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2019

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20.03.2019

12. Tag der ökonomischen Bildung in Oldenburg zum Thema Strukturwandel

Knapp 160 Lehrkräfte, Referendare und Interessierte kamen auf Einladung des VÖBAS e. V. am vergangenen Freitag, den 15. März 2019 zum 12. Tag der ökonomischen Bildung nach Oldenburg. In diesem Jahr stand die Tagung unter dem Thema: „Strukturwandel. Die Weltwirtschaft von morgen“.

Nach Grußworten von Prof. Dr. Dirk Loerwald, Professur für Ökonomische Bildung und stellv. Geschäftsführer des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) sowie Michael Math aus dem niedersächsischen Kultusministerium hielt Herr Prof. Dr. Werner Abelshauser aus der Universität Bielefeld einen Fachvortrag zum Thema „Die wahre Revolution. Strukturwandel in historischer Perspektive“.  

Während dieser die aktuellen Veränderungsprozesse in die Kontinuitäten deutscher Wirtschaftsgeschichte einordnete, betonten in der anschließenden Podiumsdiskussion Dr. Thomas Hildebrandt (Oldenburgische Industrie- und Handelskammer), Johannes Katzan (IG Metall), Kristjan Messing (Agentur für Arbeit) und Prof. Dr. Rudolf Schröder (Universität Oldenburg/IfÖB) eher die disruptiven Tendenzen des digitalen Wandels. Dessen Herausforderungen machen neue Geschäftsmodelle, neue Formen der Arbeitsorganisation, neue Beratungskonzepte und erhebliche Bildungsanstrengungen erforderlich.

Nach einer Mittagspause wurden in sechs verschiedenen Workshops die Auswirkungen der Digitalisierung am Beispiel der Automobilbranche und des Finanzsektors sowie mit Blick auf den Wirtschaftsunterricht, das Betriebspraktikum und die berufliche Orientierung vertieft.

Der in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen aktive Lehrerverband VÖBAS hat sich zum Ziel gesetzt, die ökonomische Bildung an allen allgemein bildenden Schulen zu fördern, die Fortbildung und den Erfahrungsaustausch der Lehrkräfte zu unterstützen sowie die fachlichen Interessen seiner Mitglieder zu vertreten.

Ein ausführlicher Tagungsbericht und Workshopmaterialien finden sich auf der Homepage (http://www.voebas.de/) in der Rubrik „Tag der ökonomischen Bildung Niedersachsen/Bremen“.

Foto links: Prof. Dr. Werner Abelshauser

Foto rechts: Podiumsdikussion, v. l. n. r.: Dr. Thomas Hildebrandt, Prof. Dr. Rudolf Schröder, Prof. Dr. Werner Sbelshauser, Dr. Michael Koch (Moderation/IÖB), Kristjan Messing, Johannes Katzan

© IÖB/wigy e. V.

11.03.2019

Herausforderungen der Digitalisierung im Zentrum des 6. Tag der ökonomischen Bildung in Münster

Die Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft, Schule und Politik standen im Zentrum des 6. Tags der ökonomischen Bildung NRW, zu dem am 07. März 2019 knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung des VÖBAS e. V. und des gastgebenden IÖB Münster zusammengekommen waren.

In ihrer Eröffnungsrede setzte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Anja Karliczek, deutliche politische Akzente und riet, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen: „Wir müssen weiter intensiv in Bildung und Forschung investieren! Wir müssen lernen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Dabei möchten wir die Menschen beim Lernen unterstützen. Die Lehrenden und die Lernenden. Fangen wir mit den Schülern an. Unsere jungen Menschen wachsen in der digitalen Welt auf. Wir müssen sie nun in die Lage versetzen, sie gestalten zu können.“ Neben einer digitalen Bildung, die sich nicht in einem „Unterricht mit digitalen Mitteln“ erschöpfen dürfe, sondern deren kritische Reflexion einschließen müsse, bedürfe es zudem einer dem Verständnis grundlegender wirtschaftlicher Zusammenhänge dienenden ökonomischen Bildung.

Nach dem Fachvortrag von Dr. Alexander Del Toro Barba, Machine Learning Product Specialist bei Google Europe, über aktuelle Trends des Maschinenlernens und der künstlichen Intelligenz folgte eine Podiumsdiskussion, in der Dr. Alexander Del Toro Barba, Dr. Vera Demary (Institut der deutschen Wirtschaft Köln), Petra Maier (Verbraucherzentrale NRW) und Theo Wübbels (Agentur für Arbeit Ahlen-Münster) die Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft, Schule und Politik aus Sicht der verschiedener Perspektiven kontrovers erörterten. Großen Anklang fanden die im Anschluss stattfindenden unterrichtsbezogenen Workshops „Entwurf des neuen Kernlehrplans Wirtschaft-Politik für die Sekundarstufe I des Gymnasiums“, „Kostenlos, aber nicht umsonst. Apps und Datensammler“ sowie „Abschaffung des Lehrers? Die Veränderung der Lehrerrolle im digitalen Zeitalter“.

