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2018

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24.08.2018

Neues Bildungsprojekt „Zukunft Meer – mehr Zukunft“

Kooperation zwischen der JadeBay GmbH und dem Institut für Ökonomische Bildung gestartet

Das Bildungsprojekt „Zukunft Meer – mehr Zukunft“ der JadeBay GmbH (https://www.jade-bay.de/) und des Instituts für Ökonomische Bildung unterstützt Lehrkräfte bei der unterrichtlichen Auseinandersetzung mit den Strukturen des Wirtschaftsraumes und der Ausbildungs- und Arbeitsmarktangebote in der sogenannten JadeBay-Region.

Der Startschuss des Bildungsprojektes, an dessen erstem Durchlauf insgesamt 13 Lehrkräfte aus sieben Schulen beteiligt sind, erfolgte im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 16.08.2018 in Jever.

Ziel des Projektes ist es, durch eine stärkere Kooperation von Schulen und der regionalen Wirtschaft Schülerinnen und Schülern anhand von praxisnahen und konkreten Beispielen die Schlüsselbranchen und beruflichen Perspektiven in der Stadt Wilhelmshaven sowie den Landkreisen Friesland, Wittmund und der Wesermarsch zu verdeutlichen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die maritime Wirtschaft und Logistik gelegt. Hierüber soll insbesondere auch ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Nordwesten geleistet werden.

Dazu hat das IÖB Arbeitsmaterialien sowie eine Unterrichtssequenz entwickelt, die den Schülerinnen und Schülern sowohl einen Überblick über die Wirtschaftsregion, als auch das Berufsspektrum und die damit verbundenen Tätigkeiten und Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen. Darüber hinaus erhalten die beteiligten Lehrkräfte Klassensätze des Arbeitsheftes „Wirtschaft im Hafen“ des Projektes „Maritime Wirtschaft und Logistik“ (http://www.ioeb.de/wirtschaftimhafen) sowie weitere Unterstützung in einer eigens eingerichteten Onlineumgebung.

Insgesamt wird es drei Durchgänge geben, der zweite startet im zweiten Schulhalbjahr 2018/19 und der dritte im ersten Schulhalbjahr 2019/20. Hierfür können sich interessierte Schulen aus der Stadt Wilhelmshaven sowie den Regionen Wittmund, Friesland und Wesermarsch bewerben.

Für Anmeldungen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frau Nina Kolcan

E-Mail: kolcan@ioeb.de

Tel: 0441/361303-26

Vertreter/-innen der JadeBay GmbH, des IÖB sowie beteiligte Lehrkräfte des ersten Durchgangs

25.07.2018

Ökonomische Bildung als Thema in der WirtschaftsWoche

Mit der heißen Phase des Sommers widmet sich auch die Wirtschaftswoche einem für uns immer brandheißen Thema: Es wird ausführlich über die ökonomische Bildung von Kindern und Jugendlichen berichtet. Bert Losse (Wirtschaftswoche) arbeitet in einem gründlich recherchierten Artikel die aktuelle Situation der ökonomischen Bildung in Deutschlands Schulen und die Optimierungsmöglichkeiten heraus. In einem Begleitinterview mit Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB) werden noch einmal ausführlicher Schulbücher, Unterrichtsmaterialien, Praxiskontakte und die Lehrerausbildung in der ökonomischen Bildung thematisiert. 

Das komplette Interview mit Prof. Dr. Dirk Loerwald und der WirtschaftsWoche ist hier zu lesen:

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/oekonomische-bildung-wir-brauchen-ein-schulfach-wirtschaft/22832920.html

Den kostenpflichtigen Begleitartikel finden Sie unter:

https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/vwl-vom-religionslehrer-warum-die-oekonomische-bildung-in-deutschland-miserabel-ist/22812586.html

05.07.2018

Von Murmelbahnen und Kleiderbügeln …

Das Institut für Ökonomische Bildung, die KGS Rastede und die OBS Alexanderstraße kooperieren in der Berufsorientierung

Kurz vor den Sommerferien durchliefen Schülerinnen und Schüler des 7. bzw. 8. Jahrgangs der KGS Rastede und der OBS Alexanderstraße eine sogenannte Kompetenzfeststellung, die maßgeblich von Studierenden der Ökonomischen Bildung gestaltet wurde.

