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2020

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12.02.2020

Digital durchstarten: Neues deutsch-russisches Projekt in Nowosibirsk

In der letzten Woche vor Weihnachten reisten Dr. Vitali Altholz (IÖB) und Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski für drei Tage nach Nowosibirsk. Dort, in der drittgrößten Stadt Russlands, stellten sie die Weichen für das neue deutsch-russische Projekt DÖBIS-NSK. Das im November bewilligte Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Vorhaben richtet sich an Kinder und Jugendliche allgemeinbildender Schulen in der Stadt und Region Nowosibirsk. Es zielt darauf ab, grundlegende digitale Kompetenzen in den Schulen aufzubauen und den digitalen Unterricht in der russischen Region curricular zu verankern. Im Zuge des Projektes werden unter anderem ein neues regionspezifisches Schulbuch für den Einsatz im Unterricht geschrieben und digitale interaktive Lerninhalte entwickelt. Außerdem soll ein breites Fort- und Weiterbildungsangebot für Lehrkräfte entstehen.

Foto: Diskussion mit der Arbeitsgruppe aus der Staatsuniversität Nowosibirsk

An dem Zusammentreffen in Nowosibirsk waren mit Vertreter*innen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Staatsuniversität Nowosibirsk, dem Ministerium für Bildung der Region Nowosibirsk sowie dem Gebietszentrum für Informationstechnologien alle wichtigen am Projekt beteiligten Partner anwesend.

Foto: Treffen mit Mitgliedern der Russischen Akademie der Wissenschaften

Zu den Programmpunkten des Kick-Off-Meetings zählte die Vorstellung des Projektes DÖBIS-NSK und die anschließende Diskussion von Zielen, Management und Budget des Projektes. Daraufhin folgte eine ausführliche Erläuterung des geplanten Vorhabens und eine weitere Diskussionsrunde rund um Arbeitspakete, Aktivitäten und die Definition von Aufgaben und Verantwortungsbereichen. Angesichts der aktuellen globalen Herausforderung bei der Konzeption und Erstellung neuer Lernformate ist die Wichtigkeit der Thematik des Projektes „Digitalisierung und ökonomische Bildung“ von allen Projektpartnern nicht nur auf politischer Ebene betont worden. Die Beschäftigung mit der Thematik biete ebenfalls großes wissenschaftliches Potenzial für neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Wesentlich war eine Zusammenkunft mit dem Bildungsminister für die Region Nowosibirsk, Herrn Sergej Fedortschuk, der die Zusammenarbeit zwischen der Staatsuniversität Nowosibirsk und dem Gebietszentrum für Informationstechnologien sehr begrüßte, dem Projekt viel Erfolg wünschte und seine Unterstützung zusagte. Insbesondere hob er die langjährige konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Ökonomische Bildung aus Oldenburg und der Region Nowosibirsk hervor, die als beispielhaft gelte.
Die intensiven Gespräche und Verhandlungen stimmten zum Ende des Zusammentreffens alle beteiligten Gesprächsparteien zuversichtlich. Sie freuen sich über die erfolgreiche mehrjährige Zusammenarbeit und blicken dem weiteren deutsch-russischen Zusammenwirken positiv entgegen.

 

Fotos: Treffen mit Vertretern des Bildungsministeriums und Gespräch mit dem Bildungsminister

Fotonachweise: IÖB

06.02.2020

Bericht: 2. Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung im Wirtschafts.Forscher!-Programm

Wirtschafts.Forscher!-Lehrkräfte zwischen Umweltschutz und Digitalisierung

Das Wiedersehen bekanntlich Freude macht, hat auch im fünften Programmjahr erneut die zweite Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung gezeigt. Nachdem sie bereits vielfältige  Erfahrungen im neu aufgelegten Wirtschafts.Forscher!-Programm gesammelt hatten, trafen sich die teilnehmenden Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt am 27. und 28. Januar bei PwC in Düsseldorf zur zweiten Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung wieder.

