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2018

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27.06.2018

Wirtschaftsraum Europa – Warum freier Handel allen nützt

„Die Europäische Union ist heute der am stärksten integrierte Wirtschaftsraum weltweit, ein Wirtschaftsraum der Superlative sozusagen. Und im Rest der Welt gibt es allerorts Bestrebungen, der Europäischen Union nachzueifern, Wirtschaftsräume zu integrieren und den Handel untereinander anzukurbeln. Aber warum eigentlich? Warum wollen alle mitmachen beim internationalen Handel?“

Diese und viele weitere Fragen rund um Europa werden in der „Bürgerinformation Nr. 10 Wirtschaftsraum Europa – Warum freier Handel allen nützt“ beantwortet, die die Wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg – DER KLEINE KREIS e.V. in Zusammenarbeit mit dem IÖB herausgegeben hat, das sich für die Konzeptionierung sowie die inhaltliche Gestaltung verantwortlich zeichnete.

Vor allem einer jungen Zielgruppe soll verständlich erklärt werden, warum das heutige Europa und die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion keineswegs selbstverständlich und deshalb umso schützenswerter sind. Mit Bezügen zum „echten“ Leben in Europa in Form der fiktiven Familie Janssen wird in einer verständlichen Sprache die Geschichte der Europäischen Union bis heute dargestellt und dabei insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung und ihre Bedeutung für Wohlstand und Freiheit beleuchtet.

Für die Vertiefung einzelner Themenfelder enthält die Bürgerinformation zahlreiche Links, die zu weiterführenden Informationen im Internet führen, u. a. auch zu verschiedenen Audio- und Video-Dateien.

Druckexemplare der Bürgerinformation können einzeln oder auch als Klassensatz per E-Mail über info@derkleinekreis.org bestellt werden, ein Download im PDF-Format ist über folgenden Link möglich: www.derkleinekreis.org/wirtschaftsraum-europa/

Broschüre Wirtschaftsraum Europa

22.06.2018

1x1 der Wirtschaft zur Zukunft der Automobile

Gemeinsam mit dem wigy e. V. und in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung organisierte das IÖB bereits zum 17. Mal die beliebte Veranstaltung im Institutsgarten, diesmal unter dem Titel „Mein Auto, dein Auto, unser Auto – Wie bewegen wir uns in der Zukunft?“. Bei herrlichem Sonnenschein begrüßte Professor Dirk Loerwald, stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des IÖB, die rund 120 Gäste der diesjährigen Gartenvorlesung und machte gleich zu Anfang deutlich, das die Automobilbranche in Deutschland erheblich zum Wohlstand beitrage und dass die Deutschen ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Auto haben.  

Die fachliche Einführung in das Thema hat Professor Jorge Marx Gómez, Inhaber der Professur für Wirtschaftsinformatik, übernommen. In einem Impulsreferat stellte er unter anderem heraus, dass städtische Anbieter und Nutzer von Carsharing-Konzepten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, ländliche Gegenden hier jedoch vor großen Problemen stehen. Genau an dieser Stelle setzt sein aktuelles Forschungsprojekt NEMo – „Nachhaltige Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum“ an. Ein zentrales Ziel dieses Projektes ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu Mobilitätsanbietern zu machen und Angebot und Nachfrage mittels einer App zusammenzubringen.

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion tauschten Ulf Koschig (Vierol AG), Klaus Göckler (cambio CarSharing Oldenburg) und Professor Bernd Müller (Oldenburger Amt für Verkehr und Straßenbau) ihre Positionen aus. Während Ulf Koschig sich sicher war, dass die Menschen nicht auf ein eigenes Auto verzichten werden, solange sie es sich leisten können, hielt Klaus Göckler dagegen, dass sich die Zeiten ändern und das Auto für immer mehr Menschen kein Statussymbol mehr darstelle. Bernd Müller stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass sich in den letzten 20 Jahren viel im Bereich der Mobilität geändert hat. Der Besitz eines Autos sei nicht mehr das Erstrebenswerteste, sondern die Flexibilität in der Mobilität. Deshalb sei die Frage, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Mobilität in Zukunft zu sichern, eine der wichtigsten für die Infrastruktur einer Stadt und einer Region.

