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2008

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08.09.2008

WiGy Wirtschaftsforum 2008

Am Freitag, den 05. September hat in Oldenburg das WiGy Wirtschaftsforum 2008 stattgefunden.

Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker begrüßte Unternehmen, Verbände, Kammern und weitere Institutionen aus der Region im Institut für Ökonomische Bildung (IÖB), um über die Verbesserung der Ausbildungsreife von Schulabgängern zu diskutieren.

„Derzeit schaffen nur etwa 60 Prozent der Absolventen der allgemeinbildenden Schulen den direkten Übergang in eine Berufsausbildung und 10 Prozent brechen ihre Ausbildung ab“, war die Aussage von Prof. Dr. Rudolf Schröder, Inhaber der Stiftungsprofessur in der Abteilung für Ökonomische Bildung am IÖTB der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. "Eine wesentliche Ursache sei darin zu sehen, dass viele Einzelaktionen durchgeführt werden, denen aber die Struktur fehle." Prof. Kaminski, wissenschaftlicher Leiter am Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg, ergänzte: „Betriebserkundung, Schülerfirma, Praktikum, Elternarbeit, Lehrerqualifikation – diese Teile müssen zu einem konzeptionellen Gesamtbild zusammengefügt werden, um der Zielgruppe zu helfen."

In einem Eckpunktepapier, das von der Abteilung Ökonomische Bildung am IÖTB der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, dem An-Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) und der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer verfasst wurde, stellten die Herausgeber vor, wie sie sich den Aufbau und die institutionelle Absicherung von „belastbaren Bildungsnetzwerken“ vorstellen. Grundvoraussetzung, so Thomas Hildebrandt von der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, sei die curriculare Verankerung der Berufsorientierung im Unterrichtsfach Wirtschaft.

Im Anschluss an die Diskussion unter lebhafter Beteiligung der Wirtschaftsexperten erhielten die Vertreter der Mitgliedsunternehmen des WiGy e.V. Urkunden als Symbol der Anerkennung für ihren Einsatz für die Ökonomische Bildung. Dr. Brinker, Vorstandsvorsitzender des WiGy e. V. betonte: „In ihrer Aufgabe als WiGy-Mitglied sind Sie nicht nur Wirtschaftsunternehmer, sondern auch Pfadfinder, die sich dafür einsetzen, durch gezielte Investitionen Wege zu einer tragfähigen ökonomischen Bildung in Deutschland zu finden.“

Das Eckpunktepapier zur Berufsorientierung kann auf den Internetseiten des IÖB (www.ioeb.de) in der Rubrik „Aktuelles“ herunter geladen werden.

05.09.2008

Eckpunktepapier zur Berufsorientierung

Ein Eckpunktepapier „Berufsorientierung in der Schule“ haben jetzt die Abteilung Ökonomische Bildung am IÖTB der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, das An-Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) sowie die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer herausgebracht. Hintergrund ist, dass sich der Übergang von der Schule in den Beruf für zahlreiche Schulabsolventen schwierig gestaltet. In dem Papier werden Maßnahmen einer nachhaltigen Förderung der Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen vorgestellt. Hierdurch können nicht nur positive arbeitsmarktpolitische Effekte angestoßen werden, sondern den Schülern auch frustierende und ineffiziente Verweilzeiten zwischen Schule und Beruf erspart werden. Kernstück des Papiers sind zehn Thesen zur Förderung der Berufsorientierung und konkret formulierte Forderungen an die Bildungspolitik. Das Eckpunktepapier kann als PDF-File heruntergeladen werden.

14.08.2008

Designpreis 2009

Die Spotreihe "Ökonomie inBegriffen" des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB) wurde für den Designpreis 2009 nominiert.  Der Designpreis - auch als "Preis der Preise" bezeichnet – gilt als höchste offizielle Design-Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Die DVD stellt in kurzen Filmen 20 Grundbegriffe der Ökonomie dar und ist für die Verwendung in unterschiedlichen Lern- und Unterrichtszusammenhängen konzipiert. Die Nominierung der Spotreihe bezieht sich auf herausragende Leistungen in den Bereichen Produkt- und Kommunikationsdesign. Die Nominatoren sind die Wirtschaftsministerien und -senatoren der Länder bzw. das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Die Ergebnisse der 10-köpfigen Jury, welche sich aus Vertretern von Industrie, Hochschulen, Design und Medien zusammensetzt, werden bei der Eröffnung der "Ambiente - Internationale Frankfurter Messe 2009" (13.-17. Februar 2009) im Rahmen eines öffentlichen Festakts vorgestellt. Weitere Informationen zu der DVD und den Spot zum Thema "Wettbewerb" finden Sie hier. Weitere Informationen zum Designpreis finden Sie unter www.designpreis.de.

04.08.2008

6-Punkte-Katalog zur ökonomischen Bildung

Dass Wirtschaft zu einem eigenständigen Unterrichtsfach an allgemeinbildenden Schulen werden muss, fordert das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Hans Kaminski schon seit vielen Jahren. In zahlreichen Projekten setzen sich die Oldenburger für eine fundierte Aus- und Fortbildung von Wirtschaftslehrkräften, moderne Unterrichtsmaterialien und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in Form von größeren Stundenkontingenten und stimmigen Curricula ein. „Die Grammatik einer Gesellschaft“, so Kaminski, „ist ohne ökonomisches Basiswissen überhaupt nicht zu verstehen.“

Dem gleichen Argumentationsstrang folgen nun auch die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in einem kürzlich veröffentlichten Papier. Ihr 6-Punkte-Katalog deckt sich in weiten Teilen mit den Grundpfeilern des Oldenburger Modells, das allen Aktivitäten des IÖB zugrunde liegt. Erst kürzlich wurden seine wesentlichen Forderungen in einem gemeinsam mit dem Bankenverband veröffentlichten Gutachten zur ökonomischen Bildung publiziert. Die dort ausgeführten Thesen greifen auch die beiden Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft auf: Sie mahnen umfassende Verbesserungen von der Etablierung standardisierter Kompetenzkataloge bis hin zu einer fundierten Lehrerbildung an.

Ähnlich argumentiert flankierend die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in einer neuen Anzeige der Reihe „Erhard schreibt wieder“. Betont wird auch hier die Erkenntnis, dass Entwicklungen in unserer Gesellschaft ohne ein grundlegendes Verständnis für Wirtschaft nicht nachvollzogen werden können. Aus diesem Grunde wirbt der ‚Vater der Sozialen Marktwirtschaft’ auf dem Plakat für mehr ökonomische Bildung. Über seinem Kopf schwebt eine große Sprechblase: „Ich bin erschrocken, wie wenig Schulentlassene von der Wirtschaft verstehen, obgleich sie das Leben des ganzen Volkes mitbestimmen.“ Es macht Hoffnung, dass die Forderungen nach ökonomischer Bildung drängender werden. Deutlich wird nämlich mehr und mehr, wie sehr das Verständnis (oder auch das Unverständnis) der Grundlagen unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung die Diskussion zur Weiterentwicklung beeinflusst.