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2020

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15.01.2020

Tage der ökonomischen Bildung 2020 in Oldenburg und Münster

Der VÖBAS e. V. (Verband Ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen) richtet in 2020 erneut die Tage der ökonomischen Bildung für Lehrkräfte aller ökonomisch bildenden Fächer aus.

Der 13. Tag der ökonomischen Bildung für Bremen und Niedersachsen findet am 20. März 2020 von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum Thema „Klimawandel als Herausforderung für die ökonomische Bildung“ statt. Die einführenden Fachvorträge halten:

  • Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance, zum Thema: „Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende“ sowie
  • Prof. Dr. Nick Lin-Hi, Professur für Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta, zum Thema „Klimaschutz 4.0: „Warum wir Disruptionen brauchen und Wirtschaftsethik neu gedacht werden muss“.

Am Nachmittag wird die Tagungsthematik in fünf praxis- und unterrichtsbezogenen Workshops konkretisiert und vertieft.

Der 7. Tag der ökonomischen Bildung NRW steht ebenfalls unter dem Titel „Klimawandel als Herausforderung für die ökonomische Bildung“. Er findet am 10. März 2020 von 08.30 bis 15.30 Uhr in der Universität Münster statt. Die einführenden Fachvorträge halten:

  • Prof. Dr. Barbara Praetorius, Professorin für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energieökonomie, zum Thema „Ökonomische Herausforderungen des Klimawandels“ sowie
  • Prof. Dr. Franziska Birke, Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, zum Thema: „Globale Umweltprobleme und Umweltpolitik in der ökonomischen Bildung – fachdidaktische Ansätze“.

Im Anschluss werden fünf praxis- und unterrichtsbezogenen Workshops die Tagungsthematik konkretisieren und vertiefen.

Programm und Anmeldung unter: http://www.voebas.de/

05.12.2019

AG BFN Tagung zur Beruflichen Orientierung in Münster

Am 25. und 26. November 2019 fand an der WWU Münster die Tagung „Entwicklungen und Perspektiven in der Berufsorientierung - Stand und Herausforderungen“ statt, welche von der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) ausgerichtet wurde.

Das AG BFN-Forum widmete sich verschiedener Handlungs- und Forschungsfelder von Berufsorientierung, in denen Berufswahl als lebenslange Laufbahngestaltung verstanden wird. Die Berufliche Orientierung erfordert die Einbindung unterschiedlicher Institutionen und Akteur*innen der allgemeinen und beruflichen Bildung. Im Fokus standen dabei die Diagnostik in der Berufsorientierung, die berufliche Entwicklung über die Lebensspanne und die Förderung erfolgreicher Laufbahnen, Konzepte domänenspezifischer Beruflicher Orientierung sowie die Akteur*innen in der Berufsorientierung.

Auch Mitarbeiter*innen aus dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) konnten im Rahmen der Tagung ein neues Projekt vorstellen, das sich mit der selbständigen Erwerbsarbeit im Rahmen der Beruflichen Orientierung befasst und von der Hermann-Leverenz-Stiftung finanziert wird. Ziel des Projektes ist es, die Auseinandersetzung mit selbständiger Erwerbsarbeit im Rahmen der Beruflichen Orientierung zu stärken, wobei auch die fachdidaktischen Schnittstellen zur ökonomischen Bildung beleuchtet werden sollen. Hierfür werden u. a. verschiedene Unterrichtsmaterialien sowie Lehrerhandreichungen konzipiert, die in der Schulpraxis evaluiert werden sollen. Die schulpraktische Umsetzung findet an gymnasialen Schulformen in Bremen statt. Da selbständige Erwerbsformen im Rahmen der schulischen Beruflichen Orientierung bisher eine untergeordnete Rolle spielen, soll mithilfe des Projektes ein Reflexionsprozess gefördert werden, der die Selbständigkeit als mögliche Anschlussalternative bzw. als berufliche Option befördert.  