Fest steht, dass die Automobilindustrie Deutschlands erfolgreichste Branche ist, von der viele Arbeitsplätze in Deutschland abhängen. Am Ende waren sich dann auch alle Diskutanten darin einig, dass man den Menschen die Wahl lassen sollte und ihnen dafür eine flexible Nutzung vielfältiger Verkehrsangebote bieten müsse.

Bei Bratwurst und Bier diskutierten die Gäste und Diskutanten noch lange im Garten des IÖB über dieses spannende Thema.

Ein Video der Veranstaltung finden Sie hier.

     

v. l.: Klaus Göckler (cambio), Ulf Koschig (VIEROL AG), Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski (IÖB), Prof. Dr.-Ing. habil. Jorge Marx Gómez (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB), Dr. Michael Koch (IÖB), Prof. Dipl.-Ing. Bernd Müller (Stadt Oldenburg)

Fotos: IÖB/Markus Hibbeler

11.06.2018

Abschaffung des Bargelds?! – Schüler aus Oldenburg und Kiel gewinnen Schülerwettbewerb econo=me

Am Donnerstag den 07.06.2018 wurden in Köln die Gewinner des bundesweiten Schülerwettbewerbs econo=me gekürt. Erneut war dabei das IÖB für die inhaltlich-didaktische Ausgestaltung, die Auswertung der Beiträge sowie die inhaltliche Vorbereitung der Jurysitzung verantwortlich.

Das Oberthema, das die Schülergruppen in diesem Schuljahr bearbeiten sollten, lautet „Abschaffung des Bargelds?!“. Eingereicht wurden der Jury Beiträge in ganz unterschiedlichen Formaten – in Videoform etwa, als selbst gebaute Websites oder Hörspiele. „Die Vielfalt der produzierten Beiträge zeigt, dass Wirtschaftsthemen Spaß machen können – und es lohnt, sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen“, sagt Kurt von Storch von der Flossbach von Storch Stiftung.

Die Gewinner stammen diesmal überwiegend aus dem Norden Deutschlands: Bei den Schülern der Sekundarstufe I gewann eine Gruppe des Alten Gymnasiums in Oldenburg. Sie überzeugten die Jury mit ihrem Film „Sollte das Bargeld abgeschafft werden?“. Bei der Sekundarstufe II bekamen Schüler des RBZ Wirtschaft aus Kiel und ihr Film „Heist to the future“ die meisten Jury-Punkte. Die Laudation und Preisübergabe übernahm Dr. Michael Koch vom IÖB

„Es ist schön zu sehen, wie intensiv sich die Schüler im Rahmen des Wettbewerbs mit der Aufgabe befassen – und welche Lernerfolge dann am Ende sichtbar werden“, sagt Jurymitglied Prof. Bettina Fuhrmann, Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik von der Wirtschaftsuniversität Wien.

econo=me richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse aus ganz Deutschland. Initiiert haben den Wettbewerb die Flossbach von Storch Stiftung und „Handelsblatt macht Schule“. Schirmherr ist das Bundeswirtschaftsministerium. Die Jury setzt sich aus Experten des Handelsblatts, der Flossbach von Storch Stiftung, IÖB, der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Lehrkräften der Sekundarstufen I und II zusammen. „Wir freuen uns, dass der Wettbewerb so gut angenommen wird. Das bestätigt unsere Einschätzung, dass Wirtschaft nicht dröge, sondern vor allem spannend ist und sich Jugendliche den Themen auf sehr kreative Weise nähern“, sagt Prof. Hans Kaminski, Leiter des IÖB.

Die Sieger-Beiträge können auf der Webseite von „Handelsblatt macht Schule“ gelesen, gehört und angesehen werden: www.econo-me.de. Die nächste Runde des Schülerwettbewerbs econo=me 2018/2019 startet Anfang September 2018 – wieder mit einer aktuellen und die Lebenswirklichkeit Jugendlicher betreffenden Aufgabenstellung.

