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2018

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21.09.2018

Die neue DSGVO – überfällig oder überbordend? wigy e. V. diskutiert mit Vertretern der regionalen Wirtschaft

Rund 30 Gäste diskutierten mit dem wigy e. V. im großen Saal des Instituts für Ökonomische Bildung in Oldenburg über die Herausforderungen der neuen Datenschutzgrundverordnung. „Nicht nur Verbraucher und Unternehmen sind verunsichert. Auch Juristen und Fachleute sind sich uneinig und legen die geforderten Maßnahmen der EU unterschiedlich aus“, leitete der Vorstandsvorsitzende Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker die Veranstaltung ein.

Um Klarheit in die komplexe Thematik zu bringen, fassten die Experten Prof. Dr. Jürgen Taeger, Professor für bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie Oliver Thomsen, Syndikusrechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung der CEWE Stiftung & Co. KGaA, die rechtliche Situation noch einmal zusammen. Dabei zeigten sie auch auf, wie die Umsetzung in der Praxis vielerorts vonstattengeht.

Prof. Dr. Jürgen Taeger wies besonders darauf hin, wie die Verarbeiter von personenbezogenen Daten zukünftig agieren können. Dazu gehöre unter anderem, alle getätigten Aktionen im Umgang mit personenbezogenen Daten umfassend aufzuzeichnen. „Jede Maßnahme, die Sie vorgenommen haben – sei es eine Einwilligung, die jemand gegeben oder ein Widerspruch, den jemand getätigt hat, müssen Sie dokumentieren.“

Oliver Thomsen hob hervor, dass die Bürgerinnen und Bürger sich vor Neuem, wie der DSGVO, nicht einschüchtern lassen sollten. „Wir haben eine disruptive Wirtschaft. Der Wandel geht weiter, wir müssen nur wissen, wie wir damit umgehen.“ Regulierung sei notwendig, müsse aber effektiv und angemessen sein. Sie dürfe zudem den einzelnen Bürger nicht benachteiligen oder der Weiterentwicklung im Wege stehen. „Viel wichtiger als Regulierung ist Bildung“, betonte Thomsen daher und appellierte an die Zuschauer: „Wir müssen Kindern beibringen, dass es nicht cool ist, andere beim Trinken zu fotografieren und das dann bei Facebook hochzuladen.“

Auch die anschließende Diskussion zeigte, wie wichtig es ist, sich bildungsmäßig mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Den Jugendlichen von heute kann die Nutzung des Smartphones nicht einfach verboten werden, vielmehr müssen sie für den Umgang mit ihren Daten und für das Thema Datenschutz sensibilisiert werden.

v. l.: Prof. Dr. Dirk Loerwald (IÖB), Jacqueline Kleemann (wigy e. V.), Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Kaminski (IÖB), Oliver Thomsen (CEWE Stiftung), Prof. Dr. Jürgen Taeger (Universität Oldenburg), Dr. Margareta Brauer-Schröder (Vorstand wigy e. V.), Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender wigy e. V.)

Foto: IÖB/M. Hibbeler

20.09.2018

„Bausteine für einen erfolgreichen Übergang Schule-Beruf“ – Einladung zur Veranstaltung am 16.10.2018

Probleme im beruflichen Übergang werden immer wieder beklagt – oftmals verbunden mit dem Fingerzeig auf andere Akteure im Geschehen. Im EWE Forum Alte Fleiwa soll gemeinsam mit Personalverantwortlichen, Ausbildern, Lehrkräfte bzw. Referendaren an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen überlegt werden, was die verschiedenen Akteure, insbesondere Unternehmen, mit „Bordmitteln“ besser machen können. Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer Oldenburg, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, das Institut für Ökonomische Bildung und der wigy e. V. laden Sie ein, sich über die Verbesserungspotenziale im beruflichen Übergang zu informieren und gemeinsam zu diskutieren. Zugleich wollen wir Ihnen die Kooperation der einladenden Einrichtungen vorstellen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.ihk-oldenburg.de/event/161114724

Im Überblick

Termin: Dienstag, 16. Oktober 2018, 9.30 bis 13.00 Uhr

Ort: EWE Forum Alte Fleiwa, Alte Fleiwa 1, 26121 Oldenburg

Veranstalter: Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer Oldenburg, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Institut für Ökonomische Bildung, wigy e. V.

