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2018

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02.11.2018

Handelsblatt Newcomer: Ausgabe 51

Heute erscheint die 51. Ausgabe des Handelsblatt Newcomers, der kostenlosen Wirtschaftszeitung für Jugendliche aller Schulformen ab der Jahrgangsstufe acht.

Aus aktuellem Anlass befasst sich die Ausgabe mit der zunehmenden Wohnungsnot in deutschen Städten. Auf der Suche nach Lösungen für die ansteigenden Mietpreise kommt die Regierung aktuell an ihre Grenzen – zumal die Mietpreisbremse bisher nicht die gewünschte Wirkung zu erzielen scheint. Auch die Verpackungsindustrie steht vor Herausforderungen und muss sich den wandelnden Entwicklungen am Markt langfristig anpassen: anhaltende Globalisierung, wachsender Online-Handel, zunehmende Nachhaltigkeitsbestrebungen und Einflüsse der Digitalisierung.

Weitere spannende Themen sind das G20-Gipfeltreffen in Buenos Aires, Nikes Werbezusammenarbeit mit dem früheren Quarterback und gegen Polizeigewalt demonstrierenden Colin Kaepernick, der Wertverlust vieler Schwellenländerwährungen, die fremdenfeindlichen Ereignisse in Chemnitz sowie der Klimawandel.

Der Newcomer wird seit 2008 in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg und dem Handelsblatt herausgegeben. Die Zeitung richtet sich bundesweit an Schüler aller Schulformen ab Klasse acht. Lehrkräfte finden kostenlose Bestellmöglichkeiten unter www.handelsblattmachtschule.de/newcomer

09.10.2018

wigy Forum 2018: 25 Jahre wigy e. V. – „Wer nicht viel weiß, der muss viel glauben!“

Kaum zu glauben: der wigy e. V. wird schon 25! Das möchte der Verein gerne mit allen Mitgliedern und Interessierten auf der diesjährigen Jahresveranstaltung am 9. November um 17.30 Uhr feiern. Entstanden aus der 1993 gegründeten Initiative „Wirtschaft & Gymnasium“ stellt der wigy e. V. mit seinen rund 1.000 Mitgliedern inzwischen ein zentrales Netzwerk für UnternehmerInnen, Schulen und Lehrkräfte aller allgemeinbildenden Schulen dar und wächst stetig weiter. Zweck des Vereins war und ist gemäß Satzung seit der Gründung die „Förderung der ökonomischen Bildung und Erziehung an allgemein bildenden Schulen […]“. Deshalb erscheint für die Jubiläumsveranstaltung kein Thema geeigneter als „Wirtschaft in der Schule“. An diesem Abend sollen nicht nur die Entwicklung des Vereins und der Ökonomischen Bildung skizziert, sondern auch ein Blick auf die gegenwärtige Situation geworfen und gemeinsam über mögliche Zukunftsperspektiven diskutiert werden (wie z. B. den Veränderungen des Wirtschaftsunterrichts durch die Digitalisierung). Neben aktuellen Unterstützern kommen auch langjährige Weggefährten des wigy e. V. zu Wort. Herr Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, wird einen Impulsvortrag halten und an der anschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier oder in der Einladung (PDF).

Veranstaltungsdaten

Termin: Freitag, 09. November 2018, 17.30 bis 19.30 Uhr

Ort: Oldenburgische Landesbank AG, Gottorpstr. 23-27, 26122 Oldenburg

Veranstalter: wigy e. V. in Kooperation mit der OLB

Anmelden können Sie sich ab sofort online, per E-Mail an info@wigy.de oder telefonisch unter 0441-36130330.

Fotos wigy Forum 2017: wigy/M. Hibbeler

28.09.2018

Die Wirtschafts.Forscher! wurden in Sachen eHealth „geimpft“

Die vierte Wirtschafts.Forscher!-Programmphase ist am 25. und 26. September 2018 mit den Lehrkräften der am Programm beteiligten Schulen aus Baden-Württemberg und Ansbach/Bayern gestartet.

Der erste Veranstaltungstag begann mit einem Empfang in der PwC-Filiale Berlin. Frau Dr. Maren Ziese (Leiterin Stiftungsteam der PwC-Stiftung) begrüßte zunächst die in diesem Schuljahr neu hinzugekommenen Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer. Nach einem organisatorischen und ersten inhaltlichen Einstieg in die fachlichen Grundlagen der Wirtschaftsethik am Vormittag des ersten Veranstaltungstages, warf am Abend Frau Maria Klein-Schmeink (Gesundheitspolitische Sprecherin Bündnis 90 Die Grünen) mit den Wirtschafts.Forschern! einen informativen sowie kritischen Blick auf die derzeitigen Entwicklungen der deutschen Gesundheitspolitik. Im gegenseitigen Austausch wurde deutlich, dass eHealth, also die Digitalisierung aller Bereiche des Gesundheitswesens, ein politisch zentrales und hoch komplexes Themenfeld ist, welches sowohl kooperatives, als auch vernetztes Arbeiten aller Stakeholder erfordert. Bis dato sind viele Fragestellungen noch ungeklärt, aber das Heben der Potenziale, wie das Empowerment der Patienten und die Förderung kooperativer Behandlungsketten, sind laut Frau Maria Klein-Schmeink im Bereich Gesundheit wünschenswerte zukünftige Entwicklungen.

Im Anschluss an den politischen Einblick in die Zukunft des Gesundheitssystems kamen alle Projektteilnehmerinnen, -teilnehmer und -partner bei Antipasti mit Blick auf das Regierungsviertel bei Nacht zu einem gleichermaßen geselligen wie anregenden Austausch zusammen.

eHealth: Wo geht die Reise in 15 Jahren hin? Und was sollten Schülerinnen und Schüler wissen?