Ein ausführlicher Tagungsbericht und Workshopmaterialien finden sich auf der Homepage (http://www.voebas.de/) in der Rubrik „Tag der ökonomischen Bildung NRW 2019“.

Die Eröffnungsrede von Frau Karliczek (MdB) können Sie hier nachlesen.

Foto links: Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Foto rechts: Podiumsdiskussion, v. l. n. r.: Petra Maier, Theo Wübbels, Dr. Karl-Josef Burkard, Dr. Vera Demary, Dr. Alexander Del Toro Barba

© wigy e. V.

01.03.2019

IÖB, IfÖB und wigy auf der DeGÖB-Tagung vertreten

Auch in diesem Jahr nahmen Mitarbeiter*innen aus dem IÖB, dem IfÖB und des wigy e. V. an der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung (DEGÖB) teil, die vom 25. bis 27. Februar an der TU Dortmund zum Rahmenthema „Ökonomische Bildung und Innovation“ stattfand.

Im Rahmen des Auftakts wurde Eike Kruse, Mitarbeiter des IfÖB, für das auf sein Promotionsthema bezogene Poster „Lernaufgaben und kognitive Aktivierung in der ökonomischen Bildung“ mit dem ersten Platz im von der Joachim-Herz-Stiftung ausgeschriebenen Posterwettbewerb gekürt. Ziel der in diesem Zusammenhang am nächsten Tag durchgeführten Postersession war die Vorstellung von Forschungsarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der wissenschaftliche Austausch mit allen Teilnehmer*innen. Auch Tina Fletemeyer (ebenfalls IfÖB) stellte im Zuge dessen ihr Poster zu ihrem Promotionsthema „Überzeugungen von Lehrpersonen zur Beruflichen Orientierung“ vor.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen beider Institute nutzten darüber hinaus das Zusammentreffen für die Vorstellung innovativer Forschungsprojekte aus Oldenburg. So präsentierten Prof. Dirk Loerwald, Eike Kruse und Markus Allbauer die Ergebnisse einer Interventionsstudie zum Einfluss ausgewählter Gestaltungsparameter auf den Lernerfolg, zu deren Erforschung Experimente im Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung (OX-Lab) durchgeführt wurden. Weiter setzte sich Dr. Michael Koch in einem Workshop mit der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften in der ökonomischen Bildung als Instrument und Gegenstand von Innovationsprozessen, unter der Beachtung internetgestützter Umsetzungsformen, auseinander. Stephan Friebel-Piechotta erläuterte ausgewählte Ergebnisse seiner Studie zu Vorstellungen von Wirtschaftslehrpersonen zum Modelldenken im Ökonomieunterricht. Und in Form eines Symposiums diskutierten Prof. Rudolf Schröder, Prof. Thomas Retzmann (Universität Duisburg-Essen) und weitere Kolleg*innen Forschungsfragen und -vorhaben zur inklusiven Beruflichen Orientierung.

Während der insgesamt dreitägigen Veranstaltung konnten so aktuelle Entwicklungen und Themen im Bereich der ökonomischen Bildung erörtert und diskutiert sowie ein reger Austausch mit den Kolleg*innen angestoßen werden.

Bildnachweis: IÖB

18.02.2019

Kooperation mit Wirtschaftsuniversität Wien verlängert

Seit einigen Jahren kooperiert das IÖB mit dem Institut für Wirtschaftspädagogik an der renommierten Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Am 12. Februar 2019 wurde die seit 2015 geltende schriftliche Kooperationsvereinbarung verlängert. In den Räumlichkeiten des IÖB unterschrieben Frau Prof. Dr. Bettina Fuhrmann (WU), Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski (nicht im Bild), Prof. Dr. Dirk Loerwald (beide IÖB) und Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker (nicht im Bild) den erweiterten Kooperationsvertrag. Für die kommende Zeit wurden u. a. die gemeinsame Herausgabe eines Fachbandes, die Durchführung standortverbindender Promotions- und Forschungskolloquien, die Konzeption und Beantragung gemeinsamer Projektvorhaben sowie der Austausch von Dozenten vereinbart. Das IÖB freut sich sehr, weiterhin mit einer solch etablierten wissenschaftlichen Einrichtung im internationalen Bereich vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können.

Bildnachweis: IÖB