Zielgruppe: Personalverantwortliche und Ausbilder in Unternehmen, Lehrkräfte an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Studienseminare

18.09.2018

Schülerwettbewerb econo=me gestartet

econo=me, der Schülerwettbewerb Wirtschaft und Finanzen, geht in die nächste Runde. Bundesweit können Schülergruppen ab Jahrgangsstufe 7 aller Schulformen teilnehmen. Das Thema in diesem Jahr lautet „Was ist unser Geld wert?“ und differenziert in der Aufgabenstellung zwischen den Sekundarstufen I und II. Die Schülerinnen und Schüler erstellen in Arbeitsgruppen Beiträge zu den verschiedenen Aufgabenstellungen, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind: Sie können alle denkbaren Medienformen online einreichen – von Videos über Podcasts, Comics, Zeitungsartikel bis hin zu Webseiten. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von Handelsblatt macht Schule und der Flossbach von Storch Stiftung sowie begleitet von dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) als Didaktikpartner.

Zur Unterstützung bei der Erarbeitung der Wettbewerbsbeiträge erhält jede Lehrkraft u. a. ein Exemplar der Unterrichtseinheit „Finanzielle Allgemeinbildung“, das Handelsblatt gedruckt oder in digitaler Form als Klassensatz sowie einen kostenfreien Jahreszugang zum wigy Onlinepool. Den Schülerinnen und Schülern stehen online verschiedene Angebote sowie ein Materialpaket zur Bearbeitung ihrer Aufgabenstellung zur Verfügung. Als Preise winken den Gewinnergruppen iPads, Wireless Kopfhörer von Beats und Bluetooth-Lautsprecher von Bose sowie für die Klasse/den Kurs der Gewinnerteams verschiedene attraktive Tagesausflüge. Erneut hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Schirmherrschaft übernommen.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Die Beiträge sind bis zum 28. Februar 2019 einzureichen, die Preisverleihung findet am 06. Juni 2019 in Köln statt.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen sind zu finden unter: www.econo-me.de

12.09.2018

Neues Fortbildungsangebot: Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium

Derzeit wird die Berufliche Orientierung an den niedersächsischen Gymnasien ausgebaut. Mit der Rückkehr zum Abitur in 13 Jahren wurde das verpflichtende Betriebspraktikum aus der Jahrgangsstufe 9 in die Jahrgangsstufe 11 (d. h. in die gymnasiale Oberstufe) verlagert. Zugleich wurde in der Jahrgangsstufe 11 das zweistündige Fach Politik-Wirtschaft um eine unbenotete Zusatzstunde erweitert, die insbesondere zur Unterstützung der persönlichen Beruflichen Orientierung der Schülerinnen und Schüler dienen soll. Außerdem sehen das Musterkonzept zur Berufsorientierung und der Entwurf des Erlasses für Berufliche Orientierung vor, dass die Gymnasien mindestens 25 Tage zur beruflichen Orientierung gestalten, ein Kompetenzfeststellungsverfahren durchführen, ein Dokumentationsinstrument einsetzen und ein schuleigenes Konzept zur Beruflichen Orientierung entwickeln.

Vor diesem Hintergrund wendet sich die hier ausgeschriebene Fortbildung an schulische BO-Beauftragte, Mitglieder der Schulleitung und Fachlehrkräfte insbesondere im Fach Politik-Wirtschaft. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der schulischen Konzepte zur Beruflichen Orientierung. Hierbei geht es vor allem um die Frage, wie vor dem Hintergrund der schulformspezifischen Anforderungen die unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Maßnahmen mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler zielführend miteinander verzahnt werden können. Dabei sind berufswahltheoretische, (fach-)didaktische und schulorganisatorische Aspekte zu berücksichtigen. Hierbei kann u. a. auf Erfahrungen aus dem Projekt BOGn (Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium) zurückgegriffen werden, welches seit 2009 in gymnasialen Schulformen in verschiedenen Bundesländern erfolgreich durchgeführt wird.

Weitere Informationen zur Organisation und zur Anmeldung finden Sie hier.