Ein Horrorszenario für Lehrkräfte: In 15 Jahren laden Schülerinnen und Schüler, nach einem Videoanruf mit ihrem Arzt, noch aus dem Bett ihre ärztlichen Atteste in die Gesundheits-App der Schule. Dieses ist nur eine Vorstellung bezüglich der Zukunft unseres Gesundheitssystems, welche mittels Szenariomethode von den Lehrkräften am zweiten Tag erarbeitet wurden. Hierbei standen u. a. Fragen nach der „Pflege per Roboter“, der „Nutzung von Mobile-Health-Anwendungen“ und der „Bereitstellung von Online-Sprechstunden“ in den kommenden Jahrzehnten im Vordergrund. Zudem galt es, ökonomisch-politische Gestaltungsmöglichkeiten zu analysieren und daran anknüpfend Ideen zur unterrichtlichen Realisierung im Programmkontext zu entwickeln.

Bei einer Ausstellung konnten die Ergebnisse präsentiert und diskutiert werden. Insbesondere der schulisch handhabbare und problemorientierte Zugang brachte kreative Ansätze zu Tage. Man stelle sich vor, Schülerinnen und Schüler, deren Eltern eine Brille tragen, müssten gezwungenermaßen als Präventivmaßnahme im Klassenraum in den ersten Reihen sitzen. Geschickt lässt sich diese Situation auf die Vor- und Nachteile der Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten an die Krankenkasse oder den Arbeitgeber transferieren.

Zum Ende der Veranstaltung sind sich die Teilnehmenden einig gewesen, dass eHealth eine hoch aktuelle Thematik ist, welche sich als Anwendungsbeispiel gut für die unterrichtliche Vermittlung wirtschafts-ethischer-Fragestellungen eignet.

Wirtschafts.Forscher!-Konferenz am 06. Und 07. November 2018

Im Anschluss an die Präsenzphase erfolgen nun die Programm-Workshops sowie der Unterricht mithilfe der bereitgestellten Arbeitshefte und Onlinematerialien. Der nächste spannende Termin ist die Wirtschafts.Forscher!-Konferenz am 06. und 07. November 2018 in Berlin. Hierzu können sich Interessierte noch bis zum 15. Oktober unter info@pwc-stiftung.de anmelden.

Bis dahin wünschen wir allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern viel Spaß und vielfältige Erkenntnisse im Rahmen des forschenden Lernens.

Die offizielle Programm-Homepage finden Sie unter: www.wirtschafts-forscher.de

21.09.2018

Die neue DSGVO – überfällig oder überbordend? wigy e. V. diskutiert mit Vertretern der regionalen Wirtschaft

Rund 30 Gäste diskutierten mit dem wigy e. V. im großen Saal des Instituts für Ökonomische Bildung in Oldenburg über die Herausforderungen der neuen Datenschutzgrundverordnung. „Nicht nur Verbraucher und Unternehmen sind verunsichert. Auch Juristen und Fachleute sind sich uneinig und legen die geforderten Maßnahmen der EU unterschiedlich aus“, leitete der Vorstandsvorsitzende Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker die Veranstaltung ein.

Um Klarheit in die komplexe Thematik zu bringen, fassten die Experten Prof. Dr. Jürgen Taeger, Professor für bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie Oliver Thomsen, Syndikusrechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung der CEWE Stiftung & Co. KGaA, die rechtliche Situation noch einmal zusammen. Dabei zeigten sie auch auf, wie die Umsetzung in der Praxis vielerorts vonstattengeht.

Prof. Dr. Jürgen Taeger wies besonders darauf hin, wie die Verarbeiter von personenbezogenen Daten zukünftig agieren können. Dazu gehöre unter anderem, alle getätigten Aktionen im Umgang mit personenbezogenen Daten umfassend aufzuzeichnen. „Jede Maßnahme, die Sie vorgenommen haben – sei es eine Einwilligung, die jemand gegeben oder ein Widerspruch, den jemand getätigt hat, müssen Sie dokumentieren.“

Oliver Thomsen hob hervor, dass die Bürgerinnen und Bürger sich vor Neuem, wie der DSGVO, nicht einschüchtern lassen sollten. „Wir haben eine disruptive Wirtschaft. Der Wandel geht weiter, wir müssen nur wissen, wie wir damit umgehen.“ Regulierung sei notwendig, müsse aber effektiv und angemessen sein. Sie dürfe zudem den einzelnen Bürger nicht benachteiligen oder der Weiterentwicklung im Wege stehen. „Viel wichtiger als Regulierung ist Bildung“, betonte Thomsen daher und appellierte an die Zuschauer: „Wir müssen Kindern beibringen, dass es nicht cool ist, andere beim Trinken zu fotografieren und das dann bei Facebook hochzuladen.“

Auch die anschließende Diskussion zeigte, wie wichtig es ist, sich bildungsmäßig mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Den Jugendlichen von heute kann die Nutzung des Smartphones nicht einfach verboten werden, vielmehr müssen sie für den Umgang mit ihren Daten und für das Thema Datenschutz sensibilisiert werden.

v. l.: Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB), Jacqueline Kleemann (wigy e. V.), Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski (IÖB), Oliver Thomsen (CEWE Stiftung), Prof. Dr. Jürgen Taeger (Universität Oldenburg), Dr. Margareta Brauer-Schröder (Vorstand wigy e. V.), Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender wigy e. V.)

Foto: IÖB/M. Hibbeler