Ähnlich wie in Assessmentcentern zur Personalauswahl in Unternehmen sind beispielsweise Gruppenaufgaben oder handwerkliche Aufgaben zu bewältigen, um neue Erkenntnisse über Kompetenzen jenseits der Schulnoten gewinnen zu können. In anschließenden Beratungsgesprächen wird beispielsweise erörtert, welche Betriebspraktika für die Schülerinnen und Schüler sinnvoll sein können. Die Diagnostik und Beratung im Rahmen der Kompetenzfeststellung erfolgt durch speziell geschulte Lehrkräfte, die von Studierenden der Institute für Ökonomische Bildung und Sonderpädagogik an der Universität Oldenburg unterstützt werden.

An der Universität Oldenburg können die Studierenden der Fächer Ökonomische Bildung und Sonderpädagogik ein Modul (4 SWS) zur Berufseignungsdiagnostik absolvieren. In dem Modul erhalten die Studierenden eine grundsätzliche Einführung in die Berufseignungsdiagnostik und die sich anschließenden Rückmeldegespräche zu den individuellen Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt eine Einführung in das niedersächsische Standardverfahren „Kompetenzanalyse Profil AC“ und die angeleitete Anwendung des Verfahrens in der Schule.

Das Studienmodul wird mittlerweile im fünften Jahr durchgeführt, weil die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung für die Vor- und Nachbereitung von Praxiskontakten im Wirtschaftsunterricht oder für individuelle Fördermaßnahmen genutzt werden können. Mit den Partnerschulen wird deshalb abgestimmt, wie die Ergebnisse von Profil AC in das Berufsorientierungskonzept eingebunden werden sollen. „Hinzu kommt, dass der Theorie-Praxis-Bezug von den Studierenden sehr geschätzt wird,“ so Prof. Dr. Rudolf Schröder vom Institut für Ökonomische Bildung.

Durchführung des Kompetenzfeststellungs- verfahrens erfordert eine intensive Vorbereitung.

Das Ergebnis einer Gruppenaufgabe: Eine Murmelbahn, die von Schülerinnen und Schülern erstellt worden ist.

Geschick ist bei dieser Einzelaufgabe gefordert: Aus zwei Drahtstücken sollte ein Kleiderbügel gebogen werden.

Ideenreichtum wurde im Rahmen der Vermarktung eines Produktes gefordert. 

Von der Diagnostik zum Ergebnis: In einer Beobachterkonferenz werten die Studierenden ihre Beobachtungen aus …

… und geben sie anschließend in die Software ein, um ein Kompetenzprofil für jeden Schüler/jede Schülerin ausdrucken zu können, welches im anschließenden Beratungsgespräch besprochen wird. 

02.07.2018

STABILe Unterstützung für die berufliche Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

Unternehmen und Schulen sind nicht selten überfordert, die berufliche Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung angemessen zu unterstützen, weil dem Ausbildungs- und Lehrpersonal Werkzeuge für eine individuell passende Wahl des beruflichen Einsatzbereiches fehlen, welche die Selbsteinschätzung der besagten Zielgruppe angemessen berücksichtigen.

Genau hier setzt das Oldenburger Konsortium im Rahmen des dreijährigen BMBF-Projektes STABIL (Selbstbestimmung und Teilhabe für Alle in Berufswahl und BerufsbILdung) an: Die Unternehmen TARGIS GmbH (Koordinator), embeteco GmbH & Co. KG, die Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V. sowie die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik) und das Institut für Ökonomische Bildung gGmbH wollen mit ihrem gebündelten pädagogischen und technischem Knowhow einen entscheidenden Beitrag zur Selbstbestimmung und beruflichen Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung leisten.

Zur Unterstützung der beruflichen Integration von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung wird von den Partnereinrichtungen ein digitales, interaktives Assistenzsystem auf der Basis von Bildsymbolen entwickelt sowie in Unternehmen und Schulungseinrichtung erprobt und implementiert. Im Sinne einer Unterstützten Kommunikation können Menschen mit geistiger Beeinträchtigung im Gespräch mit dem Lehr- und Ausbildungspersonal ihre beruflichen Interessen und Talente besser reflektieren, sodass passende (theoriereduzierte) Ausbildungsberufe oder Arbeitsplätze und die damit verbundenen Unterstützungsbedarfe zielgerichteter bestimmt werden.

Das IÖB wird vor allem die Implementation des digitalen Assistenzsystems in Schulen und Unternehmen in Verbindung mit der Entwicklung von Lehr-/Lernmaterialien und Fortbildungsmaßnahmen unterstützen.