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2019

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30.08.2019

1x1 der Wirtschaft zur Kommerzialisierung im Sport

Bei herrlichem Sonnenschein begrüßten Professor Dirk Loerwald, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des IÖB, und Jacqueline Kleemann, Geschäftsführerin des wigy e. V., die rund 130 Gäste zur diesjährigen Gartenvorlesung unter dem Titel „Schneller, höher, reicher – Wahrer Sportgeist vs. Sport als Ware?“. Bereits zum 18. Mal organisierte das Institut für Ökonomische Bildung gemeinsam mit dem wigy e. V. und in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung die beliebte Veranstaltung im Institutsgarten.

Anders als in den letzten Jahren gab es in diesem Jahr keinen Fachvortrag, sondern eine von Dr. Michael Koch (Geschäftsführer und stellv. wissenschaftlicher Leiter des IÖB) moderierte Diskussionsrunde. „Ökonomie spielt auch im Sport zunehmend eine Rolle – gerade wenn man sich Schlagworte wie Kommerzialisierung anschaut.“ betonte er in seinen Einführungsworten. Finanzen im Sport werden immer wichtiger, da waren sich auch die Diskutanten mit Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung SV Werder Bremen), Andreas Lampe (Co-Handball-Bundesligatrainer VfL Oldenburg), Hauke Richters (Leiter der NWZ-Sportredaktion) und Hermann Schüller (geschäftsführender Gesellschafter der EWE Baskets) einig. Kommerzialisierung sei jedoch nicht per se negativ zu bewerten, so Hauke Richters. Zwar bergen Sponsoren und hohe Geldsummen ihre Risiken, solange die Kommerzialisierung jedoch transparent sei, habe er damit kein Problem.

Überrascht waren die Zuschauer von den vorgetragenen Zahlen dennoch. So ordnet Klaus Filbry Werder Bremen mit einem Umsatz von über 150 Millionen Euro und einem Gewinn von drei bis fünf Millionen Euro als ein klassisches mittelständisches Unternehmen ein. Zahlen von denen der Basketball, insbesondere der VfL Oldenburg weit entfernt liegen. Anders als die Profi-Fußballspieler, gehen die Profi-Handballerinnen des VfLs alle einem regulären Job oder einem Studium nach, erklärte Andreas Lampe. Deutlich wurde außerdem die besondere Stellung des Fußballs in Deutschland. Ein Wettbewerb, der auch im Kampf um Sponsoren deutlich wird. Hauke Richters erwähnt, dass Sportarten wie Basketball oder Handball es nur in Regionen schafften, wo kein Profifußball vor Ort ist.

Vergleichbare Entwicklungen gibt es in den Sportarten dennoch einige. So werden vor allem gesellschaftliche und soziale Werte hoch eingeschätzt. Hier leistet der Sport einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung und legt besonderen Wert auf die Förderung junger Menschen. Auch die regionale Verbundenheit führt die Vereine der Diskutanten zusammen. Oldenburg ist eine „Sportstadt“, die mit ihren Profimannschaften nicht nur Menschen aus der Umgebung – und darüber hinaus – anspricht und zusammenbringt, sondern mit ihren verschiedenen Kinder- und Jugendabteilungen gerade der jüngeren Bevölkerung tolle Möglichkeiten bietet.

Einen sportlichen Abschluss fand die Veranstaltung mit den Ergebnissen der Losung für die Champions League. Anschließend diskutierten die Gäste und Diskutanten bei Bratwurst und Bier noch lange im Garten des IÖB über dieses spannende Thema.

Das Video zur Veranstaltung finden Sie hier.

v. l.: Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB), Jacqueline Kleemann (wigy e. V.), Hauke Richters (NWZ), Hermann Schüller (EWE Baskets), Klaus Filbry (SV Werder Bremen), Andreas Lampe (VFL Oldenburg), Dr. Michael Koch (IÖB)

Foto: Markus Hibbeler

07.08.2019

„Ich bin dann mal weg…“ – Neue Anforderungen an Arbeitszeit. wigy e. V. lädt Führungskräfte zur Reihe „Wirtschaft diskutiert“ ein

Laut dem Programm „Zukunft und Arbeit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Global Talent Trends Report 2019 gilt das flexible Arbeiten als ein wesentlicher Trend der Zukunft. Heute schon ist die Nachfrage nach flexiblen Arbeitszeitlösungen deutlich spürbar. Und Arbeitgeber*innen setzen im Wettbewerb um die gesuchten Fachkräfte immer öfter auf Modelle, die das Arbeiten zuhause und die bessere Verknüpfung von Familienleben und Erwerbstätigkeit ermöglichen. Zumal in den Zeiten der beschleunigten Entscheidungsprozesse flexible Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiter*innen vielerorts explizit gewünscht sind.