Auf Anhieb wurde das Interesse aller Beteiligten am gegenseitigen Erfahrungsaustausch erkennbar, was Herr Dr. Steffen Bruendel (Leiter PwC-Stiftung) im Rahmen seiner Begrüßung begeistert hervorhob. Zum Halbjahreswechsel befinden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitten in der unterrichtlichen Umsetzung des Wirtschafts.Forscher!-Programms. Das zweitägige Programm zielte entsprechend sowohl auf die inhaltliche als auch methodische Unterstützung.


Bildnachweis: Carlotta Schmitz

Am ersten Veranstaltungstag warf Markus Allbauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter desInstituts für Ökonomische Bildung und Leiter des digitalen Ox-Lernlabors an der Universität Oldenburg mit den Wirtschafts.Forscher!-Lehrkräfte einen kritischen Blick auf die derzeitigen Herausforderungen der Digitalisierung im Hinblick auf die Förderung nachhaltigere Lebensweisen. Herausgearbeitet wurden dabei u. a. die vielfältigen digitalen Möglichkeiten zum Erhalt der Lebensgrundlagen, aber auch die diesbezüglich bestehenden Herausforderungen. Deutlich wurde, dass es aktuell gilt, die rasanten technologischen Entwicklungen in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Anschließend thematisierten Elisa Messerschmidt und Sandra Zillinger von Education Y die Möglichkeiten des Einsatzes von Projektmanagementmethoden im Wirtschaftsunterricht und entwickelten gemeinsam mit den engagierten Lehrkräften spezifisch auf die jeweiligen Lerngruppen zugeschnittene Vorgehensweisen.

Andreas Becker von freiwerk B eröffnete den zweiten Veranstaltungstag mit einem Blick auf die Neuheiten im programmeigenen virtuellen Lernraum, dem Wi.Fo!-Lab. Im Anschluss daran knüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen an den Inhalten des Vortags an und entwarfen mit Hilfe der Inhalte im Wi.Fo!-Lab unterschiedliche Zukunftsszenarien und unterrichtliche Umsetzungsvorschläge. Den Abschluss der zweiten Lehrkräfte-Präsenzveranstaltung bildete ein Gallery Walk mit der Präsentation und Diskussion der Arbeitsergebnisse.


Bildnachweis: Carlotta Schmitz

Der nächste spannende Termin für alle Programmbeteiligten ist die Abschlussveranstaltung, der Economic Youth Summit am 07./08. Mai bei PwC in Frankfurt am Main. Hier präsentieren Schülerinnen- und Schülerdelegationen ihre Projektarbeiten. Wir sind sehr gespannt!

Die offizielle Programm-Homepage finden Sie unter: www.wirtschafts-forscher.de

05.02.2020

Botschafter für Ausbildung - Auszubildende berichten in Schulen von ihrem Berufsalltag

IHK geht neue Wege bei der Berufsorientierung

Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat am 30. Januar 2020 an der Oberschule Edewecht ihr neues Projekt "Ausbildungsbotschafter" gestartet. 26 Auszubildende aus Unternehmen des Oldenburger Landes haben rund 300 Schüler*innen von ihrem Ausbildungsalltag berichtet und für eine betriebliche Ausbildung geworben. In je zwei Einsätzen à 45 Minuten vermittelten sie authentische Einblicke in verschiedene Berufe und persönliche Erfahrungen, auch bei der Berufswahl. „Damit gehen wir einen neuen, praxisnahen Weg, um Schulen bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Und das ist im Sinne der Wirtschaft unserer Region, die dringend Fachkräftenachwuchs braucht“, erklärt Carolin Baar, die das Projekt Ausbildungsbotschafter bei der IHK koordiniert.

Oberschulrektor Peter Röben: „Das Projekt ermöglicht einen lebensnahen und niederschwelligen Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern und den Auszubildenden verschiedenster Berufe und bildet einen wichtigen, neuen Baustein im schulischen Berufsorientierungsprozess. Die multiprofessionelle Sichtweise von Wirtschaft, Universität und Schule in diesem Projekt soll den Lernenden den Weg in eine duale Ausbildung ebnen“.

