Aktuelle Meldungen

Druckversion der Seite

2019

Meldungen eingrenzen:

24.09.2019

Dr. Karl-Josef Burkard wird mit Honorarprofessur geehrt

Dr. Karl-Josef Burkard, pensionierter Lehrer und Fachseminarleiter sowie weiterhin aktiver und langjähriger Lehrbeauftragter am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB/Oldenburg), wurde eine Honorarprofessur an der Universität Oldenburg verliehen. Burkard gilt als einer der Vordenker der ökonomischen Bildung und ist Vorsitzender von VÖBAS, einem Verband, der ökonomische Bildung in allgemeinbildenden Schulen fordert. Jährlich organisiert Burkard mit renommierten Experten den „Tag der ökonomischen Bildung“ in Oldenburg und in Münster. Vor mehr als 100 Gästen fand am 23.09.2019 die Festveranstaltung im BIS-Saal der Universität Oldenburg statt, in deren Rahmen Burkard eine beeindruckende Begrüßungsvorlesung zu dem Thema: „Aus der Wirtschaftsgeschichte lernen? Geschichte in der ökonomischen Bildung“ hielt.

Den Foliensatz dieser Veranstaltung können Sie hier einsehen.

Foto: IÖB/Oldenburg

20.09.2019

Energiebildung und Berufe im Nordwesten

In Auftrag des regionalen Fachkräftebündnisses Nordwest (Teilregion Nord) hat das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), An-Institut der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, ein Onlineangebot mit Unterrichtsmaterialien und Qualifizierungsangeboten zu den Themen der regionalen Energiebranche, beruflichen Orientierung, Gestaltung von Praxiskontakten und Analyse des regionalen Wirtschaftsraums entwickelt.

Lehrkräfte der Sekundarstufe I finden hier Anregungen, wie am Beispiel einer Branche die berufliche Orientierung gefördert und regionale Bezüge sowie Praxiskontakte in den Wirtschaftsunterricht eingebunden werden können. Mit mehreren Unterrichteinheiten und zusätzlichen Arbeitsblättern können die Lehrkräfte einen individualisierten Unterricht gestalten. Hierfür stehen ihnen auch Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themen in kompakter Form zur Verfügung. Darüber hinaus können sie mit einem Unterrichtsplaner für ihre Lerngruppe die passenden Materialien zusammenstellen, ihre Planungen mit Notizen und Kommentaren versehen und die Materialien eigenständig bearbeiten und für ihre Lerngruppe anpassen.

Und auch für die Schüler*innen hält die Homepage interessante Informationen zu Ausbildungsberufen in der regionalen Energiebranche bereit und aktuelle Hinweise auf Messen und Veranstaltungen zur beruflichen Orientierung in der Region Nordwest.

Mit dem nachfolgenden Link gelangen Sie direkt zur Projekthomepage: https://www.perspektiven-im-nordwesten.de/

Der Flyer kann hier eingesehen werden.

Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

19.09.2019

Einstellung von „Handelsblatt macht Schule“ und „Handelsblatt Newcomer“

Im Rahmen der Bildungsinitiative „Handelsblatt macht Schule“ konnten in Kooperation des Verlages mit dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und dem wigy e. V. in den vergangenen 16 Jahren vielfältige Materialangebote für den Wirtschaftsunterricht in den Sekundarstufen I und II entwickelt und kostenfrei angeboten werden. Hierzu zählen u. a. sechs umfassende Unterrichtseinheiten zu curricularen Schwerpunktthemen, ca. 3.000 tagesaktuell aufbereitete Artikel und Dossiers sowie bundesweite Schülerwettbewerbe (u. a. gesponsert von der EWE AG).

Im Jahr 2008 kam die erste Wirtschaftszeitung für Jugendliche in Deutschland, der „Handelsblatt Newcomer“, hinzu und traf sofort auf eine immense Nachfrage. Die mittlerweile 55 Ausgaben sowie die Auflage von über 110.000 Exemplaren pro Ausgabe verdeutlichen den großen Erfolg dieses einmaligen Bildungsangebotes bei Lehrkräften und Schülerschaft.