Weiterführende Informationen über das AG BFN-Forum in Münster erhalten Sie hier.

03.12.2019

Energiebildung und Berufe im Nordwesten

Das Onlineportal https://www.perspektiven-im-nordwesten.de/, das im Auftrag des regionalen Fachkräftebündnisses Nordwest entwickelt wurde, unterstützt die Anbahnung und Gestaltung von Praxiskontakten zur Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler in der Energiebranche. Hierfür wurde eine interaktive Karte mit regionalen Unternehmen in der Energiebranche im Nordwesten entwickelt, die die Angebote für Schulen und ihre Schülerinnen und Schüler ausweist.

Die Karte soll zukünftig um weitere Unternehmen angereichert werden. Wenn Sie sich als Unternehmer hierzu angesprochen fühlen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf (Mail: info@perspektiven-im-nordwesten.de)

02.12.2019

Bündnis Ökonomische Bildung gegründet

Ökonomische Bildung muss an deutschen Schulen einen höheren Stellenwert erhalten. Aus diesem Grund hat sich am Freitag das Bündnis Ökonomische Bildung (BÖB) Deutschland in Berlin gegründet. Zu den über 50 Initiatoren zählen unter anderem das Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) sowie der wigy e. V.

Die Initiatoren des Bündnisses sehen es als ihre Aufgabe an, die Stärkung der ökonomischen Bildung auf allen Ebenen voranzutreiben. Im Zentrum stehen müsse dabei eine objektive und fundierte Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge, um den Heranwachsenden einen aufgeklärten und reflektierten Umgang mit Wirtschaftsthemen zu ermöglichen, damit sie ihr Leben verantwortungsvoll und eigenständig gestalten können.

Zahlreiche Studien belegen, dass ökonomische Kenntnisse in weiten Teilen der Bevölkerung nicht vorhanden oder nur mangelhaft ausgeprägt sind. Die Schulen greifen bis dato diesen Mangel aber nur sehr begrenzt auf. „Ökonomische Bildung ist im deutschen allgemeinbildenden Schulsystem bisher sehr heterogen verankert und kommt zum Teil nur in homöopathischer Dosis vor. Viele Jugendliche verlassen die Schule heute ohne eine ökonomische Grundbildung“, sagte Prof. Dr. Dirk Loerwald, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg (IÖB).

Vor diesem Hintergrund bestehe dringender Handlungsbedarf. „Nur wer über Grundkenntnisse ökonomischer Zusammenhänge verfügt, kann selbstbestimmte und vorausschauende wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Fehlende ökonomische Kenntnisse gefährden nicht nur die individuellen Zukunftsperspektiven vieler Bürger, sondern auch unsere soziale Marktwirtschaft insgesamt“, erklärte Prof. Dr. Malcolm Schauf, Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb), Mitinitiator des Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland.

Ziel der Initiative ist es, ökonomische Bildung an weiterführenden Schulen verpflichtend in die Lehrpläne zu integrieren und die fachbezogene Qualifizierung der Lehrkräfte zu verbessern. Zudem wird das Bündnis auf eine stärkere Vernetzung aller relevanten Akteure der ökonomischen Bildung hinarbeiten. Als Grundlage des Bündnisses wurden Eckpunkte verfasst, die die wichtigsten Kernaussagen zusammenfassen und erläutern. Unter anderem sind dies:

  1. Ökonomische Bildung muss für alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland in hinreichendem Umfang und verpflichtend im Schulunterricht verankert werden.
  2. Wirtschaftslehrkräfte müssen fachwissenschaftlich und wirtschaftsdidaktisch qualifiziert sein.
  3. Schülerinnen und Schüler sollen Bezüge zur Arbeitswelt erleben können.
  4. Deutschland braucht eine nationale Strategie für ökonomische Bildung.

Bild: Jacek Ruta/bdvb

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage.