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2019

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16.07.2019

Zukunftsdiskurse: „Vertrauen in der Wirtschaft – unersetzlich, aber verletzlich“

Vertrauen Sie uns: ein Besuch dieser Veranstaltung wird sich bestimmt lohnen. oder vertrauen Sie uns etwas nicht? Woran machen Sie Vertrauen eigentlich fest?

Das menschliche Zusammenleben beruht auf Vertrauen und zwar nicht nur in der Liebe oder anderen privaten Beziehungen, sondern auch in der Wirtschaft. Vertrauen ist eine Art „Schmiermittel“ für ökonomische Tauschprozesse. Wir vertrauen auf die Qualität von Gütern, auf die Stabilität des Geldwertes, auf die Abmachungen in einem Vertrag und auf vieles mehr. Die heutige Wirtschaftswelt wäre ohne Vertrauen nicht vorstellbar.

Was aber, wenn das Vertrauen missbraucht wird? Immer wieder lesen wir von Skandalen oder Krisen, die das Wirtschaftssystem erschüttern und es wird kontrovers diskutiert, wie man damit umgehen soll. Wie wichtig Vertrauen ist, merkt man oft erst dann, wenn es nicht mehr da ist.

Dieses spannende Verhältnis zwischen Ökonomie und Vertrauen diskutieren wir am 05. September 2019 mit interessanten Experten aus Theorie und Praxis im Plenarsaal des Alten Landtags in Oldenburg und laden alle Interessierten herzlich dazu ein.

Im Überblick

Termin: Donnerstag, 05. September 2019, ab 16.30 Uhr

Ort: Plenarsaal des Alten Landtags, Tappenbeckstraße 1, 26122 Oldenburg

Keynote: „Vertrauen und Geld“, Burkhard Balz (Deutsche Bundesbank)

Diskutanten:

  • Burkhard Balz (Deutsche Bundesbank)
  • Prof. Dr. Eberhard Haunhorst (LAVES)
  • Steffen Köster (Bünting)
  • Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB)
  • Ulf Prange, MdL (SPD)

Moderation: Dr. Michael Koch (IÖB)

Anmeldung: per E-Mail (zukunftsdiskurse@ioeb.de), telefonisch (0441-361303-0) oder online hier

Hintergrund

Auf der einen Seite wirkt die fachwissenschaftliche Forschung für breite Bevölkerungsschichten manchmal sehr abstrakt und wenig verständlich. Auf der anderen Seite liefern beispielsweise die Wirtschaftswissenschaften durchaus wichtige Erkenntnisse, um aktuelle Herausforderungen und Probleme in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft besser zu verstehen und die öffentliche Debatte zu versachlichen.

Im Rahmen einer Fachtagung im Januar 2019 wurde die Frage des Erkenntnistransfers als Aufgabe der Wirtschaftswissenschaften mit renommierten Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsethik und Wirtschaftsdidaktik diskutiert. Ein Video zur Fachtagung finden Sie hier.

Mit unserer Abschlussveranstaltung am 05. September 2019 richten wir uns gezielt an die interessierte Öffentlichkeit und wollen uns dem Themenfeld „Vertrauen und Ökonomie“ widmen. Gerade auch in einer globalisierten Wirtschaft ist Vertrauen eine wichtige Währung. Gleichzeitig ist das Vertrauen in der Wirtschaftswelt gegenwärtig jedoch in unterschiedlichen Kontexten gefährdet oder eingeschränkt.

09.07.2019

1x1 der Wirtschaft: Schneller, höher, reicher – Wahrer Sportgeist vs. Sport als Ware?!

Auch in diesem Sommer veranstaltet das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) zusammen mit dem wigy e. V. und in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung (NWZ) wieder das „1x1 der Wirtschaft“. Das Thema am 29. August ab 17.30 Uhr im Garten des IÖB lautet: „Schneller, höher, reicher – Wahrer Sportgeist vs. Sport als Ware?!“.

