Aktuelle Meldungen

Druckversion der Seite

2018

Meldungen eingrenzen:

27.08.2018

Das OX zu Besuch beim Festival: Feldexperimente mal anders

Was macht eigentlich das Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung (OX) in den Sommerferien?

Zu Hause bleiben während alle anderen im Urlaub sind? Bei über 30 Grad im August brauchen auch Experimente einmal ein anderes Umfeld. Da trifft es sich ganz gut, dass das Sziget Festival in Budapest – mit 400.000 Besuchern eines der größten Musikfestivals in Europa – nach interaktiven Möglichkeiten Ausschau gehalten hat, um seinen Besuchern Nachhaltigkeit beim Festivalbesuch zu vermitteln.

Also haben wir unsere Tablets eingepackt und haben über 300 Festivalbesucher mit Entscheidungssituationen zu Ticketkauf, Wahl von Transportmitteln und nachhaltigem Konsum konfrontiert. Gleichzeitig wurden Feldexperimente durchgeführt: Wie verändert sich der Wasserverbrauch, wenn man - kurz bevor man sich eine Dusche gönnt - darauf hingewiesen wird, wie viel Liter Wasser in einer Minute den Abfluss hinunterlaufen? Wie verändert sich die Nachfrage nach Strohhalmen, wenn diese entweder direkt neben der Getränkeausgabe stehen oder erst dann zum Vorschein kommen, wenn man aktiv danach fragt?

Nach sieben Tagen Hitze, Bass und guter Laune dann die Auflösung: In einem 45-minütigen Workshop konnten interessierte Festivalbesucher selbst an Experimenten teilnehmen, mehr über Einflüsse auf das Entscheidungsverhalten erfahren und sich mit ihrem eigenen Verhalten auf dem Festival auseinandersetzen.

Fazit: Ökonomische Bildung ist nicht nur was für die Schule und Experimente eignen sich ideal, um Reflektions- und Lernprozesse im Alltag anzustoßen - sogar auf Festivals. Aber zuhause ist es irgendwie auch ganz schön und so startet das Labor mit neuen Eindrücken und voller Elan in das neue Schuljahr.

Mehr zum Oldenburger Experimentallabor gibt’s auf der Seite www.ox-lab.de oder per Mail an ox-lab@uni-oldenburg.de.

24.08.2018

Neues Bildungsprojekt „Zukunft Meer – mehr Zukunft“

Kooperation zwischen der JadeBay GmbH und dem Institut für Ökonomische Bildung gestartet

Das Bildungsprojekt „Zukunft Meer – mehr Zukunft“ der JadeBay GmbH (https://www.jade-bay.de/) und des Instituts für Ökonomische Bildung unterstützt Lehrkräfte bei der unterrichtlichen Auseinandersetzung mit den Strukturen des Wirtschaftsraumes und der Ausbildungs- und Arbeitsmarktangebote in der sogenannten JadeBay-Region.

Der Startschuss des Bildungsprojektes, an dessen erstem Durchlauf insgesamt 13 Lehrkräfte aus sieben Schulen beteiligt sind, erfolgte im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 16.08.2018 in Jever.

Ziel des Projektes ist es, durch eine stärkere Kooperation von Schulen und der regionalen Wirtschaft Schülerinnen und Schülern anhand von praxisnahen und konkreten Beispielen die Schlüsselbranchen und beruflichen Perspektiven in der Stadt Wilhelmshaven sowie den Landkreisen Friesland, Wittmund und der Wesermarsch zu verdeutlichen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die maritime Wirtschaft und Logistik gelegt. Hierüber soll insbesondere auch ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Nordwesten geleistet werden.

Dazu hat das IÖB Arbeitsmaterialien sowie eine Unterrichtssequenz entwickelt, die den Schülerinnen und Schülern sowohl einen Überblick über die Wirtschaftsregion, als auch das Berufsspektrum und die damit verbundenen Tätigkeiten und Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen. Darüber hinaus erhalten die beteiligten Lehrkräfte Klassensätze des Arbeitsheftes „Wirtschaft im Hafen“ des Projektes „Maritime Wirtschaft und Logistik“ (http://www.ioeb.de/wirtschaftimhafen) sowie weitere Unterstützung in einer eigens eingerichteten Onlineumgebung.

Insgesamt wird es drei Durchgänge geben, der zweite startet im zweiten Schulhalbjahr 2018/19 und der dritte im ersten Schulhalbjahr 2019/20. Hierfür können sich interessierte Schulen aus der Stadt Wilhelmshaven sowie den Regionen Wittmund, Friesland und Wesermarsch bewerben.