Die 26 Auszubildenden aus Unternehmen der Region Oldenburg/Ammerland waren von der IHK auf ihren Einsatz vorbereitet worden. „Es funktioniert doch am besten, wenn man von eigenen Erfahrungen als Azubi berichtet“, sagt Ausbildungsbotschafterin Leona Oltmanns. „Ich war vor kurzem ja noch selbst in der Schule und weiß, wie schwer es ist, sich für einen Berufsweg zu entscheiden.“ Oltmanns wird bei der Sommerfeld AG in Friedrichsfehn zur Kauffrau für Büromanagement ausgebildet.

Das Projekt ist bundesweit einmalig, da dahinter auch ein didaktisches Konzept steht. Das heißt, mit Materialien, die die IHK gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) in Oldenburg sowie vier Schulen in Edewecht, Bad Zwischenahn und Friedrichsfehn erarbeitet hat, werden die Informationen der Ausbildungsbotschafter im Unterricht vor- und nachbereitet. Tina Fletemeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖB: „Ohne Einbindung in den Unterricht fehlt den Schülerinnen und Schülern ein Orientierungsrahmen, um nachhaltig von dem Projekt zu profitieren. Die Eindrücke, die sie im Projekt sammeln, werden in einem didaktischen Rahmen reflektiert, damit sie Rückschlüsse für den eigenen Berufswahlprozess ziehen können. Für eine gelungene Einbindung in den Unterricht stehen den betreuenden Lehrpersonen unsere Unterrichtsmaterialien und Handreichungen zur Verfügung.“

An dem Projekt sind neben der IHK, den Schulen und dem IÖB die Handwerkskammer Oldenburg und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt.

„Bei Unternehmen wie auch Schulen stößt das Projekt auf offene Ohren. Wir haben schon zum Auftakt große Unterstützung erfahren“, so Baar. „Nach einer Startphase im Ammerland werden wir das Projekt nun auf das gesamte Oldenburger Land ausweiten.“ Unternehmen, Auszubildende und Schulen, die Interesse haben mitzuwirken, können sich mit der IHK in Verbindung setzen.

Weitere Infos zum Projekt erhalten Sie unter http://www.ihk-oldenburg.de/ausbildungsbotschafter.

Den aktuellen Pressebericht der NWZ finden Sie hier

Die Ausbildungsbotschafter. Bildnachweis: Andreas Burmann

300 Schüler*innen nahmen an dem Projekt teil. Bildnachweis: IÖB

04.02.2020

Die eigenen Ziele und Strategien im Blick

Das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) hat in einem konstruktiven Prozess mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) – wie alle anderen niedersächsischen An-Institute auch – Zielvereinbarungen zur strategischen Weiterentwicklung formuliert. Hintergrund ist die Fokussierung des Beitrags der An-Institute auf die jeweils zu bearbeitenden ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die übergeordneten Ziele des IÖB in diesem Zusammenhang liegen in der Stärkung des Wissenstransfers, dem Ausbau von Kooperationen und der Konkretisierung des eigenen Forschungsprofils.

Mit Unterzeichnung der Zielvereinbarung durch Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler und dem wissenschaftlichen Leiter des IÖB - Prof. Dr. Dirk Loerwald – stehen die Eckpfeiler für die kommenden fünf Jahre fest. Neben dem Erhalt des Bewährten, gilt es zukunftsfähige Elemente aufzubauen und zu stärken. Besonderes Augenmerk kommt der empirischen Lehr-Lern-Forschung zuteil, deren Etablierung bereichsübergreifend als zentrales Entwicklungsziel des IÖB verstanden wird. Darüber hinaus wird das IÖB den Transfer von Erkenntnissen in verschiedene Zielgruppen professionalisieren, die Grundlagenforschung mit Bezug zum Praxisfeld intensivieren und die nationale und internationale Verbundforschung systematisch ausbauen.

Die individuell mit dem IÖB vereinbarten Schwerpunkte sind Teil der Unterzeichnung von Zielvereinbarungen mit anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen des MWK. Mehr dazu unter dem Link hier.