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2020

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06.02.2020

Bericht: 2. Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung im Wirtschafts.Forscher!-Programm

Wirtschafts.Forscher!-Lehrkräfte zwischen Umweltschutz und Digitalisierung

Das Wiedersehen bekanntlich Freude macht, hat auch im fünften Programmjahr erneut die zweite Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung gezeigt. Nachdem sie bereits vielfältige  Erfahrungen im neu aufgelegten Wirtschafts.Forscher!-Programm gesammelt hatten, trafen sich die teilnehmenden Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt am 27. und 28. Januar bei PwC in Düsseldorf zur zweiten Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung wieder.

Auf Anhieb wurde das Interesse aller Beteiligten am gegenseitigen Erfahrungsaustausch erkennbar, was Herr Dr. Steffen Bruendel (Leiter PwC-Stiftung) im Rahmen seiner Begrüßung begeistert hervorhob. Zum Halbjahreswechsel befinden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitten in der unterrichtlichen Umsetzung des Wirtschafts.Forscher!-Programms. Das zweitägige Programm zielte entsprechend sowohl auf die inhaltliche als auch methodische Unterstützung.


Bildnachweis: Carlotta Schmitz

Am ersten Veranstaltungstag warf Markus Allbauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter desInstituts für Ökonomische Bildung und Leiter des digitalen Ox-Lernlabors an der Universität Oldenburg mit den Wirtschafts.Forscher!-Lehrkräfte einen kritischen Blick auf die derzeitigen Herausforderungen der Digitalisierung im Hinblick auf die Förderung nachhaltigere Lebensweisen. Herausgearbeitet wurden dabei u. a. die vielfältigen digitalen Möglichkeiten zum Erhalt der Lebensgrundlagen, aber auch die diesbezüglich bestehenden Herausforderungen. Deutlich wurde, dass es aktuell gilt, die rasanten technologischen Entwicklungen in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Anschließend thematisierten Elisa Messerschmidt und Sandra Zillinger von Education Y die Möglichkeiten des Einsatzes von Projektmanagementmethoden im Wirtschaftsunterricht und entwickelten gemeinsam mit den engagierten Lehrkräften spezifisch auf die jeweiligen Lerngruppen zugeschnittene Vorgehensweisen.

Andreas Becker von freiwerk B eröffnete den zweiten Veranstaltungstag mit einem Blick auf die Neuheiten im programmeigenen virtuellen Lernraum, dem Wi.Fo!-Lab. Im Anschluss daran knüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen an den Inhalten des Vortags an und entwarfen mit Hilfe der Inhalte im Wi.Fo!-Lab unterschiedliche Zukunftsszenarien und unterrichtliche Umsetzungsvorschläge. Den Abschluss der zweiten Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung bildete ein Gallery Walk mit der Präsentation und Diskussion der Arbeitsergebnisse.


Bildnachweis: Carlotta Schmitz

Der nächste spannende Termin für alle Programmbeteiligten ist die Abschlussveranstaltung, der Economic Youth Summit am 07./08. Mai bei PwC in Frankfurt am Main. Hier präsentieren Schülerinnen- und Schülerdelegationen ihre Projektarbeiten. Wir sind sehr gespannt!

Die offizielle Programm-Homepage finden Sie unter: www.wirtschafts-forscher.de

05.02.2020

Botschafter für Ausbildung - Auszubildende berichten in Schulen von ihrem Berufsalltag

IHK geht neue Wege bei der Berufsorientierung

Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat am 30. Januar 2020 an der Oberschule Edewecht ihr neues Projekt "Ausbildungsbotschafter" gestartet. 26 Auszubildende aus Unternehmen des Oldenburger Landes haben rund 300 Schüler*innen von ihrem Ausbildungsalltag berichtet und für eine betriebliche Ausbildung geworben. In je zwei Einsätzen à 45 Minuten vermittelten sie authentische Einblicke in verschiedene Berufe und persönliche Erfahrungen, auch bei der Berufswahl. „Damit gehen wir einen neuen, praxisnahen Weg, um Schulen bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Und das ist im Sinne der Wirtschaft unserer Region, die dringend Fachkräftenachwuchs braucht“, erklärt Carolin Baar, die das Projekt Ausbildungsbotschafter bei der IHK koordiniert.

Oberschulrektor Peter Röben: „Das Projekt ermöglicht einen lebensnahen und niederschwelligen Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern und den Auszubildenden verschiedenster Berufe und bildet einen wichtigen, neuen Baustein im schulischen Berufsorientierungsprozess. Die multiprofessionelle Sichtweise von Wirtschaft, Universität und Schule in diesem Projekt soll den Lernenden den Weg in eine duale Ausbildung ebnen“.

Die 26 Auszubildenden aus Unternehmen der Region Oldenburg/Ammerland waren von der IHK auf ihren Einsatz vorbereitet worden. „Es funktioniert doch am besten, wenn man von eigenen Erfahrungen als Azubi berichtet“, sagt Ausbildungsbotschafterin Leona Oltmanns. „Ich war vor kurzem ja noch selbst in der Schule und weiß, wie schwer es ist, sich für einen Berufsweg zu entscheiden.“ Oltmanns wird bei der Sommerfeld AG in Friedrichsfehn zur Kauffrau für Büromanagement ausgebildet.

