Aktuelle Meldungen

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2019

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06.02.2019

IÖB bei den IHK-Energie-Scouts

2019 führt die IHK Oldenburg das Projekt „IHK-Energie-Scouts“ in der dritten Runde fort. Der neue Durchgang begann mit einem Workshop-Wochenende am 25. und 26. Januar in Oldenburg, an dem auch das Institut für Ökonomische Bildung mit einem Workshop beteiligt war. Darin ging es insbesondere um die Fragen, warum die Energiewende und der Klimaschutz jeden etwas angeht und trotzdem schwer umzusetzen ist. Die Auszubildenden entwickelten eigene Ideen, wie in ihren Unternehmen diese Themen stärker in die Köpfe der Kolleginnen und Kollegen gebracht werden können. Nun geht es für die 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihre Unternehmen und Ausbildungsbetriebe, um Einsparpotenziale aufzudecken und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Bildnachweis: IÖB

01.02.2019

Wie gelingt wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnistransfer? – Tagung „Zukunftsdiskurse“ im IÖB Oldenburg

Warum sollten Wirtschaftswissenschaftler/innen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in die breite Öffentlichkeit tragen und wie lässt sich dieser Prozess sinnvoll gestalten? Diese und weitere wichtige  Fragen wurden auf der Tagung „Zukunftsdiskurse“ vom 23.01. bis 25.01.2019 im Institut für Ökonomische Bildung in Oldenburg mit renommierten Wirtschaftsprofessoren und Wirtschaftsethikern erörtert. Gefördert wurde die Tagung vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.  

Zu Beginn verdeutlichten Prof. Dr. Dirk Loerwald und Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski die besondere Bedeutung von wissenschaftlichem Erkenntnistransfer, vor allem im Bereich der Wirtschaftsethik. Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski hob die Funktion von Schule in diesem Zusammenhang ausdrücklich hervor. „Wir müssen uns immer die Frage stellen, wie wir Fritz und Karola erreichen können“, forderte er. Ein Erkenntnistransfer sei hierbei nur durch qualifiziertes Lehrpersonal möglich. Zudem müsste ausreichend Unterrichtszeit für die Vermittlung von ökonomischer Bildung  vorhanden sein.

Wo und über welche Kanäle dieser Erkenntnistransfer (noch) stattfinden kann, erläuterte Prof. Dr. Achim Wambach vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in seinem Vortrag. „Unterschiedliche Interessen und Kompetenzen der ‚Öffentlichkeit‘ verlangen unterschiedliche Formen des Transfers“. Je nach Zielgruppe muss die Art und die Länge der wissenschaftlichen Ergebnisse angepasst werden, bevor sie an Ministerien, Komissonen und schließlich die Öffentlichkeit herangetragen werden.

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Bruno Frey, Leiter des Center for Research in Economics, Management and the Arts (CREMA) in Basel, zeigte sich besorgt darüber, dass vor allem junge, unorthodoxe Wissenschaftler kaum noch an Universitäten, sondern eher in Unternehmen arbeiten, was den Wissenstransfer erschwert. Dabei sieht er als eine mögliche Ursache vor allem den hohen Publikationsdruck – vor allem für junge Wissenschaftler. Gleichzeitig betont er: „Das ist keine Kritik an die jungen Leute, sondern am System!“ Auch würde heutzutage oft eine ausführliche Datenanalyse mit guter Wissenschaft gleichgesetzt werden, wirtschaftsploitische Vorschläge dagegen nicht. 

Mit den Chancen und Herausforderungen von Erkenntnistransfer in der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung setzte sich Prof. Dr. Justus Haucap vom Düsseldorfer Insitut für Wettbewerbsökonomie (DICE) auseinander. Dabei verdeutlicht er, dass nur wenige Ökonomen sich gleichzeitig in der Spitzenforschung als auch in der Politikberatung einbringen. Prof. Dr. Thomas Mayer, Leiter des Flossbach von Storch Research Institute, sprach hingegen über die Gefahren der Entwertung wirtschaftswissenschaftlichen Wissens im öffentlichen Diskurs. Es gehe vor allem um die Belastbarkeit von Erkenntnissen. „Bei vielen Erkenntnissen können wir gar nicht einfach sagen ‚Hier ist das Ergebnis und jetzt muss dieses Wissen in verschiedene Bereiche übertragen werden‘, weil sie nicht belastbar sind.“

Auch am zweiten Veranstaltungstag gab es ein vielseitiges Programm, bei dem besonders wirtschaftsethische Aspekte und ihre Vermittlung an ökonomische Laien im Vordergrund standen. Hier stellten Prof. Dr. Ewald Mittelstädt, Prof. Dr. Günther Seeber sowie Prof. Dr. Dirk Loerwald und Prof. Dr. Andreas Suchanek wichtige Thesen, Konzepte und Strategien vor.  Weitere Beiträge und Ideen kamen von Prof. Dr. Christoph Lütge,  Prof. Dr. Birger Priddat, Prof. Dr. Dominik Enste und Prof. Dr. Nick Lin-Hi.