Im Überblick

Termin: Donnerstag, 29. August 2019, ab 17.30 Uhr

Ort: Garten des Instituts für Ökonomische Bildung, Bismarckstraße 31, 26122 Oldenburg

Diskutanten:

  • Niels Bötel (Handball-Bundesligatrainer des VFL Oldenburg)
  • Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung und Kaufmännischer Geschäftsführer SV Werder Bremen)
  • Dr. Michael Koch (Gesamtleitung Projektmanagement IÖB)
  • Hauke Richters (Leiter Sportredaktion NWZ)
  • Hermann Schüller (geschäftsführender Gesellschafter EWE Baskets)

Veranstalter: IÖB und wigy e. V. in Kooperation mit Nordwest-Zeitung

Anmeldung: Die Karten für die Veranstaltung werden hier über eine Couponaktion der NWZ vergeben.

Inhaltlicher Ausblick

Sport gilt als die schönste Nebensache der Welt. Millionen Menschen gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, laufen oder schwimmen. An den Wochenenden strömen Hundertausende in die Stadien der Fußballbundesliga und in die Hallen der Basketball-, Handball- und Eishockeyclubs. Und im Fernsehen erzielen sportliche Großereignisse die höchsten Einschaltquoten. Hinzu kommen die unzähligen regionalen Sportvereine, die allen Altersgruppen Angebote machen. Sport ist integraler Bestandteil der Gesellschaft, er verbindet und begeistert … gerade auf regionaler Ebene.

Gleichzeitig schreitet die Kommerzialisierung des Sports stetig voran. Zunehmend astronomische Spielergehälter und Transfererlöse im Fußball sind hier ebenso Beleg wie die schrittweise Verlagerung von Liveübertragungen von den frei zugänglichen Sendern in den Pay-TV-Sektor. Viele Fans und Kommentatoren befürchten den Verlust der Werte des Sports und sehen die Gefahr, dass ökonomischen Zielsetzungen traditionelle Werte geopfert werden. Dabei entsteht jedoch mancherlei Widerspruch: Wer einerseits die besten Sportler im Land und deutsche Vereine erfolgreich im internationalen Wettbewerb sehen, andererseits aber die althergebrachten Vereinsstrukturen nicht infrage stellen will, muss sich ggf. entscheiden.

So schreiten die Verantwortlichen derzeit auf einem schmalen Grat zwischen kommerziellen Zielsetzungen und Fanprotesten, Financial Fairplay und der Sicherung der eigenen Wettbewerbsposition. Und gerade im Fußballland Deutschland stehen die anderen Sportarten im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und damit Einnahmen. Und als wäre dies nicht genug, tritt noch eine neue Form des Sports mit Nachdruck in den Ring: E-Sport, also der professionelle Wettkampf von Computer- und Konsolenspielern, füllt Hallen und Stadien mit jugendlichen Massen und begeistert auch viele Investoren angesichts der neuen Vermarktungskanäle.

Hintergrund

Für das Veranstaltungsformat „1x1 der Wirtschaft“ wurden IÖB und wigy im Jahre 2009 als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Besondere Beachtung fand die Grundidee, aktuelle gesellschafts- und wirtschaftspolitische Diskurse aufzugreifen, um wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln, die für das Verständnis jedweder Debatten bedeutsam sind. Kooperationspartner ist von Beginn an die Nordwest-Zeitung, die neben den Coupons und Hintergründen zur Veranstaltung auch ein Glossarium veröffentlicht. Es umfasst wirtschaftliche Grundbegriffe, die einfach und kurz erläutert werden.

Informationen und Videos zu vergangenen Veranstaltungen: http://www.ioeb.de/1x1derwirtschaft

Den aktuellen Pressartikel aus der NWZ finden Sie hier.