Der Umstellungsprozess stellt sich dabei gerade für klein- und mittelständische Unternehmen als sehr komplex dar und erfordert die Beantwortung einer Reihe von Fragen, z. B. hinsichtlich der zukünftigen Mitbestimmungsformen von Arbeitnehmer*innen, der konkreten Planung und Abstimmung von Arbeitsprozessen sowie der Leistungskontrolle. Moderne Arbeitszeitmodelle erfordern zudem neue Kompetenzen und Qualifikationen der Arbeitnehmer*innen wie auch modifizierte gesetzliche Rahmenbedingungen.

Dem Erfahrungsaustausch kommt hier eine große Bedeutung zu. Der Vorstand des wigy e. V. möchte deshalb diese spannende Thematik am 24. September im Institut für Ökonomische Bildung mit Ihnen erörtern. Dazu werden verschiedene Vertreter einen Einblick in ihre Sicht- und Vorgehensweisen geben. Gemeinsam mit den Expert*innen erfolgt ein Austausch zu den generellen Herausforderungen sowie branchenspezifischen Auswirkungen und Herangehensweisen. Best-Practice-Beispiele werden vorgestellt und diskutiert sowie Potenziale und Grenzen unterschiedlicher Ansätze beleuchtet.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihre Beiträge.

Anmeldung: info@wigy.de oder 0441-36130330, Ansprechpartnerin: Jacqueline Kleemann

Im Überblick

Termin: Dienstag, 24. September 2019, 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort: Geschäftsstelle wigy e. V., Bismarckstraße 31, 26122 Oldenburg

Veranstalter: wigy e. V.

Impulsvorträge:

Marion Gerdes

Personalleiterin CEWE Stiftung & Co. KGaA Oldenburg

Alexander Westendorf

Personalleiter Pius-Hospital Oldenburg

Moderation: Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker

16.07.2019

Zukunftsdiskurse: „Vertrauen in der Wirtschaft – unersetzlich, aber verletzlich“

Vertrauen Sie uns: ein Besuch dieser Veranstaltung wird sich bestimmt lohnen. oder vertrauen Sie uns etwas nicht? Woran machen Sie Vertrauen eigentlich fest?

Das menschliche Zusammenleben beruht auf Vertrauen und zwar nicht nur in der Liebe oder anderen privaten Beziehungen, sondern auch in der Wirtschaft. Vertrauen ist eine Art „Schmiermittel“ für ökonomische Tauschprozesse. Wir vertrauen auf die Qualität von Gütern, auf die Stabilität des Geldwertes, auf die Abmachungen in einem Vertrag und auf vieles mehr. Die heutige Wirtschaftswelt wäre ohne Vertrauen nicht vorstellbar.

Was aber, wenn das Vertrauen missbraucht wird? Immer wieder lesen wir von Skandalen oder Krisen, die das Wirtschaftssystem erschüttern und es wird kontrovers diskutiert, wie man damit umgehen soll. Wie wichtig Vertrauen ist, merkt man oft erst dann, wenn es nicht mehr da ist.

Dieses spannende Verhältnis zwischen Ökonomie und Vertrauen diskutieren wir am 05. September 2019 mit interessanten Experten aus Theorie und Praxis im Plenarsaal des Alten Landtags in Oldenburg und laden alle Interessierten herzlich dazu ein.

Im Überblick

Termin: Donnerstag, 05. September 2019, ab 16.30 Uhr

Ort: Plenarsaal des Alten Landtags, Tappenbeckstraße 1, 26122 Oldenburg

Keynote: „Vertrauen und Geld“, Burkhard Balz (Deutsche Bundesbank)

Diskutanten:

  • Burkhard Balz (Deutsche Bundesbank)
  • Prof. Dr. Eberhard Haunhorst (LAVES)
  • Steffen Köster (Bünting)
  • Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB)
  • Ulf Prange, MdL (SPD)

Moderation: Dr. Michael Koch (IÖB)

Anmeldung: per E-Mail (zukunftsdiskurse@ioeb.de), telefonisch (0441-361303-0) oder online hier

Hintergrund

Auf der einen Seite wirkt die fachwissenschaftliche Forschung für breite Bevölkerungsschichten manchmal sehr abstrakt und wenig verständlich. Auf der anderen Seite liefern beispielsweise die Wirtschaftswissenschaften durchaus wichtige Erkenntnisse, um aktuelle Herausforderungen und Probleme in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft besser zu verstehen und die öffentliche Debatte zu versachlichen.

Im Rahmen einer Fachtagung im Januar 2019 wurde die Frage des Erkenntnistransfers als Aufgabe der Wirtschaftswissenschaften mit renommierten Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsethik und Wirtschaftsdidaktik diskutiert. Ein Video zur Fachtagung finden Sie hier.