Die insgesamt dreitätige Tagung endete am Freitag mit einem Round Table, bei dem Experten aus Wirtschaft und Kommunikation über mögliche Kanäle und Formate des Erkenntnistransfers diskdutierten. Geleitet von Dr. Michael Koch (IÖB) gaben beim Round Table Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker (ehem. EWE-Vorstandsvorsitzender), Verena von Hugo (Flossbach von Storch Stiftung), Steffen Köster (J. Bünting Beteiligungs AG) sowie Dr. Wolf Prieß (Joachim Herz Stiftung) und Sven Schumann (Deutsche Börse AG) wichtige Impulse für die Vermittlung von Wirtschaftswissen.

Die zentralen Ergebnisse der Tagung werden auf einer zweiten Veranstaltung im Mai der Öffentlichkeit präsentiert. Das Programm der ersten Tagung finden Sie hier.

Foto: IÖB/M. Hibbeler

Das Video zur Veranstaltung finden Sie hier:

25.01.2019

Deutsche Börse - Neuer Partner des Handelsblatt Newcomers fragt ganz genau nach

Mit der Nachricht über das Erscheinen der 52. Ausgabe des Handelsblatt Newcomers ist es schon angeklungen: Der Newcomer hat einen neuen Partner, die Deutsche Börse.

Zu Beginn der Partnerschaft wurden einige Fragen zum Handelsblatt Newcomer gestellt. Dr. Michael Koch stand Rede und Antwort u. a. zu den Fragen, wie die Schülerzeitung im Unterricht verwandt werden kann oder welche Aufgabe dabei die Schülerredaktion hat.

Das Ergebnis dürfte wohl für jeden, der mehr über den Handelsblatt Newcomer wissen möchte, interessant sein.

23.01.2019

„Marketing Digitally“ – ein neues Projekt zum Thema „Digital Literacy in Entrepreneurship“

Wenige Tage vor dem Jahreswechsel reisten Mitarbeiter der Internationalen Abteilung des IÖB nach Konya, in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mitten in der Türkei . Dort nahmen sie an der Auftaktsitzung des Projektes „MARKETING DIGITALLY“ teil, das im Rahmen des EU-geförderten Programms Erasmus+ in den kommenden zwei Jahren realisiert wird.

Das Projekt „MARKETING DIGITALLY“ zielt auf die Entwicklung der Kompetenzen von Lehrkräften und Multiplikatoren sowie auf die Erweiterung des Lernangebotes innerhalb der horizontalen und sektoralen Prioritäten der EU und speziell des Erasmus+-Programms ab. Mit seinem speziellen Fokus, das aktuell in der EU als neues Entwicklungsfeld verstanden wird, unterstützt das Projekt - je nach Partnerland – benachteiligte Gruppen, die ihre Fähigkeiten im Bereich des digitalen Marketings verbessern wollen. In der Türkei wären es z. B. junge benachteiligte Unternehmerinnen und Unternehmer (oder auch ältere Schülerinnen und Schüler aus strukturschwachen Regionen, Menschen mit Migrationshintergrund). Entstehende Produkte sollen außerdem die Kompetenzen der Lehrkräfte mit Hilfe von speziellen Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien unterstützen. Das nachhaltige Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer E-Learning-Plattform sowie die Gründung eines Multiplikatoren-Netzwerkes im Bereich „Teaching Digital Marketing for Socially Disadvantaged Entrepreneurs“.

Die heutige Lage auf dem sowohl europäischen als auch internationalen Arbeitsmarkt lässt sich im Hinblick auf die Verbreitung der digitalen Technologien durch die ständig steigende Nachfrage nach IT-Kenntnissen und der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen beschreiben. So werden in Europa bis 2020 schätzungsweise 765.000 Arbeitsplätze im IT-Bereich unbesetzt bleiben. Auf der anderen Seite erzeugen jetzt schon europäische Unternehmen immer größere Anteile ihres Umsatzes im Internet. Infolgedessen geraten digitale Schlüsselkompetenzen immer mehr in den Fokus diverser europaweiter Bildungsinitiativen. Diese Thematik bildet ebenfalls die Kernidee des Projektes „MARKETING DIGITALLY“ ab, das von den Partnern aus der Türkei, Portugal, Spanien, Italien und Deutschland realisiert wird. Die Projektpartner sind fest davon überzeugt, dass die Digitalisierung von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung neuer Berufe sein wird und sich daraus entsprechend Anforderungen an einschlägigen Fähigkeiten ableiten lassen.

Am Rande der Arbeitsgespräche konnten Projektteilnehmer die weltberühmte türkische Gastfreundschaft und Küche genießen. Außerdem bekamen sie einen ersten Einblick in die Geschichte und Kultur des Landes und der Region.

Über das erste Projekttreffen wurde in der regionalen Presse ausführlich berichtet (auf Türkisch):

Zeitungsbericht: http://www.memleket.com.tr/dijital-pazarlama-toplantisi-yapildi-1597002h.htm

Video: https://youtu.be/-0RZRVQYp2s

Das nächste Projekttreffen findet im April 2019 in Oldenburg statt.

Bildnachweis: IÖB