01.07.2019

Prof. Dr. Dirk Loerwald neuer Geschäftsführer des IÖB

Seit dem 01. Juli 2019 ist Herr Prof. Dr. Dirk Loerwald, bisheriger stellv. Geschäftsführer und Professor für Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der neue wissenschaftliche Leiter und Geschäftsführer des Instituts für Ökonomische Bildung.

Damit löst er Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski ab, der das An-Institut vor 15 Jahren gegründet und aufgebaut hat. Herr Prof. Loerwald freut sich auf seine neue Aufgabe: „Das IÖB ist ein Institut mit viel Potenzial. Wir können in der neuen Leitung auf zahlreiche Vorarbeiten aufbauen, freuen uns aber auch darauf, neue Impulse zu setzen und die Rolle des IÖB als eine der führenden Forschungseinrichtungen im Feld der ökonomischen Allgemeinbildung weiter auszubauen.“

Zum Pressetext der NWZ gelangen Sie hier.

27.06.2019

IÖB und KGS Rastede kooperieren erneut in der Beruflichen Orientierung

Kurz vor den Sommerferien durchliefen Schüler*innen des 8. Jahrgangs der KGS Rastede das Kompetenzfeststellungsverfahren „Profil AC“, welches maßgeblich von Studierenden der Ökonomischen Bildung, Politik-Wirtschaft sowie Pädagogik- und Sonderpädagogik gestaltet wurde. Mit dem Inkrafttreten des neuen Erlasses zur Beruflichen Orientierung ist die Durchführung eines Kompetenzfeststellungsverfahrens ab der 7. Jahrgangsstufe als ein Pflichtelement in allen Schulformen vorgesehen. Hierbei wird der Einsatz des Verfahrens „Profil AC“ für Niedersachsen empfohlen. Da in der schulischen Praxis die Wirtschaftslehrpersonen mit der Durchführung und Organisation der Beruflichen Orientierung inklusive der Verfahren zur Kompetenzfeststellung besonders gefordert sind, handelt es sich um eines von mehreren Studienmodulen zur Beruflichen Orientierung in den Oldenburger Studiengängen Ökonomische Bildung und Politik-Wirtschaft. Aufgrund der Schnittstellen zu sozial- und sonderpädagogischen Themen kann das Modul zur Berufseignungsdiagnostik auch von Studierenden der entsprechenden Studiengänge belegt werden.

Ähnlich wie in Assessmentcentern zur Personalauswahl in Unternehmen sind beispielsweise Gruppenaufgaben oder handwerkliche Aufgaben zu bewältigen, um neue Erkenntnisse über Kompetenzen jenseits der Schulnoten gewinnen zu können. In anschließenden Beratungsgesprächen wird beispielsweise erörtert, welche Betriebspraktika für die Schüler*innen sinnvoll sein können. Die Diagnostik und Beratung im Rahmen der Kompetenzfeststellung erfolgt durch speziell geschulte Lehrkräfte, die von den beteiligten Studierenden unterstützt wurden.

Im Sommersemester (4 SWS) durchliefen die Studierenden am Institut für Ökonomische Bildung (IfÖB) ein Modul zur Berufseignungsdiagnostik, welches ihnen die nötigen theoretischen Hintergründe vermittelte. In dem Modul erhalten die Studierenden eine grundsätzliche Einführung in die Berufseignungsdiagnostik und die sich anschließenden Rückmeldegespräche zu den individuellen Ergebnissen der Schüler*innen. Hinzu kommt eine Einführung in das niedersächsische Standardverfahren „Kompetenzanalyse Profil AC“ und die angeleitete Anwendung des Verfahrens in der Schule.

Das Studienmodul wird mittlerweile im sechsten Jahr durchgeführt. Die Verbindung von Theorie und Praxis wird nicht nur von der Projektschule begrüßt. Auch die Studierenden können anhand der Modulstruktur in ihren künftigen Berufsalltag hineinblicken und das theoretische Wissen sowie die organisatorischen Hürden hautnah miterleben.

Foto: IÖB, Studierende des Moduls