Für Anmeldungen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frau Nina Kolcan

E-Mail: kolcan@ioeb.de

Tel: 0441/361303-26

Vertreter/-innen der JadeBay GmbH, des IÖB sowie beteiligte Lehrkräfte des ersten Durchgangs

25.07.2018

Ökonomische Bildung als Thema in der WirtschaftsWoche

Mit der heißen Phase des Sommers widmet sich auch die Wirtschaftswoche einem für uns immer brandheißen Thema: Es wird ausführlich über die ökonomische Bildung von Kindern und Jugendlichen berichtet. Bert Losse (Wirtschaftswoche) arbeitet in einem gründlich recherchierten Artikel die aktuelle Situation der ökonomischen Bildung in Deutschlands Schulen und die Optimierungsmöglichkeiten heraus. In einem Begleitinterview mit Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB) werden noch einmal ausführlicher Schulbücher, Unterrichtsmaterialien, Praxiskontakte und die Lehrerausbildung in der ökonomischen Bildung thematisiert. 

Das komplette Interview mit Prof. Dr. Dirk Loerwald und der WirtschaftsWoche ist hier zu lesen:

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/oekonomische-bildung-wir-brauchen-ein-schulfach-wirtschaft/22832920.html

Den kostenpflichtigen Begleitartikel finden Sie unter:

https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/vwl-vom-religionslehrer-warum-die-oekonomische-bildung-in-deutschland-miserabel-ist/22812586.html

05.07.2018

Von Murmelbahnen und Kleiderbügeln …

Das Institut für Ökonomische Bildung, die KGS Rastede und die OBS Alexanderstraße kooperieren in der Berufsorientierung

Kurz vor den Sommerferien durchliefen Schülerinnen und Schüler des 7. bzw. 8. Jahrgangs der KGS Rastede und der OBS Alexanderstraße eine sogenannte Kompetenzfeststellung, die maßgeblich von Studierenden der Ökonomischen Bildung gestaltet wurde.

Ähnlich wie in Assessmentcentern zur Personalauswahl in Unternehmen sind beispielsweise Gruppenaufgaben oder handwerkliche Aufgaben zu bewältigen, um neue Erkenntnisse über Kompetenzen jenseits der Schulnoten gewinnen zu können. In anschließenden Beratungsgesprächen wird beispielsweise erörtert, welche Betriebspraktika für die Schülerinnen und Schüler sinnvoll sein können. Die Diagnostik und Beratung im Rahmen der Kompetenzfeststellung erfolgt durch speziell geschulte Lehrkräfte, die von Studierenden der Institute für Ökonomische Bildung und Sonderpädagogik an der Universität Oldenburg unterstützt werden.

An der Universität Oldenburg können die Studierenden der Fächer Ökonomische Bildung und Sonderpädagogik ein Modul (4 SWS) zur Berufseignungsdiagnostik absolvieren. In dem Modul erhalten die Studierenden eine grundsätzliche Einführung in die Berufseignungsdiagnostik und die sich anschließenden Rückmeldegespräche zu den individuellen Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt eine Einführung in das niedersächsische Standardverfahren „Kompetenzanalyse Profil AC“ und die angeleitete Anwendung des Verfahrens in der Schule.

Das Studienmodul wird mittlerweile im fünften Jahr durchgeführt, weil die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung für die Vor- und Nachbereitung von Praxiskontakten im Wirtschaftsunterricht oder für individuelle Fördermaßnahmen genutzt werden können. Mit den Partnerschulen wird deshalb abgestimmt, wie die Ergebnisse von Profil AC in das Berufsorientierungskonzept eingebunden werden sollen. „Hinzu kommt, dass der Theorie-Praxis-Bezug von den Studierenden sehr geschätzt wird,“ so Prof. Dr. Rudolf Schröder vom Institut für Ökonomische Bildung.

Durchführung des Kompetenzfeststellungs- verfahrens erfordert eine intensive Vorbereitung.

Das Ergebnis einer Gruppenaufgabe: Eine Murmelbahn, die von Schülerinnen und Schülern erstellt worden ist.

Geschick ist bei dieser Einzelaufgabe gefordert: Aus zwei Drahtstücken sollte ein Kleiderbügel gebogen werden.

Ideenreichtum wurde im Rahmen der Vermarktung eines Produktes gefordert. 

Von der Diagnostik zum Ergebnis: In einer Beobachterkonferenz werten die Studierenden ihre Beobachtungen aus …

… und geben sie anschließend in die Software ein, um ein Kompetenzprofil für jeden Schüler/jede Schülerin ausdrucken zu können, welches im anschließenden Beratungsgespräch besprochen wird.