Das Projekt ist bundesweit einmalig, da dahinter auch ein didaktisches Konzept steht. Das heißt, mit Materialien, die die IHK gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in Oldenburg sowie vier Schulen in Edewecht, Bad Zwischenahn und Friedrichsfehn erarbeitet hat, werden die Informationen der Ausbildungsbotschafter im Unterricht vor- und nachbereitet. Tina Fletemeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖB: „Ohne Einbindung in den Unterricht fehlt den Schülerinnen und Schülern ein Orientierungsrahmen, um nachhaltig von dem Projekt zu profitieren. Die Eindrücke, die sie im Projekt sammeln, werden in einem didaktischen Rahmen reflektiert, damit sie Rückschlüsse für den eigenen Berufswahlprozess ziehen können. Für eine gelungene Einbindung in den Unterricht stehen den betreuenden Lehrpersonen unsere Unterrichtsmaterialien und Handreichungen zur Verfügung.“

An dem Projekt sind neben der IHK, den Schulen und dem IÖB die Handwerkskammer Oldenburg und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt.

„Bei Unternehmen wie auch Schulen stößt das Projekt auf offene Ohren. Wir haben schon zum Auftakt große Unterstützung erfahren“, so Baar. „Nach einer Startphase im Ammerland werden wir das Projekt nun auf das gesamte Oldenburger Land ausweiten.“ Unternehmen, Auszubildende und Schulen, die Interesse haben mitzuwirken, können sich mit der IHK in Verbindung setzen.

Weitere Infos zum Projekt erhalten Sie unter http://www.ihk-oldenburg.de/ausbildungsbotschafter.

Den aktuellen Pressebericht der NWZ finden Sie hier

Die Ausbildungsbotschafter. Bildnachweis: Andreas Burmann

300 Schüler*innen nahmen an dem Projekt teil. Bildnachweis: IÖB

04.02.2020

Die eigenen Ziele und Strategien im Blick

Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) hat in einem konstruktiven Prozess mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) – wie alle anderen niedersächsischen An-Institute auch – Zielvereinbarungen zur strategischen Weiterentwicklung formuliert. Hintergrund ist die Fokussierung des Beitrags der An-Institute auf die jeweils zu bearbeitenden ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die übergeordneten Ziele des IÖB in diesem Zusammenhang liegen in der Stärkung des Wissenstransfers, dem Ausbau von Kooperationen und der Konkretisierung des eigenen Forschungsprofils.

Mit Unterzeichnung der Zielvereinbarung durch Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler und dem wissenschaftlichen Leiter des IÖB - Prof. Dr. Dirk Loerwald – stehen die Eckpfeiler für die kommenden fünf Jahre fest. Neben dem Erhalt des Bewährten, gilt es zukunftsfähige Elemente aufzubauen und zu stärken. Besonderes Augenmerk kommt der empirischen Lehr-Lern-Forschung zuteil, deren Etablierung bereichsübergreifend als zentrales Entwicklungsziel des IÖB verstanden wird. Darüber hinaus wird das IÖB den Transfer von Erkenntnissen in verschiedene Zielgruppen professionalisieren, die Grundlagenforschung mit Bezug zum Praxisfeld intensivieren und die nationale und internationale Verbundforschung systematisch ausbauen.

Die individuell mit dem IÖB vereinbarten Schwerpunkte sind Teil der Unterzeichnung von Zielvereinbarungen mit anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen des MWK. Mehr dazu unter dem Link hier.

23.01.2020

Besuch aus dem Landtag am IÖB

Im Rahmen ihres Seminars im Modul „Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Europäische Union“ begrüßten Eike Kruse und Arne Stemmann am Mittwoch (22.01.2020) den Landtagsabgeordneten Herrn Dr. Stephan Siemer (CDU) zu einem Gastvortrag am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB).

Auf dem Foto (v. l.): Arne Stemmann, Dr. Stephan Siemer (CDU), MdL und Eike Kruse

Unter dem Titel „Europäische Union – aktuelle Herausforderungen und Probleme“ berichtete Herr Siemer aus der Perspektive der niedersächsischen Landespolitik, welche Relevanz wirtschafts- und europapolitische Themen gegenwärtig besitzen. Besonders deutlich wurde dies am Beispiel des bevorstehenden BREXIT und der weiterhin offenen Frage, wie die zukünftige Kooperation zwischen der EU und Großbritannien aussehen könnte.

Im Hinblick auf die zukünftige Rolle Europas in der Welt verwies Herr Siemer auf Prognosen zur demographischen Entwicklung und die Konkurrenz in einer globalen, vernetzen Wirtschaft durch aufstrebende Volkswirtschaften wie China oder Indien. Als Problem in der Europäischen Union wurde die fehlende Einigkeit der Mitgliedsstaaten in der Migrationspolitik beschrieben, aber auch die weiterhin bestehende Problematik der Staatsverschuldung und die mangelnde Bereitschaft zu Reformen angeführt, so beispielsweise in Italien.

Nach einem ca. 30-minütigen Vortrag von Herrn Siemer folgte ein reger Austausch mit den Studierenden des Seminars, die etwa zum Umgang mit der veränderten Handelspolitik unter US-Präsident Donald Trump Fragen stellten oder zur Klimapolitik, die auf europäischer Ebene von der neuen EU-Kommission unter dem Motto „Green Deal“ gerade auf die politische Agenda gesetzt wird.

In seinem Fazit versuchte Herr Siemer abschließend zu verdeutlichen, dass angesichts der zukünftigen Herausforderungen eine konstruktive Zusammenarbeit der Nationalstaaten notwendig sei, um gemeinsame Lösungen zu erreichen. Für die weitere Diskussion im Seminar lieferte der Gastvortrag wertvolle Impulse, wie die Reflexion des Praxiskontaktes im Anschluss an die Veranstaltung zeigte.