschiedlichen Formaten – in Videoform etwa, als selbst gebaute Websites oder Hörspiele. „Die Vielfalt der produzierten Beiträge zeigt, dass Wirtschaftsthemen Spaß machen können – und es lohnt, sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen“, sagt Kurt von Storch von der Flossbach von Storch Stiftung.

Die Gewinner stammen diesmal überwiegend aus dem Norden Deutschlands: Bei den Schülern der Sekundarstufe I gewann eine Gruppe des Alten Gymnasiums in Oldenburg. Sie überzeugten die Jury mit ihrem Film „Sollte das Bargeld abgeschafft werden?“. Bei der Sekundarstufe II bekamen Schüler des RBZ Wirtschaft aus Kiel und ihr Film „Heist to the future“ die meisten Jury-Punkte. Die Laudation und Preisübergabe übernahm Dr. Michael Koch vom IÖB

„Es ist schön zu sehen, wie intensiv sich die Schüler im Rahmen des Wettbewerbs mit der Aufgabe befassen – und welche Lernerfolge dann am Ende sichtbar werden“, sagt Jurymitglied Prof. Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik von der Wirtschaftsuniversität Wien.

econo=me richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse aus ganz Deutschland. Initiiert haben den Wettbewerb die Flossbach von Storch Stiftung und „Handelsblatt macht Schule“. Schirmherr ist das Bundeswirtschaftsministerium. Die Jury setzt sich aus Experten des Handelsblatts, der Flossbach von Storch Stiftung, IÖB, der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Lehrkräften der Sekundarstufen I und II zusammen. „Wir freuen uns, dass der Wettbewerb so gut angenommen wird. Das bestätigt unsere Einschätzung, dass Wirtschaft nicht dröge, sondern vor allem spannend ist und sich Jugendliche den Themen auf sehr kreative Weise nähern“, sagt Prof. Hans Kaminski, Leiter des IÖB.

Die Sieger-Beiträge können auf der Webseite von „Handelsblatt macht Schule“ gelesen, gehört und angesehen werden: www.econo-me.de. Die nächste Runde des Schülerwettbewerbs econo=me 2018/2019 startet Anfang September 2018 – wieder mit einer aktuellen und die Lebenswirklichkeit Jugendlicher betreffenden Aufgabenstellung.

Die Gewinner des Schülerwettbewerbs econo=me

   

Moderatoren und Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung

Bildnachweis: Uta Wagner