Mit unserer Abschlussveranstaltung am 05. September 2019 richten wir uns gezielt an die interessierte Öffentlichkeit und wollen uns dem Themenfeld „Vertrauen und Ökonomie“ widmen. Gerade auch in einer globalisierten Wirtschaft ist Vertrauen eine wichtige Währung. Gleichzeitig ist das Vertrauen in der Wirtschaftswelt gegenwärtig jedoch in unterschiedlichen Kontexten gefährdet oder eingeschränkt.

09.07.2019

1x1 der Wirtschaft: Schneller, höher, reicher – Wahrer Sportgeist vs. Sport als Ware?!

Auch in diesem Sommer veranstaltet das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) zusammen mit dem wigy e. V. und in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung (NWZ) wieder das „1x1 der Wirtschaft“. Das Thema am 29. August ab 17.30 Uhr im Garten des IÖB lautet: „Schneller, höher, reicher – Wahrer Sportgeist vs. Sport als Ware?!“.

Im Überblick

Termin: Donnerstag, 29. August 2019, ab 17.30 Uhr

Ort: Garten des Instituts für Ökonomische Bildung, Bismarckstraße 31, 26122 Oldenburg

Diskutanten:

  • Niels Bötel (Handball-Bundesligatrainer des VFL Oldenburg)
  • Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung und Kaufmännischer Geschäftsführer SV Werder Bremen)
  • Dr. Michael Koch (Gesamtleitung Projektmanagement IÖB)
  • Hauke Richters (Leiter Sportredaktion NWZ)
  • Hermann Schüller (geschäftsführender Gesellschafter EWE Baskets)

Veranstalter: IÖB und wigy e. V. in Kooperation mit Nordwest-Zeitung

Anmeldung: Die Karten für die Veranstaltung werden hier über eine Couponaktion der NWZ vergeben.

Inhaltlicher Ausblick

Sport gilt als die schönste Nebensache der Welt. Millionen Menschen gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, laufen oder schwimmen. An den Wochenenden strömen Hundertausende in die Stadien der Fußballbundesliga und in die Hallen der Basketball-, Handball- und Eishockeyclubs. Und im Fernsehen erzielen sportliche Großereignisse die höchsten Einschaltquoten. Hinzu kommen die unzähligen regionalen Sportvereine, die allen Altersgruppen Angebote machen. Sport ist integraler Bestandteil der Gesellschaft, er verbindet und begeistert … gerade auf regionaler Ebene.

Gleichzeitig schreitet die Kommerzialisierung des Sports stetig voran. Zunehmend astronomische Spielergehälter und Transfererlöse im Fußball sind hier ebenso Beleg wie die schrittweise Verlagerung von Liveübertragungen von den frei zugänglichen Sendern in den Pay-TV-Sektor. Viele Fans und Kommentatoren befürchten den Verlust der Werte des Sports und sehen die Gefahr, dass ökonomischen Zielsetzungen traditionelle Werte geopfert werden. Dabei entsteht jedoch mancherlei Widerspruch: Wer einerseits die besten Sportler im Land und deutsche Vereine erfolgreich im internationalen Wettbewerb sehen, andererseits aber die althergebrachten Vereinsstrukturen nicht infrage stellen will, muss sich ggf. entscheiden.

So schreiten die Verantwortlichen derzeit auf einem schmalen Grat zwischen kommerziellen Zielsetzungen und Fanprotesten, Financial Fairplay und der Sicherung der eigenen Wettbewerbsposition. Und gerade im Fußballland Deutschland stehen die anderen Sportarten im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und damit Einnahmen. Und als wäre dies nicht genug, tritt noch eine neue Form des Sports mit Nachdruck in den Ring: E-Sport, also der professionelle Wettkampf von Computer- und Konsolenspielern, füllt Hallen und Stadien mit jugendlichen Massen und begeistert auch viele Investoren angesichts der neuen Vermarktungskanäle.

Hintergrund

Für das Veranstaltungsformat „1x1 der Wirtschaft“ wurden IÖB und wigy im Jahre 2009 als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Besondere Beachtung fand die Grundidee, aktuelle gesellschafts- und wirtschaftspolitische Diskurse aufzugreifen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln, die für das Verständnis jedweder Debatten bedeutsam sind. Kooperationspartner ist von Beginn an die Nordwest-Zeitung, die neben den Coupons und Hintergründen zur Veranstaltung auch ein Glossarium veröffentlicht. Es umfasst wirtschaftliche Grundbegriffe, die einfach und kurz erläutert werden.

Informationen und Videos zu vergangenen Veranstaltungen: http://www.ioeb.de/1x1derwirtschaft

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