Die Gewinner des Schülerwettbewerbs econo=me

   

Moderatoren und Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung

Bildnachweis: Uta Wagner

08.06.2018

Economic Youth Summit 2018 in Frankfurt am Main – die MeMa-Supermärkte werden digital

Am 04. und 05. Juni 2018 war es zum dritten Mal soweit: Die feierliche und zugleich inhaltliche Jahresabschlussveranstaltung des Programms „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“, der Economic Youth Summit (EYS), fand in Frankfurt am Main zu aktuell brisanten wirtschaftsethischen Fragestellungen statt. Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung war die Digitalisierung des Einzelhandels unter dem Titel: „Einzelhandel 4.0: Super Märkte?!“.

Nach einem interessanten und begeisternden Besuch im interaktiven Geldmuseum der Bundesbank am ersten Veranstaltungstag begann der Morgen des zweiten Tages mit einer Begrüßung durch Dr. Ulrich Störk (PwC GmbH WPG) und der Ankündigung des Economic Student Advisory Boards (ESAB). Mit dem in der Entstehung befindlichen ESAB können Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten zukünftig aktiv das Programm „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ mitgestalten. Bis zum 29. Juni 2018 kann man sich hierfür noch bewerben (Informationen können hier angefordert werden: info@pwc-stiftung.de).

Im Anschluss befassten sich die Schülerdelegationen der am Programm beteiligten Schulen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen unter Leitung des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) mit der fiktiven regionalen Supermarktkette MeMa Mein Markt, welche digitale Umstrukturierungsmaßnahmen plant und dazu Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zulieferinnen und Zulieferer, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der Belegschaft zu einem Stakeholder-Dialog einlädt. Hierzu schlüpften die Schülerinnen und Schüler in einer Gruppenarbeitsphase in die Rolle von Stakeholdern und setzten sich vor dem Hintergrund wirtschaftsethischer Aspekte mit ihrer spezifischen Interessenlage auseinander. Sie ermittelten insbesondere die Verknüpfungen zwischen den Stakeholdern, dem Unternehmen und der sich im ständigen Wandel befindlichen wirtschaftlichen sowie politischen Umgebung. Das Ganze gipfelte in einer lebendig geführten Diskussionsrunde mit der (fiktiven) Geschäftsleitung. Deutlich wurde: Die zunehmende Digitalisierung bringt viele Vorteile, aber auch Herausforderungen für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen mit sich. Und stets spielen wirtschaftsethische Fragen eine große Rolle.

Einen informativen Einblick in die derzeitigen Entwicklungen boten im Anschluss reale Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft: Steffen Köster (Leiter Marketing bei der J. Bünting Beteiligungs AG) als Fürsprecher digitaler Weiterentwicklungen im Einzelhandel, Sabine von Bebenburg (Geschäftsführerin bei der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH) als Befürworterin des Supermarktes als sozialem Ort sowie Olaf Acker (Digital Services Leader bei PwC Strategy&), welcher das Beispiel „digitaler Supermarkt“ in einen allgemeinen digitalen Strukturwandel einbettete.

Für die Lehrkräfte wurde zudem ein vom Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) moderiertes Begleitprogramm organisiert. Neben Impulsvorträgen von Steffen Köster, Sabine von Bebenburg und Kathrin Pollmann (Projektleiterin Fraunhofer IAO, Stuttgart) zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf unser Leben, wurden die Lehrkräfte aktiv unter der Themenstellung „super.MARKT – digital•genial•fatal?“ durch ein Echtzeit-Abstimmungstool einbezogen.

Den Abschluss des Programmjahres bildete die feierliche Übergabe der Programmzertifikate für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte durch Lutz Roschker (Vorstand PwC-Stiftung) und Dr. Philipp Bocks (Geschäftsleiter Programmbereich der Karl Schlecht Stiftung).

Die offizielle Programm-Homepage finden Sie unter: www.wirtschafts-forscher.de

Bildnachweis: Anna Rozkosny