Ungeachtet dessen hat die Geschäftsführung der Handelsblatt Media Group aufgrund betriebswirtschaftlicher Überlegungen kurzfristig die Einstellung seiner Bildungsaktivitäten beschlossen, wobei im Hinblick auf den „Newcomer“ von einer „vorläufigen“ Beendigung die Rede ist. Das IÖB sowie der wigy e. V. bedauern diesen Schritt sehr und halten ihn in der aktuellen Phase der Stärkung der ökonomischen Bildung in Deutschland (insbesondere in Nordrhein-Westfalen) für falsch. Leider konnten sie auf die Entscheidung keinen Einfluss nehmen.

Hiervon nicht betroffen ist der Schülerwettbewerb „econo=me“, der von der Flossbach von Storch Stiftung und dem Handelsblatt organisiert sowie vom IÖB didaktisch begleitet wird. Aktuell ist die fünfte Runde zum Thema „Warum brauchen wir Unternehmen?“ gestartet, für die sich Schulklassen und Kurse wieder hier anmelden können.

19.09.2019

Sonderprogramm zur Berufsorientierung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Im August startete das „Sonderprogramm zur Berufsorientierung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler“ in Bremen (BO-GyO-Projekt), welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ finanziert wird.

Ziele des Projektes sind u. a. die Unterstützung der Lehrpersonen der gymnasialen Oberstufen bei der Umsetzung der Beruflichen Orientierung sowie die Entwicklung eines nachhaltig wirkenden Netzwerkes zwischen Schulen, Hochschulen und Wirtschaft. Erreicht werden sollen die Ziele u. a. mit der Erprobung neuer Instrumente der Beruflichen Orientierung wie dem geva-Test oder Praxiskontakten. Zusammen mit dem Institut Technik und Bildung (Universität Bremen) hat das Institut für Ökonomische Bildung die wissenschaftliche Begleitung des Projektes übernommen.

Die wissenschaftliche Begleitung soll die Schulen bei der Weiterentwicklung ihrer Konzepte zur Beruflichen Orientierung, die auch nach Auslaufen des Förderprogramms funktionsfähig sind, unterstützen. Außerdem soll der Aufbau eines Netzwerkes von Schulen, Arbeitsagentur, Unternehmen, Hochschulen, Schulverwaltung und weiteren Akteuren befördert werden.

Grundlage der wissenschaftlichen Begleitung ist ein komplexes Evaluationsdesign. Erhoben wird u. a. die Kompetenzselbsteinschätzung der Lehrpersonen zur Beruflichen Orientierung sowie ihre Überzeugungen zur Beruflichen Orientierung von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Weiter werden die Feedbackgespräche zum geva Test evaluiert, der Stand der realisierten schulischen BO-Konzepte sowie der Einsatz eines E-Portfolios. Während der gesamten Projektlaufzeit von zwei Jahren findet eine Panelerhebung zum beruflichen Orientierungsprozess der Schüler*innen statt. Dabei werden insgesamt fünf Erhebungen durchgeführt.

Die Erhebungsergebnisse sind von wichtiger Bedeutung für die Verstetigung der BO-Maßnahmen. Die Ergebnisse erlauben grundsätzliche Rückschlüsse, ob sich die BO in eine erfolgsversprechende Richtung entwickelt.

Auf der Basis der Evaluationsergebnisse werden in enger Zusammenarbeit mit den Schulen, Konzepte entwickelt, die zum einen die Richtlinie zur BO erfüllen, aber zum anderen auch schulindividuelle Wünsche und Möglichkeiten berücksichtigen. Hinzu kommen Fortbildungsmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit dem LIS. Durch die Ausrichtungen von Fachtagungen wird der Wissenstransfer zwischen den Bremer Akteuren in andere Bundesländer unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung ist Partner der Steuerungsgruppe des besagten BMBF-Sonderprogramms, die sich regelmäßig in der Schulbehörde Bremen trifft. Das BMBF-Sonderprogramm und die wissenschaftliche Begleitung laufen bis Mitte 2021.